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Auf der Tagung der nordamerikanischen Reproduktionsmediner in Montreal (ASRM) beschäftigten sich einige Beiträge mit dem Einfluss des männlichen Lebensstils auf die Spermienqualität. Herausgearbeitet wurden dabei folgende wesentliche Faktoren:
Anabolika
Insbesondere in den USA ist der regelmäßige Besuch von Fitnessstudios sehr beliebt und hierbei werden nicht nur Gewichte gestemmt. Um schnell ein “Sixpack” zu bekommen oder Oberarme so dick wie üblicherweise nur Oberschenkel werden gerne Anabolika eingenommen. Dieser Missbrauch erfolgt oft über Jahre und führen nicht selten zu einer vollständigen Azoospermie
Dies scheint an amerikanischen Fertilitätskliniken ein häufiges Problem zu sein. Forscher der Yale Universität und der Universität von Connecticut stellten auf einer Tagung in Montreal die Befunde von 15 Patienten vor, die über einen längeren Zeitraum Anabolika genommen hatten. Von diesen wiesen 11 auffällige Hormonbefunde auf: Die Eigenproduktion des Testosterons war niedrig und ebenso die Werte für LH und FSH, den Hormonen, welche von der Hirnanhangsdrüse gebildet werden, um die Testosteron und Spermienproduktion anzukurbeln. Von diesen 11 widerum hatten 9 keine Spermien im Ejakulat (Azoospermie), die anderen hatten eine deutlich verminderte Spermienkonzentration. Nach dem Absetzen der Anabolika kam es bei sieben der neun Patienten mit Azoospermie zu einer erneuten Produktion von Spermien. Bei 5 Patienten musste hier mit Medikamenten nachgeholfen werden.
Übergewicht
In diesem Blog wurde ja bereits über eine Studie berichtet, welche nachweisen konnte, dass Übergewicht die Spermienqualität verschlechtern kann. Eine US-Studie zeigt, dass die Hormonwerte bei Übergewicht um 24 Prozent und bei krankhafter Fettsucht um 26 Prozent niedriger waren als bei Normalgewichtigen. Dies schlug sich auf häufiger in der Spermienqualität nieder.
Rauchen
Neben Anabolika und Übergewicht kann auch jahrelanges Rauchen die Fruchtbarkeit herabsetzen, wie auch hier bereits berichtet. Obwohl die normale Spermienkonzentrationen haben, gelingt es diesen nach Erkenntnissen von Forschern der Universität Buffalo oftmals nicht, in die Eizellen einzudringen. Für die Raucher bedeutet dies, dass die Befruchtungsfähigkeit der Spermien, die auch eine normale Qualität im Spermiogramm haben können, auf 25 Prozent des Normalwertes abgefallen ist. Wie schnell sich die Zeugungsfähigkeit nach dem Verzicht auf Zigaretten erholt, wurde nicht untersucht.
Gleitgel
Manchmal ist die männliche Unfruchtbarkeit aber auch Folge einer Empfehlung der Mediziner. Den weiblichen Patienten wird nämlich häufig zu Gleitmitteln (Lubrikanzien) geraten. Eine in Montreal vorgestellte randomisierte kontrollierte Studie kam zu dem Ergebnis, dass fast alle dieser Mittel die Motilität der Spermien herabsetzen. Einige schädigen sogar das Erbgut der Spermien. Pre-Seed® schnitt in diesem Test, bei dem die Spermien mit dem Gleitgel im Inkubationsmedium unter kontrollierten Bedingungen in Kontakt traten, am besten ab.
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