Varikozele: Ist eine Operation notwendig?


Um es gleich vorwegzunehmen: Ob einer Operation der Krampfader am Hoden sinnvoll ist, kann gegenwärtig nur im Einzelfall nach sorgfältiger Diagnostik und ausführlichem Gespräch mit dem Arzt geklärt werden.

Die vorhandenen Studien zu diesem Thema sind widersprüchlich und stellen bei der Entscheidung keine echte Hilfe dar.

Neues Kapitel im Theorie-Teil dieser Seite

Ein neues Kapitel des Theorie-Teils widmet sich ausführlich dem Thema Varicocele:

  • Was ist eine Varikozele?
  • Wie bemerkt man sie?
  • Wie kann der Arzt sie feststellen?
  • Wie kann man sie behandeln?
  • Wann sollte man sie behandeln?

Diesen Fragen werden in dem neuen Kapitel aufgeriffen uns soweit wie möglich anhand aktueller wissenschaftlicher Daten beantwortet. Feedback ist willkommen.


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Kommentar

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12 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    raise schreibt

    Ist denn das überhaupt bei Urologen und KiWuZentren bekannt, dass sowas die Spermienqualität mindern kann?
    Meinen Mann hat, soweit ich weiß, niemand daraufhin untersucht. Sollte man darauf bestehen?

  2. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Eine urologische Untersuchung ist bei einem schlechten Spermiogramm sicherlich ratsam. Wobei ja aus dem Artikel im Theorie-Teil auch hervorgeht, dass es nicht wenige Urologen und Andrologen gibt, die eine Operation nicht befürworten (ohne Beschwerden). Und mal ganz salopp formuliert: Wenn man eh´nicht operiert, dann muss man auch nicht untersuchen

  3. Elmar Breitbach
    dsfsdartfoiew schreibt

    Bei mir hat es geholfen!!!
    Hallo,
    wir haben fast 3 Jahre erfolglos versucht auf natürlichem weg ein Kind zu bekommen. Daraufhin ließen wir uns Ärztlich untersuchen. Der Androloge stellte bei mir ein sehr schlechtes Spermiogramm fest. Außer einer Varikozele (Krampfader) am linken Hoden wurden bei mir außer einer Varikozele keine Auffälligkeiten festgestellt, woraufhin der Androloge meinte in meinem Fall sei nur ein IVF mit ICSI sinnvoll. Auf meine Frage ob man nicht vielleicht die Varikozele operieren könnte, meinte der Androloge nur, das kann man schon aber das bringt meist nichts. Wir unternahmen daraufhin 2 erfolglose und teure Versuche mit ICSI. Ein Jahr später hatte ich über Wochen ziehende Schmerzen im linken Hoden woraufhin ich einen Urologen aufsuchte (nicht den auf Kinderwunschbehandlung spezialisierten Andrologen von oben). Der Urologe stellte fest, dass meine Schmerzen von einer Varikozele herrühren. Er fragte mich ob mich ich denn nicht vielleicht auch Probleme habe Kinder zu bekommen. Er überwies daraufhin zur Verödung der Varikozele (Krampfader) an ein Krankenhaus. Dort wurde die Verödung (Antegrade Sklerotisierung nach Tauber) ambulant durchgeführt.
    Zwei Zyklen später war meine Frau schwanger.

  4. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Herzlichen Glückwunsch. Schmerzen am Hoden sind die einzig unumstrittene Indikation zur Operation einer Hodenkrampfader. Es ist schön, dass die Schwangerschaft in direktem zeitlichen Zusammenhang mit der Operation eingetreten ist, ein kausaler Zusammenhang lässt sich an einem einzelnen Fall jedoch nciht herstellen. Statistiken mit größeren Fallzahlen besagen da recht eindeutig, dass die Fruchtbarkeit eines Mannes durch Operation einer asymptomatischen Varikozele nicht verbessert werden kann.

    Und wenn ich sehe, dass dieser Beitrag geschrieben wurde, nachdem der Autor in Google nach "forum + varikozele + 2009" suchte und hierherfand, dann frage ich mich, wie dieser Kommentar motiviert ist. Würde mich nicht wundern, wenn der Beitrag von einem urologischen Kollegen geschrieben wurde.

  5. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    ich würde bei dem Benutzernamen fast auf ein Anagramm wetten – "Dr. Wadi Stoffes" oder auch "OFT FAD DR WEISS"
    ist aber ziemlich sinnbefreit 😉 …

  6. Elmar Breitbach
    sunnylu schreibt

    Mein Mann hatte auch eine Hodenkrampfader. Unser Urologe hatte empfohlen, sie zu entfernen, überließ dies aber meinem Mann. Er sagte, dass deswegen das Spermiogramm schlecht ist. Nach Recherchen im Internet entschied sich mein Mann, sie entfernen zu lassen. Das Spermiogramm nach drei Monaten ergab, dass die Spermien besser wurden. In der Zwischenzeit hatten wir schon bei mir mit einer Therapie mit Clomifen angefangen, aber ich wurde nicht schwanger. Wir gingen also ins Kinderwunschzentrum und dort war das Spermiogramm wieder schlecht. Der Doc riet uns zu einer IUI. WIr wollten es aber erstmal mit GV nach Plan versuchen. Wir haben nun 3 Versuche hinter uns, die bei mir gut verliefen von der Entwicklung der Follikel und ES (beim letzten Mal mußte ich sogar nicht auslösen) her, es trat aber keine Schwangerschaft ein. Wir versuchen es jetzt noch diesen und nächsten Zyklus und wenn es nicht klappt, dann machen wir eine IUI. Mein Mann hat leider sein Sperma nicht nochmal testen lassen, vor allem zieht er es vor, es zu Hause zu machen, als dort in der Praxis, obwohl es besser vor Ort ist.

  7. Elmar Breitbach
    Rudi Matze schreibt

    Elmar Breitbach: "Würde mich nicht wundern, wenn der Beitrag von einem urologischen Kollegen geschrieben wurde."
    Was für ein dämlicher Kommentar! Warum sollte ein Urologe so etwas schreiben? Der Zusammenhang der Schwangerschaft mit der Varikozelen-Operation ist hier doch wohl offensichtlich! Nach jahrelangen Beschwerden mit einer Varikozele mein Rat: so schnell wie möglich operieren!
    P.S. Ich bin kein Urologe – aber Vater von drei Kindern!

  8. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    @Rudi Matze: Ich stimme Herrn Breitbach 100% zu. Ein Einzelfall niemals als Beleg für einen Ursache-Wirkungszusammenhang dienen. Die Schwangerschaft kurz nach der OP kann ebenso gut reiner Zufall sein.

    Hier im Forum gibt es in regelmäßigen Abständen Berichte von Spontanschwangerschaften trotz katastrophaler Spermiogramme. Subfertil ist eben nicht gleichbedeutend mit infertil.

  9. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    Hodenkrampfadern sind einer der wenigen Strohhalme, an die sich Andrologen klammern, weil sie die wirklichen Ursachen von Spermiogenesestörungen in vielen Fällen nicht identifizieren können. Dabei sind diese Krampfadern weit verbreitet, und viele betroffene Männer haben Normozoospermie. Da man aber ein idiopathisches OAT-Syndrom nur nach Ausschluss aller bekannten Ursachen diagnostizieren kann, muss man dann halt auch die Krampfader als Ursache in Erwägung ziehen.

  10. Elmar Breitbach
    Rudi Matze schreibt

    Folgendes schrieb Herr Dr. Breitbach:
    "Und wenn ich sehe, dass dieser Beitrag geschrieben wurde, nachdem der Autor in Google nach “forum + varikozele + 2009″ suchte und hierherfand, dann frage ich mich, wie dieser Kommentar motiviert ist. Würde mich nicht wundern, wenn der Beitrag von einem urologischen Kollegen geschrieben wurde."
    Wird da vielleicht deswegen Kollegenschelte betrieben, weil der Herr Dr. Reproduktionsmediziner die Varikozelen-Patienten lieber selbst behandelt als Sie zu einem Urologen/Andrologen zur OP zu schicken? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …
    Es bleibt bei meinem Rat: lieber eine frühe Varikozelen-OP als eine zu späte! An alle Leidensgenossen: so schlimm ist die OP nun auch wieder nicht!

  11. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    @Rudi Matzke: Herr Breitbach schrieb doch ausdrücklich, dass die Operation AUFGRUND DER SCHMERZEN indiziert war. Eine Kollegenschelte kann ich darin nicht erkennen. Aber es ist eben nicht evident, dass derartige Operationen das Spermiogramm verbessern, wenn ansonsten keine Beschwerden vorliegen.

  12. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @Matze: Es freut mich für Sie, dass Sie Ihren Kinderwunsch erfüllen konnten. Der immer noch aktuellen Studienlage zufolge besteht jedoch kein kausaler Zusammenhang zwischen einem eingeschränkten Spermiogramm und einer Varikozele. Mithin ergibt sich eine Operationsindikation lediglich bei Beschwerden.

    weil der Herr Dr. Reproduktionsmediziner die Varikozelen-Patienten lieber selbst behandelt

    Grundsätzlich kann es mir als Reproduktionsmediziner herzlich wurscht sein, ob eine Varikozele bei einem schlechten Spermiogramm erst operiert wird. Denn das Spermiogramm wird sich bedauerlicherweise nicht bessern und das Paar wird auch nach der Operation für medizinische Therapien seitens der Reproduktionsmedizin nicht verloren sein.

    Aber für den Mann, der sich hoffnungsvoll unters Messer begeben hat, ist ein solcher Verlauf zu bedauern und daher rate ich davon ab.

    Und ich habe mir das nicht selbst ausgedacht.