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IVF und ICSI

Haben Myome einen negativen Einfluss auf künstliche Befruchtung?

Myome und IVF. Gutartiger Knoten der Gebärmutter
Gutartige Knoten in der Gebärmutter (Myome) kommen recht häufig vor. Diese Myome können – je nach Lage – die Einnistung eines Embryos behindern.
Foto von shelbyasteward

Unterschiedliche Lage der Myome

Der Einfluss der Myome auf den Verlauf einer Schwangerschaft oder den Ausgang einer künstlichen Befruchtung hängt unter anderem sicherlich von der Lage in der Gebärmutter ab. Die Beziehung zur Gebärmutterhöhle ist dabei von besonderer Bedeutung. Sogenannte „submucöse“ Myome liegen direkt unter der Gebärmutterschleimhaut und ragen oft sogar in die Höhle hinein. Dies führt häufiger zu Blutungs- und Einnistungsstörungen. Intramurale Myome befinden sich in der Gebärmutterwand und haben keinen direkten Bezug zur Gebärmutterschleimhaut. Noch weiter außen befinden sich die subserösen Myome. Sie sitzen der Gebärmutter oft wir ein kleiner Rucksack auf. Mehr zu Myomen finden Sie im Theorie-Teil dieser Seite.

Der Einfluss intramuraler und subseröser Myome auf die Erfolgswahrscheinlichkeit einer IVF ist unklar. Daten älterer Studien war zu entnehmen, dass nur die submuköse Lage ein Problem darstellt. Eine weitere Studie, in der die Befunde entweder entfernt oder belassen wurden (kontrollierte Studie) kam unabhängig von der Lage der Myome zu dem Ergebnis, eine operative Entfernung sei nur sinnvoll, wenn der Durchmesser der Knoten mehr als vier cm betrug.

Neue Studie: Die Lage ist ohne Bedeutung

Zu ähnlichen Ergebnissen kam nun eine britische Forschergruppe. Sie verglich den Ausgang einer IVF-Behandlung von Frauen mit mindestens einem Myom mit gleich alten Frauen ohne einen solchen Befund („Matched pair“). Dabei wurden retrospektiv die Behandlungen von 2011 bis Mitte 2015 untersucht. Keine der Frauen hatte einen Knoten, der in die Gebärmutterhöhle reichte, die Befunde lagen also ausschließlich subserös oder intramural und wiesen einen durchaus signifikanten Einfluss auf die Schwangerschaftsrate auf

Zahl und Größe entscheidet

Aber nicht all diese gutartigen Muskelknoten hatten diese negativen Auswirkungen. Hatte die Frau mehrere Myome oder eines von mehr als 30 mm Durchmesser, dann waren signifikante Einnistungsstörungen die Folge, auch wenn die Gebärmutterhöhle nicht betroffen war (Ausschlusskriterium). Ein einzelnes Myom von ≤ drei cm Durchmesser stellte hingegen kein Problem dar.  Wie so oft lautet der letzte Satz auch dieser Studie, dass es weiterer Studien bedarf.

Christopoulos G, Vlismas A, Salim R,2, Islam R, Trew G, Lavery S
Fibroids that do not distort the uterine cavity and IVF success rates: an observational study using extensive matching criteria.
BJOG. 2016 Dec 5. doi: 10.1111/1471-0528.14362.


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