Webdesign und Kinderwunsch

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Auf einigen Webdesign-Blogs findet man aktuell die von blogdrauf.de mit deutschen Untertiteln versehene Persiflage auf den Haltung von Kunden zur Preisgestaltung von selbstständigen Leistungserbringern. Ein wenig erinnerte mich diese Art von Honorarverhandlungen an manche in der Praxis. Wobei man dort oft ohnehin Filet zum Schnitzelpreis verkauft, wenn es um Selbstzahler geht. Der Kunde hätte dann aber lieber gerne den Preis für die Bulette.

Nun bin ich auf die Kommentare gespannt.

Via Perun.net


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Kommentar

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21 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Lizy schreibt

    naja, uns wär’s ja auch lieber, wir könnten uns das Filet selber in die Pfanne hauen 😉

  2. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Das fand ich bei dem Restaurant-Teil auch sehr passend. Mich hat allerdings noch nie jemand gefragt, ob ich erklären könnte, wie man eine IVF zu Hause machen könnte 😀

  3. Elmar Breitbach
    Lizy schreibt

    och, IVF würden wir uns ja noch alleine zutrauen, aber ICSI nicht *g*

  4. Elmar Breitbach
    tintenklecks schreibt

    Tja, eine ganz bestimmte Klinik ist bspw. ausgesprochen human. Finden wir zumindest. Denn trotz der, durch die PKV bewilligten, sechs EZ für ICSI berechnet unsere Klinik nur fünf. Nach zwei Versuchen sind das um die 800 Euro Einsparung- für die PKV (klar kann man bei den sonstigen Kosten nicht gerade von Sparen für die arme Kasse sprechen).

    Ich habe schon häufig gedacht, dass man manchem Selbstzahler sein Filet damit günstiger verkaufen könnte. Aber die Klinik will sich wohl nicht auf ständige Diskussionen mit Sachbearbeitern einlassen und hat das vereinheitlicht?

    Dass der Kunde lieber nur den Klopspreis bezahlen würde, kann ich verstehen, sind für den Einzelnen ja immernoch ganz schön teure Klopse, vorallem, wenn mehrere nötig sind, um satt zu werden. Ich glaube aber auch, dass es für Laien nicht immer nachvollziehbar ist, wie diese hohen Kosten zustande kommen.

  5. Elmar Breitbach
    Lizy schreibt

    @tintenklecks: das Verständnis fehlt mir allerdings auch bei den Medikamenten. Warum dieselben "Gewürze" z.B. in Frankreich für uns pro Versuch für uns gleich mehrere Hundert Euro günstiger sind als in Deutschland ist einfach tatsächlich nicht nachvollziehbar.

  6. Elmar Breitbach
    SF schreibt

    Klar nimmt man lieber das Filet zum Preis der Bulette, wenn man keinen Goldesel hat! Wie sieht es aus mit einer Sonderaktion "Zweimal ICSI zum Preis von einer"? Sie könnten sich wahrscheinlich kaum retten vor Anfragen. Also Schmunzeln – und You Tube nicht so ganz ernst nehmen! Und das Filet zum Schnitzelpreis gibt es nicht nur bei Ihnen …

  7. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @SF: Also ich habe den Clip nicht ernst genommen. Und geschrieben, dass ich auf die Kommentare gespannt bin 😉

  8. Elmar Breitbach
    m*g*ms schreibt

    Das ist ja mal ausm wahren Leben gegriffen! Kann mir gut vorstellen, daß sowas passiert 😉
    ähnliche Dinge bekomme auch ich immer wieder mal zu hören! *Ohrenschlacker*

  9. Elmar Breitbach
    Lythande74 schreibt

    Kicher. So Kunden habe ich auch.
    Ein Produkt zum Pandapreis bestellen und dann reklamieren, wenn es den Anforderungen an einen 911er nicht entspricht…….

  10. Elmar Breitbach
    Physiomaus schreibt

    Jau, hatte ich heute auch 🙂 Eine Stunde Training zum Preis von einer Trensengebissberatung 😉

  11. Elmar Breitbach
    SF schreibt

    Jaja, Geiz ist also doch nicht immer so geil!

    Aber auf die IVF zu Hause wäre ich schon neugierig. Wenn Sie einen Plan dafür haben, stelle ich mich als Testperson zur Verfügung – selbstverständlich kostenlos und unverbindlich

    http://www.wunschkinder.net/aktuell/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif

  12. Elmar Breitbach
    annettefr schreibt

    Lieber Herr Breitbach!

    Tut mir leid zu lesen, dass manche Ihrer Klienten das Filet zum Bulletenpreis möchten. Und es tut mir auch leid zu sehen, dass Sie meinen, Ihre und die Leistungen der Ärzte mit Vieokassetten und Haaareschneiden vergleichen zu können. Jeder helfende Beruf (bin selbst Physiotherapeutin)lebt schon immer auch von dem mitmenschlichen Engagment, das einfach nicht bezahlbar ist. THerapeutische Hilfe ist eben keine reine Dienstleistung und kann auch nie eine sein, wie uns die modernen Medizinmanager immer weissmachen möchten. Das was sie beklagen, gehört meines Erachtens nun mal dazu!!! Und Ihr Konto ist am Ende des Monats sicher immer noch voll genug, wenn ich das mal so sagen darf? Ich selbst kenne diese Plage der Selbstständigen aus meiner früheren eigenen Physiopraxis- und bin als Komplettselbstzahlerin doch eine von denen, die dankbar ist, dass unser Prof. uns nur den je 1,0-fachen-Satz berechnet. Und dies ohne Murren!Ich habe keinerlei Chance auf irgendwelche Erstattung, da ich über 40 bin.Punkt aus vorbei. Natürlich hätten wir auch einen höheren Satz gezahlt- aber wer feut sich nicht, wenn er viel viel Geld sparen kann? Zumal es ja oft nicht bei einem Versuch bleibt! Und wenn man auch noch gleichzeitig aktuell arbeitslos ist, sieht das ganze auch sehr eng aus. Ich stelle immer wieder fest, dass es Leuten, die nie wirklich echten Geldmangel erlebt haben, leicht fällt, die Spar-bzw. Preisdrückmühungen anderer wirklich zu verstehen. Insofern bin ich froh, jetzt auch mal die Patientenseite zu erleben. Wann waren Sie eigentlich das letzte Mal wirklich in Not befindlicher Patient?

    Beste Grüße und an dieser Stelle mal ein sehr herzlches Dankeschön für Ihre wunderbare Webseite.Die vielen interessanten Infos helfen mir immer wieder.

    Annette

  13. Elmar Breitbach
    annettefr schreibt

    PS: ich meinte natürlich zum Ende "dass es Leuten, die nie wirklich echten Geldmangel erlebt haben, SCHWER fällt…..

    Beste Grüße
    Annette

  14. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Dass man Selbstzahlern besondere Konditionen einräumt, ist selbstverständlich und auch nicht das Thema.

    Jedoch davon auszugehen, dass man als Dienstleister insbesondere im medizinischen Sektor Leistungen umsonst anbieten sollte, da man ja schließlich dazu da ist, Menschen zu helfen, ist schlicht unfair. Denn wenn vielleicht medizinische Dienstleistungen anders motiviert sind als die Leistungen einer KFZ-Werkstatt, haben sie doch eines gemeinsam: Sie verursachen auch Kosten für den Leistungserbringer.

    Über den Satz "Und Ihr Konto ist am Ende des Monats sicher immer noch voll genug, wenn ich das mal so sagen darf?" gehe ich mal schlicht hinweg, denn der ist auch nicht das Thema.

  15. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Doc Sie haben auf Ihre Weise Recht.
    Der letzte Satz aber spricht eine große Wahrheit.
    Das die Leistungen auch Kosten verursachen ist so, nur die könnten staatlich gedeckt sein (die KK haben so ein großes Kapital den man eigentlich nie benützt!).
    Medizin ist eben für den Mensch und zwar sowohl für reich als auch für arm.
    Am Ende des Monats sehen viele Menschen, darunter auch gut ausgebildete Akademiker den Konto lehr.
    Der Unterschied zwischen ihnen und Sie ist eigentlich nur dass diese Menschen keine Arbeit bekommen.
    Diese Menschen haben es nicht verdient auch noch ohne Dienstleistung für ihre geundheit zu bleiben und über alles…ohne Kinder.
    Glücksspiel? Kann man wohl sagen.
    Des einem Glück, der Verlust des anderen.

  16. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Und nee, ich wollte nicht sagen dass Ärzte umsonst arbeiten müßen, nur dass man es auch anders machen könnte mit dem System.

  17. Elmar Breitbach
    annettefr schreibt

    Lieber Herr Dr. Breitbach!
    Danke für Ihre schnelle Antwort- und dass Sie mir dazu verholfen haben, zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt in einem Chat aktiv mitgemacht zu haben.

    Zu Ihrer Antwort:
    Was genau ist für Sie denn das Thema, wenn Sie auf das Video hinweisen? Dass es dreiste Patienten gibt? Dass Ihnen die ärztliche Gebührenordnung missfällt? Mir ist nicht klar, um was genau es Ihnen geht? Oder gibt es tatsächlich öfters mal Leute, die eine IVF umsonst verlangen? Das ist natürlich ein starkes Stück.

    Gleichwohl: die Erstellung von Preisen für therapeutische Leistungen ist von je her schwierig gewesen. Ich kenne bedeutende asiatische Heiler und Ärzte, die bewusst nichts für Ihre Leistungen verlangen und es den Behandelten überlassen, nach eigenem Ermessen zu spenden. Diese Heiler tun dies, um die spirituelle, ethische und moralische Kraft ihrer Aktivität hoch zu halten. Der Akt des Geldverlangens mindert hier die Heilkraft des Getanen. Zumeist allerdings sind derartige Praktiken in Kulturkreisen üblich, wo die Patienten es gewöhnt sind, entsprechend nach eigenem Könenn großzügigzu "spenden", d.h. keiner würde auf die Idee kommen,gratis-Behandlung zu verlangen. Durch die hohen Kosten unserer modernen Medizin-Technik ist die heutige Situation nun anders. Aber Ethik und Moral bzgl. Preisgestaltung deshalb vollkommen zu vergessen, ist auch nicht richtig. Das Beispiel der unterschiedlichen Preise in F und BRD für dasselbe Medikament beweist aber eben, dass hier für die Pharmafirmen nur noch finanzpolitische Motive zählen. Dies ist meines Erachtens ein Anzeichen von moralischem Verfall.
    Durch die Technologisierung wird der Arzt immer mehr von seiner Be"hand"lung abgekoppelt, er legt eben nicht mehr "Hand" an, er setzt fast nur noch teure Maschinen ein.Insofern ist der heutige Arzt eher ein Medizin-Techniker/ -Ingenieur als ein Heiler. Die therapeutische Wirkung seiner Selbst (vgl. Dr. Bernie Siegel: "Der Arzt als Therapie")spielt keine Rolle mehr. Dennoch brauchen die Menschen dies immer noch- warum sonst werden soviele Menschen ewig und drei Tage nicht gesund, obwohl sie soviele moderne Medikamente schlucken und sich -zig mal operieren lassen?
    In diesem Sinne ist es natürlich verständlich, dass ein Arzt sich als Dienstleister wie jeder andere, der wirtschaften muss und Angestellte und Apparate zu bezahlen hat, versteht. Dennoch ist mir der Vergleich mit dem Videoverkäufer schlichtweg zu einfach.

    Beste Grüße
    AnnetteFR

  18. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @annettefr: Der Arzt als Therapie ist auch heute noch ein Thema, aber stellt eine Ergänzung dar und nicht die eigentliche Therapie wie bei asiatischen Heilern.

    Und: Sie werde nicht glauben, wie viel Rechnungen nicht bezahlt werden, unter anderem auch mit dem Hinweis darauf, dass man doch bestimmt schon genug verdiene. Ich rede jetzt natürlich nur über einen eher geringen Prozentsatz der Patienten, trotzdem ist die Denke bei diesen die gleiche wie in dem Restaurant. Vornehmlich habe ich das Video aber eingestellt, weil ich es lustig finde

  19. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich denke nicht, dass sich eine reproduktionsmedizinisce Praxis daraus finanzieren könnte, dass jeder Patient gibt, was er von selbst zu geben bereit ist. Dazu ist diese Art der Behandlung schlichtweg zu teuer. Wenn einer hingegen eine Leistung erbringt, die einzig daraus besteht, selbst Hand anzulegen, kann er viel eher auch mit Spenden über die Runden kommen. Allerdings wohl auch schwer in unserem Kulturkreis und in einer Zeit, wo die Menschen ihre Taschen ganz fest zu machen.

  20. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Ich kann gut nachvollziehen was annettefr sagt.
    Ich weiß aber auch dass der Arzt in einem System lebt wo er aus seinem Einkommen überleben muß.
    Ohne Geld geht es nicht. Die Leute in Asien und anderswo leben einfach anders, ich weiß, sie sind sehr bescheiden.
    Der Arzt in privaten Praxen hat auch noch Personal zu bezahlen, er ist nicht alleine.
    Und ja, er hängt auch an neue und teure Technik. So ist es in diesem Bereich, es geht nicht anders.
    Es ist leider wahr mit dem moralischen Verfall und "alles nur mit Geld möglich".
    Der System ist so.
    Das große Problem in der Medizin ist dass es keine soziale Anpassung gibt, also verschiedene Arten von Abrechnungen, damit auch die sozial-schwache auch etwas haben können. Der Staat/die KK übernimmt kaum noch etwas und dass der Hartz IV-er genau so viel bezahlen muß wie der Millionär ist einfach nicht menschlich und nicht gerecht.
    Und ja, ein Arzt hat auch ein Eid, wo drin steht er MUSS dem Patienten helfen egal wo,wen, wann, und auch umsonst wenn ich nicht irre.
    Lösungen:
    1. Alles geht zum Staat und es wird so wie früher, alles übernommen. Evtl.keine private Ärzte/Praxen mehr.
    2. Sozial-schwache bekommen alles vom Staat bezahlt (1-2 Versuche)
    3. Man versucht die Kosten zu reduzieren, anders su wirtschaften.

    Interessanterweise geht kein Arzt in der Welt pleite oder wird arbeitslos.

  21. Elmar Breitbach
    Max schreibt

    Köstlich dieses Video. Kann ich aus der Praxis nur bestätigen!