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Wie häufig ein Mann ejakuliert, hat offenbar einen großen Einfluss auf seine Spermienqualität. Zumindest das Erbgut der Spermien profitiert davon, wenn die Spermien möglichst “frisch” sind, so das Ergebnis einer australischen Studie, die der Reproduktionsmediziner David Greening am Dienstag bei einem Treffen der European Society of Human Reproduction und Embryology in Amsterdam vorgestellte. Übrigens unter dem netten Titel “Keep The River Flowing” [1].
Greening und seine Kollegen stellten demnach fest, dass bei 81 Prozent der 118 Studienteilnehmer die Zahl der beschädigten Spermien nach sieben Tagen um zwölf Prozent zurückgegangen war. Sie waren von den Ärzten zu täglichem Geschlechtsverkehr aufgefordert worden. (schreibt der Spiegel, die AFP schreibt hingegen, dass die Aufforderung lediglich tägliche Ejakulationen beinhaltete – etwas realistischer …)
Greening gibt an, dass die Unterschiede in der Schädigung des Erbguts deutlich und statistisch signifikant waren. Auch eine Verbesserung der beweglichen Spermien ließ sich nachweisen. Es wurde jedoch nicht untersucht, ob durch diese Veränderungen die Schwangerschaftsraten stiegen, eine Korellation zwischen normalem Spermienerbgut und Schwangerschaftsraten wurde jedoch auch in anderen Studien bereits nachgewiesen.
Diese Ergebnisse wurden nun sogar von der BILD-Zeitung aufgegriffen, sind aber keine echte Neuigkeit. Greening hatte sie bereits 2004 publiziert [2].
Auch die Verbesserung der Beweglichkeit ist zwar ein interessanter Aspekt, der auch von anderen Arbeitsgruppen bereits so nachgewiesen werden konnte [3] und damals bereits Eingang in dieses Blog fand. Auch die Befruchtungsfähigkeit wurde durch kürzere Ejakulationsintervalle verbessert: Für die Studie analysierten die Forschermehr als 9.000 Spermienproben. Dabei konnten sie feststellen, dass bereits ein Tag ohne Sex die Qualität des Spermas signifikant reduziert. Die Beweglichkeit der Spermien nahm ab und der Akrosomenindex – der bestimmt, ob eine Eizelle erfolgreich befruchtet werden kann – sank ebenso.
Über die praktische Umsetzung der dieser Ergebnisse konnte Greening ebenfalls empirische Aussagen machen: “Einige der älteren Männer schauen ein bisschen besorgt”, sagte der Arzt. “Aber die jüngeren scheinen ganz glücklich darüber zu sein.”

[1]Greening D.
Keep the river flowing. An exploratory study to assess the effect of daily ejaculation for 7 days on semen parameters and sperm DNA damage
Abstracts of the 25th Annual Meeting of ESHRE, Amsterdam, the Netherlands, 28 June – 1 July, 2009
[2]: Greening D. (2004)
A novel treatment of sperm DNA damage as assessed by the sperm chromatin structural assay (SCSA): multiple ejaculation. Presented at the 23rd Annual Meeting of the Fertility Society of Australia, Adelaide.
[3]: Levitas E, Lunenfeld E, Weiss N, Friger M, Har-Vardi I, Koifman A, Potashnik G:
Relationship between the duration of sexual abstinence and semen quality: analysis of 9,489 semen samples
Fertility and Sterility, Volume 83, Issue 6, Pages 1680-1686 (June 2005)
Das ist eine interessante Feststellung. Warum ist das bei den Urologen oder in der KiWu-Klinik nicht bekannt? Ich habe mich schon immer gefragt, warum mein Freund vor einem Spermiogramm immer 5 Tage enthaltsam sein musste. Das ist ja dann vielleicht gar nicht mit der Qualität beim “Befruchtungsversuch” (sorry, mir fällt gerade kein passenderes und liebevolleres Wort ein) vergleichbar. Vielleicht sollten wir mal ein “frisches” Spermiogramm machen lassen und werden dann ein besseres Ergebnis haben?? Ein Versuch wäre es schon wert!
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Das war auch direkt MEIN erster Gedanke gewesen…
Doc, was sagen Sie dazu?
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@Anja: Das mit den 5 Tagen dient der Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Vielleicht vergleichbar mit der Verbrauchsermittlung bei Autos. Der sogenannte “Drittelmix” ergibt sich ja auch aus streng vordefinierten Geschwindigkeiten, obwohl die Autos eigentlich auch schneller fahren könnten
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Jetzt bin ich aber froh, dass unser SG auch nach 3 Tagen Enthaltsamkeit noch voll in Ordnung war. In der ersten Verliebtheit war jeden Tag ja wirklich kein Problem, aber nach 13 Jahren muss ich sagen, wäre mir das doch zu anstrengend…
Man (frau) ist doch auch mal müde…
Oder seht Ihr das anders?
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Vergleichbarkeit schön und gut – aber aufgrund des SG wurde uns sofort und ohne Umschweife zur ICSI geraten. Wundersamerweise wurde ich aber genau in diesem Zyklus spontan schwanger (Endete leider mit Fehlgeburt in der 9.SSW). Ich frage mich nun: 6er im Lotto oder tut es, falls doch wieder nötig, doch auch eine Insemination oder IVF?
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Anja: wie sah das Spermiogramm aus? Bei uns wird auch direkt zu ICSI geraten. Würde gerne mit meinem vergleichen um besser entscheiden zu können.
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Heißt das, es wäre auch besser vor der ICSI nicht zu lange zu warten?
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Aaaahjaaa *g*… na dann weiss ich ja was ich einen Monat vor PU zu tun habe hihi… das kann ja heiter werden! *rotwerd*
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aus eigener Erfahrung: ein “frisches” Spermiogramm ist wesentlich besser (hat einmal mit der Enthaltsamkeit nicht so geklappt). Nach erfolgreicher ICSI kurze Zeit später (15 Monate)2.Kind geboren (spontan).
Mein Tipp: vor einer künstlichen Befruchtung erstmal Urlaub machen und völlig entspannt selber probieren, die Psyche sliet eine riesige Rolle, und die Behandlung (künstliche Befruchtung) ist Stress pur, vor allem ab dem 2.Versuch…
AUch wenn es die Frauen sicher nicht hören wollen: Arbeitsstress ist auch absolut störend…, also ruhig mal ne Zeit zu Hause bleiben, Kinder können nun mal nur die Frauen kriegen…
PS: wir sind natürlich froh, dass die ICSI geklappt hat, viele haben es aber auch erfolglos probiert, was man ja immer nicht so glauben will, dass es einen auch selber treffen kann..
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@secret_x: Toller Tipp *augenverdreh*
http://www.wunschkinder.net/theorie/psyche/indiskrete-fragen/
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