Spermien: Qualität auch eine Altersfrage

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Eine israelische Arbeitsgruppe beantwortet Fragen nach Spermienqualität mit Untersuchungen, die einen bereits mit der schieren Zahl der untersuchten Spermaproben erschlagen. Sie hatten sich bereits um die Erkenntnis verdient gemacht, dass viel Sex schwanger macht und widmete sich nun der Frage, ob das Alter bei der Spermienqualität eine Rolle spielt.

Und was ist mit Charly Chaplin?
Es gibt bekannte Väter, die noch hochbetagt diesen Staus erreichten und gängige Laienmeinung ist, dass bei Männern die Reproduktionfähigkeit im Gegensatz zu den Frauen mit zunehmendem Alter nicht sinkt.

Was nicht stimmt. 6022 nach Alter aufgeschlüsselte Spermauntersuchungen konnten dies nun zeigen. Bei allen untersuchten Männern wurde bereits im Vorfeld eine normale Konzentration der Spermien nachgewiesen (=Einschlusskriterium). Die Ergebnisse (Mittelwerte +/- Standardabweichung):

  • Das Ejakulatvolumen sank mit zunehmendem Alter ab. Es war am höchsten zwischen 30 und 35 (3,51 +/- 1,76 ml) und am niedrigsten ab 55 (2,21 +/- 1,23 ml).
  • Die Vorwärtsbeweglichkeit war bei den ganz jungen Männern (< 25 Jahren) am besten (44,39% +/- 20.69%) und auch hier am schlechtesten bei den Männern > 55 Jahren (24,76% +/- 18,27%).
  • Die Gesamtzahl beweglicher Spermien erfuhr mit zunehmendem Alter eine Reduktion um mehr als die Hälfte: 103.34 Mio. +/- 107 Mio. bei den Männer zwischen 30 und 35 und 46,68 Mio. +/- 53,73 Mio. für die Männer ab 55 Jahren aufwärts

Die Autoren fassen ihre Ergebnisse so zusammen: Es besteht eine signifikante negative Korrelation zwischen dem Alter eines Mannes und Ejakulatvolumen und Beweglichkeit der Spermien, obwohl die sexuelle Karenzzeit mit dem Alter zunimmt. Am besten war die Spermienqualität in dem Alter von 30 bis 35, eine signifikante Verschlechterung findet sich hingegen ab 55 Lebensjahren aufwärts.

Levitas E, Lunenfeld E, Weisz N, Friger M, Potashnik G
Relationship between age and semen parameters in men with normal sperm concentration: analysis of 6022 semen samples.
Andrologia. 2007 Apr;39(2):45-50


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Kommentar

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81 Kommentare

  1. Andra n.e schreibt

    @fassi – wie gesagt, es sind zwei verschiedene Sachen. Wenn du Werte bekommst und es ist klar du kriegst neimals ein Kind, dann akzeptierst du es (leichter oder schwieriger, je nach dem), aber wenn du nichts versuchen darfst/kannst und nicht mal weiß ob es tatsächlich nicht geklappt hätte ist es als ob du ein Krieg ohne Kampf aufgebest. Und am schlimmsten wenn es eigentlich nicht an dich liegt (oder vielleicht nur wenig), kommt zu Trauer auch Wut und es ist noch schwieriger sich zu verabschieden. Und wenn du dazu noch siehst wie viele andere um dich es schaffen, obwohl viel älter, ob mit KB, oder Adoption, oder auch natürlich, dann klingt diese Statistik wirklich blöd. Wie viele Frauen und Männer haben schon immer und werden immer Kinder haben in jedem Alter!
    Ja, ich verstehe sehr gut die Wissenschaft, aber die Menschen forschen und erfinden damit dann auch kein Zugang gibt dazu?
    Ich gebe ja euch alle Recht und auch den Studien.

  2. Andra n.e schreibt

    Und ich verstehe was möglich ist und was nicht, bin selber Akademikerin und vertraut mit vieles.
    Ich verstehe auch dass es um Geld geht leider, überall.
    Mit Geld kann man alles bekommen und wie Ute hart aber wahr sagte, hätte ich auch. Man bekommt damit KB und Adoption in jedem Alter, zig Versuche, Fruchtwasserunters., PID usw. Und am Ende hat man (gesunde) Kinder bis man stirbt.
    Aber wie fassi sagte:
    1. Wie representativ sind solche Studien? Auch dort wenig Geld, kleine Proben usw.
    2. Ab welche Menge/Prozent spricht man über Ausnahmen?
    3. Zeig einem Mann diese Studie, keiner wird es akzeptieren, weil „Ich bin doch Mann, ich kann!“
    Und erinnern wir uns an der Nahrungspyramide. Die ganze Zeit wurde eine als so richtig gehalten, nun ist es doch nicht richtig, sondern umgekehrt.
    Oder noch näher zu uns: Salat,Spinat ist gesund. Dann: nö, ist er gar nicht. Wo liegt eigentlich die Wahrheit? Oft in der Mitte/Individuum, sage ich.
    Und am Ende: ich wurde immer so gelehrt von Eltern und Lehrern: niemals aufgeben(nur so weil du denkst, oder einer dir sagt) ohne zu kämpfen/versuchen.

  3. Ute schreibt

    Andra, mal noch härter gesagt: Ganz egal wie sämtliche Statistiken dieser Welt aussehen: Das Gesundheitssystem ist Dir Gesundheit schuldig. Kein Kind.

  4. Ute schreibt

    Im übrigen finde ich es absolut lächerlich, bei den Statistiken, die Dir nicht in den Kram passen, gleich zu unterstellen, die Probengröße sei nicht ausreichend oder was auch immer – ohne auch nur das Geringste darüber zu wissen. („Es kann nicht sein, was nicht sein darf“ ist nicht sonderlich gut mit der üblichen Wissenschaftstheorie zu vereinbaren, mal so am Rande bemerkt.)

    Aber wenn ein paar vereinzelte alte Männer Kinder zeugen, dann reicht Dir das, um aufzuschreien, man dürfe doch nicht generalisieren, daß mit dem Alter die Spermienqualität abnimmt.

    Sorry, aber wer soll Deine verquaste Argumentation denn noch ernst nehmen? Du hast Dich da in etwas verrannt, aber gewaltig.

  5. Suse schreibt

    So aber funktioniert Wissenschaft nun mal. Irrtümer und falsche Interpretationen können und MÜSSEN erkannt werden.
    Und so schreitet die Erkenntnis fort.

    Ich versteh nicht ganz: erwartest Du, daß Ergebnisse von Studien absolut fehlerfrei sein sollen? Wie soll das gehen?
    In einer Studie muß man in die Rohdaten gucken, denn jede Interpretation kann ideologisch oder anderweitig verfälscht sein.

    Und wenn ein Mann behauptet, daß er qua unfehlbarer Manneskraft immer „Kann“, dann kann Frau nur zwei Dinge tun: es akzeptieren und damit leben…
    oder eine Entscheidung treffen.
    Zwingen kann sie den Mann jedenfalls nicht…

    Es gibt halt für nix eine Garantie. Auch nicht fürs Kinderkriegen. so ist es einfach.

  6. Ute schreibt

    Aber bitte: Glaub halt weiterhin nur an die Statistiken, deren Ergebnisse Dir genehm sind. Aber bitte: Dann nicht wundern, warum Deine Beiträge als nervig empfunden werden (Zitat: „Warum ich nerve kann ich nicht verstehen.“)

  7. fassi schreibt

    @ andra
    1. wenn du Berichterstattern „solcher“ Studien nicht vertraust ( trotz der offenbar selbstlos guten Absicht, Infos zu vermitteln, in diesem Blog ) dann müsstest du die Zweifel/Kritik entweder selbst fachlich begründen, dich in Statistik einarbeiten oder jemanden finden, der das für dich tut.

    2. solche Dinge beschreiben u.a. Signifikanz, Ausreisser, Standardabweichungen .Signifikanz ist hier in einer normalen Zeitung erklärt trotzdem schwierig genug 😉

    http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/381fa3c2-7833-4967-8ded-182ff6d3cf55.aspx

    Andra ! Bist du dir denn genau klar, was dein reales Ziel ist und dass du dabei erreichbare Ziele nicht aus den Augen verlierst wenn du diese vermischt, denn nur dann macht Kämpfen Sinn. ?

    A: Kämpfen für den eignen Kiwu = z.B. hier medizin. Fach-Infos sammeln ( RTFM); Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten überlegen, alternative Wege, Ado, Pflege, Keimzellspende etc..konkret REALisierbar ? Partner, Gesetze, v. a. finanzielle Möglichkeiten /Grenzen für einen selbst.

    B: Kampf für „Gerechtigkeit“ f. Kiwupaare : Meinungsbild verändern,..durch Diskussionen,Medienkontakte, Unterschriften-Aktionen, eigenes Weblog, einige Betroffene schrieben Bücher hier sind aber Erfolge für den eignen Kiwu dabei vermutlich zu 99,99% unerreichbar.

    C: sinnloser Kampf für Erklärungen:
    eine vom Partner verlassen Frau sie grübelt jahrzehntelang immer wieder nach DER Erklärung , ist wütend /enttäuscht weil ER keine gab, auch nicht später.. ( ich vermute, der hatte einfach keine…)sie meinte, dann wäre es ihr einfacher gefallen – das mag sein, könnte aber ebenso egal sein – ob das Leid dann weniger stark gewesen wäre, ist unbeweisbar.
    So hat sie sich aber am Abschied / Verarbeiten gehindert – Grübeln ist eben etwas anderes, als Erforschen oder vernünftig Erklären, wenn es objektiv für einen selbst keinerlei Erklärungschancen gibt, ist der Kampf für solche Erklärungen ist tatsächlich sinnlos, leider !

  8. fassi schreibt

    …ergänzend zu Reabas Welt-Artikel-Link in #43

    das erwähnte Risiko f. eine Minderwuchs hervorrufende Genmutation sieht, bezieht sich vermutlich auf diese (zugegeben kleinen) Studie …
    wer mag, vergleiche dortige comments zum Thema ..

    http://science.orf.at/science/news/144759

  9. Suse schreibt

    guter Link, Statistik wirklich gut erklärt.
    Zu Korrelation hab ich noch ein schönes Beispiel:
    Der preis für Bezin korreliert mit meinem Alter hoch. Als ich jünger war, wars billiger, nun bin ich viel älter, und der Sprit ist auch viel teurer.

    Signifikanz heißt nur, ist der Unterschied echt oder nicht. Hab ich in meinem eigenen Berechnungen gehabt, im Text aufgrund der Graphik, die ich erstellte, schon geschrieben: der deutlich sichtbare Unterschied…
    wurde nicht signifikant. Ich mußte ändern in „der scheinbare unterschied“…

    Letztlich, liebe Andra, ist es doch so: mit Enttäuschungen muß man fertig werden. Ganz gleich, ob sich alles noch mal zum Guten wendet, jetzt erleben wir Enttäuschungen.
    (Mit Erfolgen zu leben ist ganz einfach).

    Und wenn klar ist, daß es am Partner liegt (müßte man erst mal diagnostizieren lassen), könnte man sich für eine Lösung entscheiden, wie Samenspende oder so.
    Tut man nix, bleibt es so, wie es ist.
    Auch das geht (ich mach das, wir haben uns bewußt gegen Eingriffe entschieden – aber das muß für andere gar nicht so sein). Dann muß man mit dem Ergebnis auch zurechtkommen.
    So ist das Leben.

  10. fassi schreibt

    @ suse: Walter Krämer ist nicht nur Statistik -Prof , sondern auch Autor d, “ Lexikon der populären Irrtümer“ (passend zum Thema oben) ; “ die Panikmacher“ (schönes Gegengift zum Apokalypse-Hype) sondern ist ganz unzufällig bei den Skeptikern ( gwup.org).

    Enttäuschungen ..damit fertig werden müssen. ? Ach ja .. wenn die Sache so einfach wäre, zu wissen welche Qualität die Enttäuschung nun hat, monatlich, lebenslang, endgültig ?

    Andra hat auch Recht; jemand mit eindeutiger Diagnose ( verschlossene Eileiter ) u. begrenztem Budget, weiss genau, dass es ohne KB nicht klappt, dass nach dem Xtern Versuch Schluss ist.

    Wem noch „theoretisch“ minimalste Restchance bleibt, z.B bei idiopathischer Sterilität + Alter etc.,der ist in d. Situation, 13 Mal/Jahr an die „theoret.“ fruchtbare Zeit zu denken – da ist die Natur aus menschlicher Sicht einfach gemein wenn sich der Mittelschmerz meldet „Haalloo !“ ..die ach so sanfte sinnstiftende Natur 😉
    ..ich kenne das nur zu gut selbst…im Extremfall kann man das sehr ernste, “ völlig natürliche“ Zyklus -Qual-Spielchen bis zur Menopause durchziehen..
    Manche Frauen verhüten dann sogar, um aus ihrem Resthoffnungs-Teufelskreis ´raus zu kommen.

    Eindeutige endgültige Diagnosen mag man vielleicht schneller, ob aber tatsächlich leichter (?), akzeptieren.
    Wenn der Hauptgrund bei verwehrten Behandlungschancen ( starre Altersgrenze vs individuelle Diagnostik, hohe Zuzahlung ) absurder Gesetzgebung liegt (oder angenommen wird), dann ist das sicher schwerer akzeptabel, als individuell medizin. klare Gründe, da auch m.E. diese Regelungen tatsächlich “ungerecht“ sind.
    Was allerdings nicht vergessen werden darf : Nach 3 IVF-Zyklen haben ca 50% der behandelten Paare leider auch nicht ihr Kind . ( Wischmann)

  11. fassi schreibt

    Bleibt die schwere Frage: ab wann erkenne, akzeptiere ich für mich selbst, wann ich aufgebe zu kämpfen , und das Irgendwie- Noch –Hoffen nicht mehr will – seeehr schwierig !

    Erkenntnis wider Willen aufzwängen ( ausser im Notfall) finde ich eher unakzeptabel
    1. gibt es ja tatsächlich diese einzelnen “Ausreisser“,.. wer auf den Lotto-Jackpot hoffen will .kann sich frei überlegen, welchen nicht nur materiellen sondern auch seelischen Einsatz er weggibt
    2. Zwang oder Holzhammermethoden erzeugen wohl eher zu Abwehr – helfen nicht..
    3. mein Knackpunkt war die eindeutige Statistik (vom doc) zu den extrem hohen altersbedingten Abortraten, welche die wenigen % SS-Chancen …extrem relativieren ..Leider !

    @ Andra ; ein anderes Promibeispiel: bei Nena und Madonna klappte es offenbar altersbedingt leider auch nicht mehr, trotz jüngerer Partner u. vorherigen SS

  12. fassi schreibt

    zwar off topic, aber ergänzend zu Altersabhängigkeit /Statistik.

    eine sehr anschauliche Grafik ( 1000 Behandlungs-Zyklen, 1994 – 96), welche

    SS-Raten (lavendelblau) und Geburtenraten (weinrot) im direkten Verhältnis zueinander und altersabhängig darstellt.

    http://www.ulb.ac.be/erasme/edu/FIV/images/graph1.gif

    Bildunterschrift: „Bei dieser Tabelle ist darauf hinzuweisen, dass die Aussichten auf eine Geburt schneller abnehmen als die Aussichten auf eine Schwangerschaft, denn das Risiko einer Fehlgeburt nimmt – wie in der Natur – ebenfalls mit dem Alter der Mutter zu .“

  13. Andra n.e schreibt

    Suse und Fassi, ihr seid lieb. Was ihr sagt ist auch O.K.
    Auf dem link von fassi#58 kann man dieslebe Art von Diskussion sehen (bzw. Meinungen).
    Wie gesagt wissenschaftliche Studien sind sehr widersprechend. Die Berichte und auch die Ausführung hängen auch von menschliche Faktoren ab: Finanzierung, qualität der Arbeit, Auswahl der Proben und Probanten und nichz zuletzt der Zweck der Studie. Wenn z.B jemand eine Studie/ein Bericht fordert um etwas zu verhindern, dann kommen plötzlich viel mehr negative Fakten hervor.
    Ich habe auch im Statistikbereich gearbeitet, aber wirtschaftliche Statistiken, also ist mir so manches bekannt. Und die Art auf der man Berichte erfasst und Ergebnisse erklärt ist auch wichtig. Einfach Zahlen und Diagrammen zu geben ohne Erklärung (wie da oben) ist zu mindest in der Medizin nicht normal.
    Das Problem ist auch dass der Doc nur Teile übernimmt un den Rest selbst schreibt, also kommt auch eine Subjektivität dazu. Ich las den Blog gerade noch ein Mal.
    Ich sagte und sage nicht dass die Studie nicht Recht hat, nur fehlt es an Erklärungen und dass mindert die Objektivität.

  14. Andra n.e schreibt

    Und es geht mir nicht nur um natürliche SS bei ältere Personen. Wie auch immer, es gibt viele von denen die Kinder bekommen haben und zwar gesunde. Und es gibt keine Behinderungen/Krankheiten die aussschließlich mit einem Alter erscheinen, darum ist es so schwer zu beurteilen. Es gibt sie auch bei junge Menschen. Ausschliessen würde ich nur diejenige die Spenderzellen benützt haben.
    Die Lösung wurde auch schon erfunden: PID oder Fruchtwasseruntersuchung (und andere SS-Tests).
    Wir reden auch über zwei verschiedene Sachen hier: überhaupt SS und kranke/behinderte Kinder. Dazu würde ich auch rechnen die Fälle wo man es auch nicht mehr kann (also Sex) in einem Alter.
    Ich kenne (auch im persönlichen Umfeld) Frauen die meinten sie hätten die Wechseljahre und nicht mehr verhüteten, mitte 40, und schwups wurde die Frau SS (gesunder Junge).

  15. Andra n.e schreibt

    Gemäss solcher Studien, wie sollte man sich verhalten ab einem Alter eigentlich?
    1. Verhütung? Ja oder nein?
    2. Kiwu abschliessen?
    3. Abstinenz in jedem Sinne (zu alt für etwas neues)
    4. Keine jungere Partnern aussuchen (die haben den Recht noch Kinder zu wünschen, oder?)
    5. Angst vor dem Salzklumpen über dem Kopf?“Oh je, was wenn?“
    Die VIP’s, da wir darüber redeten haben Geld, Name also auch Möglichkeiten bis zum Tod ein Kind zu bekommen (natürlich, KB, Adoption).
    Und überhaupt ist KB erfunden worden um bei ungewollte Kindlos. zu helfen. Unfruchtbarkeit ist meistens Folge eines Störungs/Krankheits. Was ausschließlich wegen Alter ist, ist nicht so klar. Kann ein Arzt einem sagen: Was Sie haben ist nur und nur wegen dem Alter? Genetik, pers.Tendenzen usw. spielen auch eine Rolle.Ja, veieles wird praktisch (weil noch nicht erklärbar) dem Alter zugewiesen.

  16. Andra n.e schreibt

    Wollte euch auch noch antworten, da ihr auch mir Ratschläge gibt (danke dafür).
    Bei uns ging es um Geld, ob es dann geklappt hätte oder nicht kann/werde ich nie wissen (ob durch KB, Samenspende, Adoption usw.).
    Und ja, fassi hat Recht mit Enttäuschungen und so, man kann sich von vieles erholen, heilen, anderswie versuchen zum Ziel zu kommen: neues Parner, neues Job usw. Aber bei Kiwu kann man nichts tun und man wird jeden Tag mit der Sache konfrontiert wenn man Kinder sieht um sich, Nachrichten von andere die es geschafft haben (Geld da!). Die Wunde wird ständig gereizt und es heilt nie.
    Was für eine Therapie könnte helfen? Was könnte man tun?
    Mental habe ich schon die Tür geschlossen, aber seelisch nicht. Und es gibt so viele (auch in der media berichtet) Kinder die Eltern brauchen, nur die (so wie wir) haben Grenzen zu ihnen.
    Was spricht für Altersgrenzen bei Adoption?
    Manche haben noch den Glück Kinder in der Familie zu haben, oder Patenkinder. Viele aber auch nicht. Es gibt auch viele die es ohne Kinder schaffen, weil ihren Instinkt und Wunsch nie gab oder nie zu groß war.
    Und ja Fassi, die Ziele hatte/habe ich immer klar vor die Augen, ganz normale Ziele eigentlich(Arbeit, Familie, Gesundheit, Ruhe). Und was hilft’s wenn praktisch unerreichbar?

  17. fassi schreibt

    @ andra, bezüglich Behinderungen/ Krankheiten gibt es sicher viele Gegenbeispiele, ausserdem wäre es wissenschaftlich falsch, daraus abzuleiten , dass es da eine Art alles relativierendes Naturprinzip gäbe.
    das Altern an sich ist leider eine Art Prinzip.

    Sehr unangemessen finde ich allerdings deine Behauptung :
    “ einfach ..geben“
    Es ist es doch oft eine fast wortwörtliche Übersetzung des O-tons des engl. Originalabstracts ( Zusammenfassung)
    Subjektive dabei ist allenfalls dies Infos für Forum /Blog ( sehr netterweise !!) in Laien-verständlicher Sprache für jedermann „kapierbar“ aufzubereiten !
    Abstracts sind ganz klar zulässig, in der Wissenschafts-community völlig normal .
    Zudem steht es dir frei, die vom Doc erwähnte wissenschaftliche Quellenangabe ( die immer dabei steht) zu überprüfen und die Komplette Untersuchung selbst zu bewerten.

    Bezüglich Subjektivität und Plausibilität ? Wo ist eigentlich dein Beweis, dass es so “ viele“ gibt ?

    Selbst wenn der (unser) lieber Doc auf seiner Seite „den Rest“ schreibt wäre selbst das nicht automatisch nur subjektiv, sondern VIEL eher eine kostenlose fachliche möglichst objektive Info eines Fach-Experten, dem man vertrauen darf – aber nicht muss ..!!

    Was möchtest Du, soll hier wg. deiner „Argumente“ jemand etwa zugeben alles sei völlig relativ und subjektiv 😉 🙂 ??

  18. E. Breitbach schreibt

    Das Problem ist auch dass der Doc nur Teile übernimmt und den Rest selbst schreibt, also kommt auch eine Subjektivität dazu.

    habe ich schon erzählt? Ich habe kürzlich auf der Autobahn einen Brezelkäfer gesehen.

    Mehr dazu hier

  19. fassi schreibt

    @ andra

    unsere Beiträge haben sich zeitlich überkreuzt:

    deine Frage in # 66 : “ Was für eine Therapie könnte helfen? Was könnte man tun?“ versuche ich zu beantworten..

    es gibt hier z.B ein geschütztes Abschiedsforum

    manchen helfen Texte ( Internet) oder Bücher, wie sie hier Dr. Wischmann gibt.

    er weist dort auch speziell geschulte psycholog. Berater (BKID) hin. Allerdings kann ich nicht sagen, wann die KK welche Kurztherapie übernimmt, grundsätzlich geht das aber. ( evtl. im Abschiedforum fragen)

    Infosammlung hier : http://www.socialnet.de/rezensionen/1639.php

    ein neues Abschiedsbuch: „Iris Enchelmaier: Abschied vom Kinderwunsch. Ein Ratgeber für Frauen, die ungewollt kinderlos geblieben sind“ wird hier von der Expertin Petra Thorn rezensiert.
    http://www.socialnet.de/rezensionen/1639.php

    manchmal geben bieten Frauen ihre Kiwu/Abschieds-Bücher auch günstig ab ( Evtl mal im Forum nachfragen ..)

    sich mit Abschied auseinanderzusetzen verpflichtet dich ja zu nichts sondern ist nur ein Aspekt .. welchen Weg du dann auch immer innerlich frei wählst.

  20. Ute schreibt

    „Was möchtest Du, soll hier wg. deiner “Argumente” jemand etwa zugeben alles sei völlig relativ und subjektiv 😉 🙂 ??“

    Das habe ich mich auch schon gefragt. Nehmen wir mal an, alle Mediziner würden diese Maxime beherzigen. Doc, dann schlage ich vor, Sie geben ihren Beruf auf. Selbst die meistversprechende Behandlungsmethode ist ja bei einigen (pardon: vielen!?) Paaren unwirksam, selbst bei der schlimmsten Diagnose gibt es ja immer wieder einige (pardon: viele!?) Spontanheilungen.

    So herum wird auch ein Schuh daraus. Nur ja nicht generalisieren! Was 2.000.000 Patienten geholfen hat, kann beim 2.000.001. ja ganz wirkungslos sein…

    Also lassen Sie es am besten ganz. *g* Werden Sie stattdessen Statistiker. 😛

  21. Ute schreibt

    @Andra: Ganz ehrlich, es tut mir leid, daß Ihr – warum auch immer – kein Kind habt, obwohl Ihr Euch eins gewünscht habt.

    Aber das Blog hier ist definitiv die falsche Plattform, um immer wieder gegen all die Ungerechtigkeiten – echte und/oder vermeintliche – aufzubegehren.

    Das ist am Thema vorbei.
    Das ist hier nicht das richtige Publikum.
    Das gehört in ein „Seelenstreichelforum“, nicht in die hiesige Kommentarfunktion.

    Denn hier – sorry – hängt es einem einfach irgendwann gewaltig zum Hals heraus, wenn immer wieder Deine ganz persönliche Problematik zum Hauptgegenstand der Diskussion gemacht wird, egal, um was es ursprünglich ging, egal, ob es gerade paßt, egal, ob überhaupt nachvollziehbar oder nicht.

  22. Ute schreibt

    PS: Kennt jemand die Tagebücher des „Adrian Mole“? Stichwort: „Norwegian Leather Industry“. 😉

  23. fassi schreibt

    @ Ute bis grad´eben noch nicht…( ..meistgelesene engl. Autorin ..ich geb´s zu )

    du meinst das aktuelle Buch ( dieser Tagebücher-Serie):

    „Adrian Mole und die Achse des Bösen“

    .. beginnt mit einem Brief, den Adrian an Blair schreibt, Adrian „traf“ Blair im britischen Unterhaus bei der Rezeption besagten Industrieverbands …um ?
    siehe Kurzbeschreibung bei amazon.de

  24. Ute schreibt

    So isses, Fassi. *g* Adrian Mole hat im Alter von ca. 13 Jahren („Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre“) ausnahmsweise mal eine einzige gute Note für einen Aufsatz über die norwegische Lederindustrie bekommen. Seitdem zieht er dieses Thema zu jeder passenden und vor allem auch zu jeder unpassenden Gelegenheit an den Haaren herbei. Selbst 21 Jahre später noch… *g*

  25. Suse schreibt

    Eh! Ich kenn den Adrian, also das Buch!
    Ich las es völlg unvoreingenommen (schon paar jahre her, habs meinem damals 13jährigen geschenkt- der wird demnächst 19… so rennt die Zeit, seufz…) und fand es einfach KLASSE.

    Was die Enttäuschungen betrifft, mit denen man leben lernen muß, so bin ich der Überzeugung (nicht wissenschaftlich), daß man sich irgendwann entscheiden muß (sonst klebt es einem ewiglich an)

    Mein Sohn war dieser Tage zu Besuch. Wir gingen mit den Hunden raus. Es fuhr ein Käfer vorbei (icke – ossi – hab keine Ahnung von alten West-Marken). Ich sagte spontan „Brezelkäfer“.
    Sagte mein Sohn: „Neee! DAS ist das Vorgängermodell!“

    Kann schon sein…
    Bei mir ist noch alles offen. Und ich mach mich nicht heiß, sondern nehms einfach wie es ist. Und sobald ich Abschluß+bezahlten Job habe, werde ich mich Richtung Ado aufmachen. Für mich muß Kind nicht genetisch von mir sein….
    ist logischerweise meine Entscheidung, jeder trifft seine eigenen.

  26. fassi schreibt

    @ Andra: zu # 25

    „Wie ist es dann nun? Neu und immer schlimmer sind die Spermien bei ältere Männer? Auf Google steht’s nicht.“

    Doch – hier 2 wissenschaftl., jedoch ältere Veröffentlichungen v. 2004 (obige Studie v. April 2007 )

    1. “ Ändert sich die männliche Fertilität durch den Alterungsprozeß?“ ( Volltext frei)
    http://www.kup.at/journals/summary/4411.html

    2. “ Veränderungen der männlichen Fertilität im Alter“ (nur Zusammenfassung )
    http://www.springerlink.com/content/56fch0bpmt3dtb9p/?p=088eaae23b4a424c8e7a35199d11b6da&pi=0

  27. Andra n.e schreibt

    Also ich habe hier nur mit eine Frage aus dem Blog angefangen die ich nie verstanden hatte (meiner Meinung nach nicht beantwortet wurde), nämlich über Charlie Chaplin u.ä. Dann fing die Philosophisierung an und wie ich persònlich rein gestellt wurde, weiß ich gar nicht. Ich versuche auch seit ein paar Tagen hier zu schließen, aber die Diskussion wurde interessant.
    Es geht hier gar nicht um mich und ich möchte auch nicht dass ich und meine Probleme ständig in der Diskussion erscheinen. Ich mag meine blöde Meinungen haben, aber sonst nichts schlimmes.
    Und es geht auch nicht um Doc und Ärzte in dem Sinne.
    Es tut mir Leid um alle Missverständnisse.
    Und wegen Brezelkäfer: alte Sachen sind/waren sehr gut und funktioneren lange,auch wenn unmodern. Sie waren einfach solide gebaut. Ich sah vor kurzem auf der Strasse ein Auto Marke? (wie Elvis Presley eins hatte), ganz alt, Rad rechts. Oldie, aber fuhr noch und war…cool (der junge Fahrer aber nicht so…)

  28. fassi schreibt

    @ andra nun hab ich grad noch ´nen besonders interessanen link gefunden, mit einer sehr interessanten Grafik:
    Einfluss des väterlichen Alters auf IVF-Ergebnisse nach Eizellspende:

    hier auf Seite 3:

    http://www.uro-news-online.de/archiv/2003/01/un0301_36.pdf

    google Begriffe waren : männlich ( oder Mann) Fertilität Alter

  29. fassi schreibt

    Andra ich finde nicht, dass Du wa Schlimmes hast sondern, dass Du hier sehr skeptisch diese Studie hinterfragt hast, wie der Doc mit den Infos umgeht und hast dann schon ein wenig grundsätzlich gezweifelt und relativiert, an den Methoden etc..

    die sonstigen off-topic-Sachen in Bezug auf deine Dinge ( an denen ich zugegeben auch selbst in guter Absicht beteiligt war) sind nun genügend besprochen, finde ich auch.

    Heute sah`ich im stern etwas scheinbar Brezelkäferähnliches aber jedoch nur in der Fotovorschau 😉 es folgte Luxus pur ..ein Einzelstück

    ein mir bis dato völlig unbekannter ISDERA AUTOBAHNKURIER 116I
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,479031,00.html

  30. Alter des Mannes spielt bei IVF auch eine Rolle

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