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Das deutsche Ärzteblatt berichtet in seiner Onlineversion über eine Studie des British Medical Journal, in der untersucht wurde, ob die Empfehlungen zur zusätzlichen Einnahme von Folsäure (in Deutschland werden 400 µg empfohlen) das Auftreten von bestimmten Missbildungen (Neuralrohrdefekte) bei Kindern verringerte.
Es wurden dazu die Daten von 13 Millionen Geburten in verschiedenen Ländern ausgewertet und mit der Aufklärung über diese Problematik in diesen Ländern abgeglichen. das Ergebnis ist ziemlich erschreckend: Die alleinige Empfehlung zur Einnahme der Folsäure bei vorhandenem Kinderwunsch und geplanter Schwangerschaft scheint nicht auszureichen. Eine Reduzierung der Neuralrohrdefekte fand durch die Empfehlung Folsäure einzunehmen nicht statt.
In den Studienregionen, schätzen die Autoren, waren seit 1992 mehrere tausend Schwangerschaften von dieser Fehlbildung betroffen, die durch eine ergänzende Folsäurezufuhr hätten verhindert werden können. Eine Erklärung für diese Ergebnisse sehen die Wissenschaftler darin, dass die Empfehlungen für Verhaltensänderungen nicht weit genug implementiert wurden, um in einer genügend großen Gruppe von Frauen messbare Effekte zu erreichen. Singh et al. raten dringend dazu, Programme zur Folsäureanreicherung von Nahrungsmitteln zu schaffen
Original-Artikel: hier
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