Einfluss des Alters von Mann und Frau auf die Schwangerschaftsrate

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Dass das Alter der Frau einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft im Rahmen einer künstlichen Befruchtung hat, ist bekannt und vielfältig belegt. Der Einfluss des männlichen Alters ist jedoch unklar, wie auch bereits in einem Artikel des letzten Jahres gezeigt werden konnte/musste. Dazu habe ich jetzt zufällig eine Graphik in einem Jahresbericht des Deutschen IVF-Registers gefunden.

Es handelt sich dabei um eine dreidimensionale Graphik, die den Einfluss des weiblichen Alters in typischem Kurvenverlauf darstellt. Das Alter des Mannes wird auf einer weiteren Achse gezeigt und man findet dort bis zum 60. Lebensjahr praktisch keinen nennenswerten Abfall der Schwangerschafstraten, was bestätigt, dass die männliche Fruchtbarkeit wesentlich weniger altersabhängig ist als die weibliche.


Jedoch muss darauf hingewiesen werden, dass die Schwangerschaftsrate nicht gleichzusetzen ist mit der Zahl der lebend geborenen Kinder, denn offenbar scheint mit zunehmendem männlichen Alter der Anteil an Fehlgeburten anzusteigen.


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Kommentar

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21 Kommentare

  1. Ich schreibt

    Doc, bitte, bitte, lassen Sie dieses Thema sein.
    Es tut vielen wirklich Weh. So viele Frauen, immer mehr, kriegen Kinder jenseits 40,50,60 egal wie, Zwillis, Mehrlis, in der ganzen Welt und andere müßen nur dieses ständiges No-no sehen und hören.
    Wenn man Geld hat ist alles möglich, egal was die Theorien sagen.

  2. Doing schreibt

    Mein Mann hat mit 65 Jahren ein gesundes Mädchen gezeugt, auf natürlichem Wege und die Schwangerschaft kam sehr rasch und war absolut traumhaft.

    Kurz darauf folgten drei weitere, ebenfalls schnell und spontan entstandene Schwangerschaften die jeweils in einer FG endeten in der 10. SSW.

    Ist für mich selbst sehr schwierig, da ich nicht weiss ob es an meinem Mann liegt, war er doch beim 1. Kind auch schon weit über 60. Sollte sich in 12 Monaten seine Fähigkeit lebende Kinder zu zeugen so verändert haben? Keiner kanns uns sagen und angeblich gibts auch keine Untersuchungsmethoden um das zu definieren, so dass wir wüssten dass wir keine weiteren Schwangerschaften mehr in Kauf nehmen möchten.

  3. Ich schreibt

    @ Doing – du sagst dein Alter nicht asl du die SS hattest.
    Aber…auch viele junge Frauen haben FG und oft mehrere, ohne das man den Grund dafür kennt.
    Habt ihr genetische Untersuchung gemacht?

    Die Nachrichten in der letzten Zeit führen mich zur anderen Seite der Geschichte und darum frage ich Doc:
    Ab wann ist man den fähig Kinder zu erzeugen?
    Für Mädchen ist es theoretisch ab sie die mens kriegen, ob nun mit 9,10 oder 15 Jahre. Aber ist nur das wichtig? Ist ein Körper mit 10 schon fähig zeugungsfähige Eizellen und die Menge Hormone usw. zu produzieren um ein Kind zu erzeugen, halten und gebären?

    Und was ist bei Junge? Kann ein Junge mit 13 verdächtigt sein Kinder zu erzeugen (Fall im UK)?

    Irgendwann werden in diesem Rhytmus Kinder mit 5 Jahre Kinder erzeugen und gebären.
    Wo ist denn die Grenze? Wann ist der Körper reif und fähig dazu?

  4. Elmar Breitbach schreibt

    Noch jemand, der möchte, dass ich irgendwelche Themen in diesem Blog ignoriere?

    Mir würden da spontan noch Mehrlinge, Fehlbildungen von Kindern, low responder, genetische Erkrankungen, religiöse und politische Ansichten einfallen.

    Vielleicht machen wir einfach eine Liste der Themen, die man hier ignorieren sollte.

    So als kleine solidarische Aktion zur Selbstzensur. Ich bin da für Vorschläge offen.

  5. Mariella schreibt

    Also ich denke mal, medizinische Statistiken müssen einfach wahr sein. Statistisch gesehen hat jeder Mensch einen Eierstock – es ist wieder und wieder berechnet worden, also muß das stimmen! :-))

  6. Elmar Breitbach schreibt

    ok, dann auch keine Statistiken mehr. Sonst noch Vorschläge?

  7. Mariella schreibt

    Gut, wenn wir hier schon bei rein rhetorischer Fragerei sind: Wie lange müssen wir uns diesen Altersquark noch anhören? In den 70ern lautete die ärztliche Erkenntnis dahingehend, daß Frauen über 25 „nur noch“ Risikoschwangerschaften seien, weil sie „viel zu alt“ wären …
    *augenroll*

  8. Schweden schreibt

    Lieber Doc,

    ich bin für diese Statistiken immer froh…ganz ehrlich und wer sie nicht lesen mag, der kann, wie im Wuki den Artikel doch einfach nicht lesen. Für mich könne die News so bleiben wie sie sind.

    LG
    Schweden

  9. remis schreibt

    Mönsch, so viele negative Bewertungen – irgendwer ist hier echt humorbefreit.
    Achja, Doc, es sollte auch ganz dringend darauf verzichtet werden auf andere Medien zu verlinken, denn die Kommentare der ganzen Normalreproduzierer da ziehen einen doch ganz massiv runter. Es muss unnötig Adrenalin ausgeschüttet werden, was dann nicht gut für’s Herz ist und die Lebenserwartung der LeserInnen (ich hasse das Binnen-I übrigens wie die Pest) hier massiv herabsetzt. Könnten sie dazu evt. mal eine schicke Statistik erstellen, so ein schönes buntes 3D-Bildchen noch in Abhängigkeit von der Mondphase? – Ach nee, gehlt ja nicht, das ist ja auch unerwünscht.

    ROTFLBT

  10. Mariella schreibt

    Mhm, Sie wollen damit sicher sagen , die Katholische Kirche revidiert immerhin ihre Methoden … Gut. Nehmen wir mal ein anderes berühmtes Beispiel, gut dokumentiert, so daß wir sagen können, auch die Nachbarschaft hat diese Geburten nicht als Sensation betrachtet:
    Anna Carolina van Gogh, die Mutter des berühmten Malers, bekam ihr erstes Kind mit 33 Jahren. Es wurde tot geboren. Mit 34 Jahren gebar sie Vincent van Gogh, mit 38 Jahren Theo van Gogh, mit 40, 43 und 48 Jahren drei weitere gesunde Kinder, die ein beträchtliches Alter erreicht haben. Eine medizinische Sensation? Keinerlei diesbezüglich ärztliche Stellungnahmen sind überliefert, im Gegenteil. Im Jahr 2008 hingegen sagt ein medizinischer Kollege: Ich habe es in 30 Jahren Kinderwunschbehandlung nicht erlebt, daß eine Frau über 45 auf natürlichem Wege ein Kind zur Welt gebracht hat.
    Das spricht imho für sich.

  11. reaba schreibt

    ..frau van goch ist doch einfach zu erklären: zu der zeit gabs weder verhütung noch internet am wochenende…das haben die leute zur belustigung und als freizeitbeschäftigung eben auch mehr..du weißt was ich sagen will ;-)…im forum gibts da ein prima smily für *sex*

    lieber doc: alles so lassen wie es ist…bitte weitermachen, also unbedingt…wer die wahrheit aus was für gründen auch immer nicht verträgt, dem hilft auch kein repro-doc mehr, in hartnäckigen einzelfällen nicht mal dr. wischmann 😀

    natürlich haben statistiken schwachstellen, geschichten über schwangerschaften jenseits der 45 bei frisör kolportiert oder in der dortigen lesezirkel(-fach-)literatur nachzulesen aber auch.

    wieder mal zeit für ein sehr nett gemeintes virtuelles „ooohmmmmmmmmmmmmmmmmm“ 😉

  12. tuerki77 schreibt

    Hier ists ja lustig. *g*

  13. Elmar Breitbach schreibt

    Nein,

    1. selbst die katholische Kirche erkennt Tatsachen an, die unumstößlich belegbar sind, auch wenn´s ein bißchen dauert

    2. Ist es durchaus möglich, dass unsere heutigen Erkenntnisse in 50 Jahren nichts mehr wert sind.

    3. Ist es jedoch keine sinnvolle Konsequenz, erst einmal 50 Jahre zu warten, bevor man Therapien auf ihre Wirksamkeit überprüft.

    4. Sind Statistiken immer ungerecht gegenüber dem Einzelfall. Jedoch kann nicht der Einzelfall Leitlinie für die Aufklärung der Patienten sein. Wäre sie es, dann würde ich der 45jährigen Frau in meiner Sprechstunde von der Familie van Gogh erzählen und Hoffnungen wecken, die nicht gerechtfertigt sind.

    Beispiel: Natürlich erfreut sich Johannes Hesters einer leidlich guten Gesundheit, obwohl er fast hundert Jahre geraucht hat. Daraus abzuleiten, dass Rauchen gesund ist, wäre ebenfalls eine aus diesem Einzelfall abgeleitete falsche Schlussfolgerung.

    5. Habe ich mir die obige Graphik nicht selbst gebastelt, sondern diese Statistik beruht auf den Ergebnissen vieler tausend IVF-Behandlungen.

    6. Habe ich in der Tat bereits viele über 40jährige erfolgreich behandelt, aber ebenfalls noch keine Schwangerschaft nach künstlicher Befruchtung bei über 45jährigen beobachten können oder dazu beitragen, dass eine solche zustandekommt

    7. Ist es abschließend auch ein Unterschied, ob jemand bereits mit 33 Jahren ein erstes Kind bekommen hat, oder mit 45 sein erstes bekommen möchte.

    8. Ist es jedem überlassen, die obige Statistik als „Altersquark“ abzutun.

  14. Doing schreibt

    Bei meiner ersten SS war ich 33 Jahre alt. Also auch nicht mehr ganz frisch sozusagen auch wenn mein Mann mich natürlich noch um einiges übertrifft im Alter.

    Bei den folgenden SS war ich 33 und 34 Jahre alt, also nicht wirklich älter.

    Genetik bringt nix, in unserer Family gibts nix derartiges und alleine die Statistischen Werte aufgrund Alter + Blut? Naja, ich hab ein Labor bei Doc Reichel machen lassen, glaub aber net dass da was bei raus kommt.

    Mein Mann fühlt sich natürlich miserabel weil ein Frauenarzt ihm direkt sagte dass es wohl wegen ihm sei.

    Ja so ein käse, als ich die 3. FG etz hinter mir hatte dachte ich echt: hey wo kommt meine Tochter her, die kann ja gar net von meinem Mann sein. Unsensibles Ärztepack, sorry. Manchmal schon.
    Aber sie ist von meinem Mann, weil sie 100% gleich aussieht *g*

    Also, die Hoffnung stirbt zuletzt.

  15. Krümel schreibt

    Bin der gleichen Meinung wie Schweden, denn es ist nunmal ein Wunschkinderblog, da gibt es Freud und Leid.

  16. 0melli0 schreibt

    …daß nicht alles schwarz-weiß zu sehen ist, zeigt uns doch das bunte Leben, oder?

  17. remis schreibt

    NIEMAND ist _gezwungen_ hier irgendetwas zu lesen. ICH auch nicht.

    Man, man, es fällt mir manchmal echt verdammt schwer zu akzeptieren, daß demokratische Grundsätze in unserem Staat auch für Menschen gelten, die diese selbst mit Füßen treten. Aber auch das ist ein sehr hohes und schützenswertes Gut – vor allem da es auch zu allgemeinen Belustigung beiträgt.

  18. Nika schreibt

    Ich verstehe das Gezeter gar nicht. ?
    Ich finde es informativ und interessant. Das ist halt der aktuelle Wissensstand, natürlich kann das in ein paar Jahren überholt sein, aber will ich es deshalb nicht wissen? Und das das Alter eine Rolle spielt, mit Verlaub, aber das nicht zu glauben halte ich für fatal.

  19. Ophilia schreibt

    Lieber Doc,

    ich mag ihre Artikel und ihren Schreibstil. Sind sind auf den Punkt gebracht und Informativ, was ich sehr schätze.

    Also bitte halten sie sich nicht zurück.

    auch weiterhin ihre Artikel lesend viele Grüße Ophilia

  20. tintenklecks schreibt

    Würden Sie auf das Zitieren aktueller Studienergebnisse verzichten, würde mir persönlich einiges fehlen, zumal Sie auf die Güte der Untersuchungen hinweisen, wie auch auf entgegengesetzte Ergebnisse. Ich bin dankbar für eine Aufklärung ohne rosarote Brille! Wo soll ich die auch sonst bekommen?

    Ich habe hier schon mehrfach von Forschungsergebnissen gelesen, die zu mehr Optimismus Anlass boten. Auf die will hier bestimmt niemand verzichten, was?! 🙂