Folsäure, Zink und Vitamine sind gut für das Erbgut der Spermien

11

Vitamine können die Spermienqualität verbessern. Das ist keine ganz neue Erkenntnis. Was man sinnvollerweise für bessere Spermien tun kann, haben wir schon vor Jahren hier zusammengefasst. Auch die Folsäure war dabei bereits im Gespräch.

Nun möchte ich niemanden damit langweilen, die umfangreiche Sammlung von Studien zu diesem Thema zu zitieren. Denn was genau bestimmte Nahrungsergänzungmittel nun bewirken und was nicht, ist auch Gegenstand zahlreicher mehr oder weniger wissenschaftlicher Diskussionen. Während sich früher das Hauptaugenmerk auf die unter dem Mikroskop erkennbaren Eigenschaften der Spermien richtete, ist es in den letzten Jahren vor allem das Erbgut der Spermien. DNA-Fragmentation ist hierzu das Stichwort, also wie unbeschädigt die Erbgutstränge sind.

So soll’s sein: Flotte Schwimmer
Kürzlich erschien dazu auch eine interessante Studie, nicht nur Chromosomenbrüche untersuchte, sondern die Zahl der an die Kinder weitergegebenen Mutationen, die bei Kindern älterer Väter deutlich erhöht sind.

was kann man dagegen tun?

Gerade diese älteren Väter scheinen von einer verbesserten Versorgung mit Vitaminen zu profitieren, zitiert die FR heute eine Studie. Männer, die Vitamin C und E sowie Zink und Folsäure einnahmen, hatten zumindest weniger Erbgutschädigungen in ihren Spermien. Bei der Untersuchung von Männern im Alter von 22 bis 88 zeigte sich dieser Effekt besonders ausgeprägt bei den Probanden, die älter als 44 Jahre alt waren.

Entscheidend ist es jedoch, dass zumindest hinsichtlich der Vitamine C/E darauf hingewiesen wurde, dass man lediglich die von Ernährungswissenschaftlern empfohlene Mindestdosis benötigt, die auch über die Nahrung aufgenommen werden kann. Bei Folsäure und Zink liegt der Sachverhalt etwas anders. Hier kann eine zusätzliche Ergänzung durch entsprechende Präparate ratsam sein.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass im letzten Monat fast jedes Blättchen über die Vorzüge von Walnüssen hinsichtlich der Spermienqualität zu berichten wusste. Wegen Omega-Fettsäuren und so. Weißt schon.



Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

11 Kommentare

  1. gruenegurke schreibt

    Titel vergessen?

  2. gruenegurke schreibt

    Wir sind halt alle nur Menschen.

  3. Jasha schreibt

    Gibt es gesicherte neue Erkenntnisse, dass die DNA-Fragmentation der Spermien doch eine Auswirkung hat?

    Bei meinem Mann wurde ein DNA-Fragmentationsindex von knapp 60% festgestellt, also jenseits von Gut und Böse. Mein behandelnder Kinderwunscharzt gibt auf den Wert jedoch gar nichts. Laut ihm sind die Untersuchungen auf die DNA-Fragmentation eher Geldmacherei und das Ergebnis wäre reiner Zufall. Laut einer Meta-Analyse wäre auch kein Einfluss des DNA-Fragmentationsindex auf das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung nachweisbar gewesen. Relativ kurz nachdem wir von dem hohen Wert bei meinem Mann erfahren hatten wurde ich übrigens spontan schwanger (leider Fehlgeburt wegen Trisomie beim Kind), was ja eigentlich eher die Meinung unseres Kinderwunscharztes bestätigen würde. Verunsichert sind wir natürlich trotzdem und mich würde die Einschätzung eines anderen Kinderwunschexperten wie Ihnen interessieren.

  4. Elmar Breitbach schreibt

    Es gibt Untersuchungen, die einen Zusammenhang mit der Befruchtungsfähigkeit der Spermien zeigen. Ich kann IHrem Arzt jedoch nur zustimmen: Überzeugend ist die Datenlage diesbezüglich sicherlich nicht. Vor allem gibt es absolut keine Cut-Off-werte des DFI, die man klinisch gebrauchen könnte. Also kann man diese Untersuchung gegenwärtig außerhalt von Studien auch gut bleiben lassen.

  5. Jasha schreibt

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

  6. Mariesche schreibt

    Damals in der Kiwuzeit….da haben wir fleißig alles geschluckt. ER und ICH. Was dabei genetisch herausgekommen ist, erleben wir nun zu unserem großen Glück jeden Tag. Ich warte nur noch auf den Tipp, wie ich da ein bissi vorsortieren kann ;-), genetisch versteht sich, denn es würde meinen Alltag enorm erlichtern ;-).

    Nein, Spaß beiseite. Sicherlich ist das ein wichtiger Hinweis für alle mit Kiwu, die unter Einschränkungen in diesen Bereichen leiden!

  7. Elmar Breitbach schreibt

    “Erlichtern” ist ein sehr schönes Wort in diesem Zusammenhang. Auch wenn es vielleicht unbeabsichtigt war 😉

  8. clydesbonnie schreibt

    Falls jemand mehr zum Thema “Empfängnisfördernde Nährstoffe” wissen möchte (Frau wie Mann) .. ich hatte mich vor langer Zeit mal damit befasst und einiges in einem Thread zusammen getragen:

    http://www.wunschkinder.net/forum/read.php?3,5869625

    Ich hoffe, es ist ok, wenn ich das verlinke. Ansonsten bitte löschen.

  9. blattgeld schreibt

    sehr interessantes Thema, insbesondere der Unterschied von älteren zu jüngeren Männern bezüglich der S.Qualität war mir bisher nicht bekannt.

  10. Mythen und Fakten: Was kann man für bessere Spermien tun?

    […] Vitamine zu nennen. Die antioxidativ wirkenden Vitamine C und E sollen sich in hochdosierter Form positiv auf die Fruchtbarkeit des Mannes des Mannes auswirken. Gleiches gilt für die Folsäure, die Vitamine B6 und B12, Zink sowie Selen. Diese […]