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Wenn Eileiter am Ende verschlossen sind und sich mit Flüssigkeit füllen (Hydrosalpinx), die nicht ablaufen kann, dann stört dies möglicherweise die Einnistung der Embryonen, wobei die Prinzipien dieses negativen Einflusses noch nicht ganz verstanden wurden[16,17].
Um diese Störung zu beseitigen, wird oft die Entfernung der Eileiter empfohlen.
Wann ist die Entfernung der Eileiter hilfreich?
Verbesserung der Schwangerschaftsraten in Vergleichstudien zu nicht operierten Patientinnen sind zahlreich zu finden - auch wenn strengste wissenschaftliche Kriterien[1]angelegt werden - wobei die Frage nach der Indikation, also welchen Patienten die Entfernung der Eileiter am besten hilft, nicht abschließend geklärt ist.
Es gibt Hinweise darauf, dass insbesondere Frauen mit einem beidseitigen Verschluss der Eileiter und mit im Ultraschall erkennbaren Hydrosalpingen eine verbesserte Erfolgsrate nach Entfernung der Eileiter aufweisen[2,4]. Jedoch auch bei Patientinnen, die zwar eine irreversibel gestörte Eileiterfunktion aufweisen, deren Eileiter jedoch nicht flüssigkeitsgefüllt sind, scheint die Entfernung der Tuben die Erfolgsraten zu verbessern, wenn zuvor wiederholt eine Einnistung ausgeblieben ist[3].
Wichtig ist der Erhalt der Tube, wenn eine operative Wiederherstellung ihrer Funktion möglich scheint, auch wenn dies oftmals mit einem größeren operativen Aufwand verbunden ist[11,12].
Vorgehen
Die einfachste Möglichkeit zur (vorübergehenden) Beseitigung der störenden Flüssigkeit aus den Eileitern ist die Punktion im Rahmen der IVF bei der Eizellentnahme, für die auch eine Verbesserung der Schwangerschaftsraten beschrieben wurde[3]. Andere Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass die Flüssigkeit sich schnell wieder ansammeln kann und dann den Embryotransfer empfindlich stören kann[13]. Auch Abszesse wurden nach solchem Vorgehen beschrieben[14].
Neben der Entfernung durch eine operative Bauchspiegelung gibt es die Möglichkeit, die Eileiter in Richtung Gebärmutter “einfach” zu verschließen[9] (was auch eine Bauchspiegelung notwendig macht) oder sie so zu eröffnen, dass die Durchgängigkeit wieder hergestellt werden kann[7]. Der Verschluss zur Gebärmutter hin bedeutet jedoch für die flüssigkeitsgefüllten Eileiter, dass die Flüssigkeit nun nicht mehr ablaufen kann und daher große zystische Strukturen entstehen können, die in seltenen Fällen zu Komplikationen führen (Stieldrehung)[15].
Dass aber nicht alleine die zurücklaufende Flüssigkeit die Einnistung der Embryonen behindert, sondern auch Zytokine eine Rolle spielen, konnte in einer weiteren Studie nachgewiesen werden[6], ebenso wie der positive Effekt auf den einnistungsfördernden leukaemia inhibitory factor (LIF), was möglicherweise ein Argument für die radikale Lösung der Eileiterentfernung sein könnte.
Eine abschließende Bewertung der einzelnen Methoden ist gegenwärtig jedoch nicht möglich und setzt weitere vergleichende Untersuchungen voraus[1].
Mögliche Nachteile und Risiken
Der Schwangerschaftsverlauf nach Entfernung der Eileiter zeigte keine wesentlichen Unterschiede bezüglich der Eizellzahl im Vergleich zu anderen Frauen mit tubarer Sterilität, die jedoch keine Hydrosalpingen aufwiesen[10].
Zusammenfassend ist (mit Einschränkungen) also zu sagen
-dass die Entfernung eines oder beider Eileiter nur erfolgen sollte, wenn
keine Möglichkeit zur Wiederherstellung der Funktion besteht
- Die/der Eileiter entfernt werden sollten, wenn eine IVF-Behandlung (mehrfach) erfolglos war
- Die Methode der Wahl ist die Entfernung per Bauchspiegelung
- Der Schwangerschaftsverlauf ist unbeeinträchtigt von einer Salpingektomie
- Die Reaktion der Eierstöcke auf Hormongaben ist durch die Entfernung der Eileiter nicht beeinträchtigt
[1] Johnson NP, Mak W, Sowter MC
Surgical treatment for tubal disease in women due to undergo in vitro fertilisation
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[2] Strandell A, Lindhard A, Waldenstrom U, Thorburn J, Janson PO, Hamberger L
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[3] Dechaud H, Anahory T, Aligier N, Arnal F, Humeau H, Hedon B
Salpingectomy for repeated embryo nonimplantation after in vitro fertilization in patients with severe tubal factor infertility.
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Effect of salpingectomy on the results of IVF in women with tubal sterility–prospective study
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[6] Seli E, Kayisli UA, Cakmak H, Bukulmez O, Bildirici I, Guzeloglu-Kayisli O, Arici A
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[17] Strandell A, Lindhard A
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