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Ausland

Spiegel-TV morgen: Die Flucht der Kinderlosen

Im letzten Jahr hat der Spiegel unter dem Titel “Die Babygrenze” (46/2005 S. 108-118) darüber berichtet, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von kinderlosen Paaren zur Behandlung ins Ausland geht. In der Auffassung, dass dort “alles besser” sei wurden die Redakteure des Magazins nicht zuletzt durch die berufspolitische Lobby der deutschen Ärzte bestärkt, wie ich ein einem Leserbrief bereits monierte, denn die in dem Artikel gemachten Aussagen waren übertrieben und z. T. schlicht falsch.

In seiner online-Ausgabe wird dieses Thema nun erneut aufgegriffen und auf eine Sendung im Spiegel-TV hingewiesen, die sich ebenfalls der Behandlung im Ausland widmet:

SPIEGEL TV MAGAZIN, Sonntag, 5. Februar, 22.25 Uhr, RTL

Sicherlich interessant. Ob ich es mir ansehen werde, kann ich nicht sagen, da es mir schwer fallen wird, bei Interview-Aussagen wie

“Der Fortschritt in der Reproduktionsmedizin hat sich rapide entwickelt. Wir können uns daran nicht beteiligen wegen des veralteten Embryonenschutzgesetzes”, kritisiert der Lübecker Mediziner Klaus Diedrich im Interview mit SPIEGEL TV. Das Gesetz hindert deutsche Ärzte daran, Betroffene effektiv zu behandeln.

ruhig zu bleiben. Daher zum Abschluß noch einmal der Link zu meinem Leserbrief, in dem ich begründe, warum ich solche Aussagen für dummes Zeug halte.

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Kommentare

16 Kommentare für “Spiegel-TV morgen: Die Flucht der Kinderlosen”

  1. Leider funktioniert bei mir der Link zum Leserbrief nicht


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    Geschrieben von Anonymous am 4. Februar 2006 um 16:28
  2. Ich halte solche Aussagen überhaupt nicht für dummes Zeug! Natürlich können wie weiter ruhig bleiben, wie du gesagt hast, aber nach x-ten ICSI habe ich und 99% der Frauen hier auch keine Lust mehr zuzusehen wie paar Damen und Herren in der Regierung die keinen Plan und Ahnung haben, aus unlogischen ethischen Gründen FÜR MICH entscheiden, was ICH mit MEINEN Eizellen zu tun habe.

    Gruß

    Katja


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    Geschrieben von Serduszko am 4. Februar 2006 um 16:47
  3. Bei mir funktioniert der Link auch nicht. Ich versuch es mit einem anderen Browser aber du Anonymer bist nicht allein.


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    Geschrieben von Julie am 4. Februar 2006 um 17:09
  4. Also ich glaub nicht das in den Interview solch Aussagen kommen wir waren auch an dem Beitrag beteidigt und eigentlich sollten nur Befürwortungen gegen das Deutsche Embrionengesetz kommen!!

    Karo


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    Geschrieben von Karo am 4. Februar 2006 um 17:15
  5. @Serduszko,

    wenn gesagt wird, dass es in Deutschland offenbar umöglich ist, frauen “effektiv zu behandeln” dann ist das eine uneingeschränkt dumme Aussage. In Deutschland werden viele Frauen effektiv behandelt und die Schwangerschaftsraten unterscheiden sich nicht von denen im Ausland. Wenn man die Zahlen des deutschen IVF-Registers und die von z. B. Österreich vergleicht, dann sind die Erfolgsraten identisch. Weshalb ist das also nicht effektiv?

    Ich wiederhole es unten nochmal: Auch ich bin für eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes, weil es für einen Teil der Paare eine Verbesserung bedeuten würde. Aber nicht für die überwiegende Mehrheit und das ist leider die Darstellung des Artikels im Spiegel gewesen.

    @Karo,

    natürlich ist der Gedanke des damals geschriebenen Artikels gut und natürlich sollte das Embryonenschutzgesetz geändert werden. Alles ok. Schauen Sie mal nach, was ich im Leserbrief geschrieben habe, dann sehen Sie, woran ich mich stoße.

    @ alle: Hat noch jemand schwierigkeiten mit dem Link? Bei mir funktioniert er


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    Geschrieben von E. Breitbach am 4. Februar 2006 um 17:56
  6. Also ich kann ihn weder über Mozilla noch über Internet Explorer aufrufen…


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    Geschrieben von Julie am 4. Februar 2006 um 18:55
  7. Ich komme auch nicht auf den Leserbrief, der Link heißt nur:
    http://www.wunschkinder.net/blog/2006/02/04/=
    und ich glaube, dass das nicht so ganz stimmen kann, oder doch? *keine Ahnung hab*

    Ansonsten stimme ich dem Doc zu, ich finde die dt. Ärzte haben gezeigt, das sie zu Erfolgsraten fähig sind mit denen man sich sehen lassen kann und das mit erschwerten Bedingungen. Wenn jetzt Änderungen im ESchG erfolgen durch die mehr machbar wird, werden die Erfolgsraten hoffentlich steigen und es kann hoffentlich mehr Paaren effektiv geholfen werden und das Ziel des “KiWu-Tourismus” wird dann Deutschland. ;-)
    Viele Grüße,
    KT


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    Geschrieben von KT am 4. Februar 2006 um 19:55
  8. Ich kann dazu nur sagen, dass ich ohne die aufwändige Behandlung in Amerika nicht schwanger geworden wäre. Es war unser 10. Versuch (anfängliche Inseminationen nicht mitgerechnet) und hat dank Immunglobulinen (die mir hier keiner verabreichen wollte) auf Anhieb mit Zwillingen funktioniert. Hat nichts mit Embryonenschutzgesetz zu tun, aber dennoch waren die Behandlungen in der Schweiz und in Brüssel für mich offensichtlich nicht effektiv. (6 Jahre Probezeit).

    Den Link kann ich auch nicht aufrufen.


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    Geschrieben von SandyCH am 4. Februar 2006 um 20:13
  9. ach so….
    der erste Link funkionierte, der Link am Ende des Artikels jedoch nicht. Ist jetzt korrigiert, sorry.


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    Geschrieben von E. Breitbach am 4. Februar 2006 um 20:31
  10. Ich halte das Problem für vielschichtiger, als es sich wohl medial mit bemessener Zeit darstellen läßt - zum einen stimme ich dem Doc und KT zu….wenn die dt. Docs jetzt schon unter erschwerten Bedingungen im Hinblick auf Menge der weiterkultivierbaren Embryonen und Selektionsverbot, vergleichbar gute Schwangerschaftsquoten produzieren, wie Zentren ohne diese (sinnfreien und ideologiegeschwängerten Politikergeweissensentlastungs-Pseudoschutzgesetze ;-)) rigiden Gesetzesanforderungen, dann sind die Zentren mit guten Quoten in D einfach Top….und würden ohne den Ballast der Politik wohl nur noch besser werden. Wäre erfreulich und dem hohen Standard der med. Versorgung/Ausbildung in unserem Land entsprechend.

    Andererseits gibt es eine Tendenz in D (bei vielleicht eher mittelprächtigen bis unterdurchschnittlichen Zentren) erstmal zu versuchen, das Paar zu ermutigen und zu behandeln um dann erst in die Feinheiten der Diagnostik einzudringen, die z.B. einer gelungene Nidation in irgendeiner weise im Wege stehen - mir scheint machmal hier stellen sich ausgewiesene Fachleute “dümmer” als es tatsächlich der Fall ist. Meiner Meinung nach darf bei der Reproduktionsmedizin eben NICHT “minimal effort - maximum effekt” gelten - dagegen spricht allein schon die (ebenfalls gesetztlich aufgezwungene) Regelung der Kostenbeiteiligung der Paare. Würde hier mehr Sorgfalt auf “vorauseilende Diagnostik” gelegt, die Quoten würde sich wahrscheinlich noch weiter verbessern lassen….somit die Kundenzufriedenheit allemal auch :-)!

    LG Reaba


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    Geschrieben von reaba am 5. Februar 2006 um 09:43
  11. Ich habe auch Ihren Brief gelesen und ist gut aber…Was mir auffällt ist dass Sie irgendwie nicht so viel Wert auf die Änderungen im Embryoschutzgesetz legen.
    Sie sind sehr stolz auf die Statistiken und diese Zahlen scheinen die wichtigsten Sachen zu sein für Frauen und Ärzte.
    Und noch: es gibt noch ein Satz über das das Bringen des Gesetzes der Leute näher oder so.
    Erstens möchte ich sagen viele Ärzte sind sehr gut und haben gute Erfolge, manch andere nicht.
    Es gibt auch noch Sachen die das Gesetz nicht beeinflußen kann, strikt medizinische, wie: genauer die Hormone zu dosieren um ÜS zu verhindern, Chromosomanalysen für die Diagnose für alle, die Einistung zu verbessern und …die Männer auch zu behandeln.
    Was die Paare in andere Länder treibt ist sehr bekannt und wichtig und man sollte das bitte nicht minimalisieren. Viele Paare hier haben überhaupt kein Zugang zur Behandlung und nur wenig Länder haben dieses Problem: PID, Eizellen- und Embryospenden, auch Spermaspende ist schwer zu bekommen (nur wenig Ärzte bieten das an), Altersgrenzen(wirklich für keinen Grund wenn man sieht wie viele Frauen natürlich über 40-50 schwanger werden- das ist jetzt die Regel und nicht mehr Ausnahme) und Finanzierung.
    Statistiken sind nicht so wichtig und zeigen vieles nicht.Keine Zahlen zeigen wie viele Frauen/Paare mit Fertilitätstörungen überhaupt Zugang zur Behandlung haben und schwanger werden.


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    Geschrieben von Andra am 5. Februar 2006 um 10:07
  12. @ andra,

    ich habe im Artikel und in einigen Kommentaren wiederholt geschrieben, dass ich eine Änderung des Gesetzes für zwingend notwendig halte. Und nun noch mal extra für Sie :-)
    Nochmal: die berufspolitisch motivierte negative Darstellung ärztlicher Leistungen in Deutschland durch einige wenige deutsche Reproduktionsmediziner ist das, was ich kritisiere. Niocht die Absicht, sich für eine Änderung des ESchG einzusetzen

    Reaba hat das eigentlich nochmal gut zusammengefasst


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    Geschrieben von E. Breitbach am 5. Februar 2006 um 12:49
  13. Ich kann den Beitrag von Reaba nur bestätigen. Darüberhinaus noch eine Anmerkung: Es handelte sich beim Spiegel und nun Spiegel-TV - um Produkte, die nicht durch ausgleichende, sondern durch pointierte Darstellung auffallen. Und die ist notwendig, damit die Thematik über Betroffenenforen hinaus bekannt wird. Das dabei dem ein oder anderen guten, deutschen Reproduktionsmediziner auf die Füsse getreten wird, ist gegenüber des insgesamt positiven Ansatzes lässlich. Die Berufspolitik ist mir dabei herzlich egal, wobei ich an Ihrer Stelle, Doc Breitbach, ganz sicher auch einen Leserbrief geschrieben hätte. LG; tily


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    Geschrieben von tily am 6. Februar 2006 um 13:02
  14. Hallo !

    Jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazu abgeben ;-) Ich stimme dem Doc auch zu, dass “gute” Zentren in Deutschland sicherlich auch Erfolgsquote von ca.30%-40% erreichen (können).

    Aber aus Sicht der Betroffenen ist es doch eine ganz klare Milchmädchen-Rechnung, ich selbst bin davon vielleicht bald betroffen.
    3 ICSI-Versuche in Deutschland schlugen fehl…….der nächste vierte Versuch muss von den Patienten voll bezahlt werden.
    Wo gehe ich da wohl hin:

    1.Nach Deutschland = Teurer & “schlechtere Bedingungen” da keine Selektion d.h. unter Umständen kommt noch ein fünfter und sechster Versuch……..

    2.Ausland = Billiger & “Bessere Bedinungen” da u.a. die Selektion und vieles mehr möglich ist.

    Dass ist ganz einfach die Realität und ich muss auch nochmal sagen, dass ich es unfassbar finde, dass in D eine Abtreibung bis zur 12.Woche erlaubt ist aber um einen “Zellhaufen” so ein Theater gemacht wird.

    Lg. Cuba


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    Geschrieben von cuba am 6. Februar 2006 um 13:25
  15. @ Tily, klar pointiert ist immer sinnvoller, wenn man Informationen unters Volk bringen möchte oder einfach nur beachtet werden. Und den Journalisten mache ich auch keinen Vorwurf.

    Es ist aber halt immer wieder die gleiche Pointe und ich kann darüber nicht mehr lachen….

    @ Cuba,

    so stellt sich das wohl den meisten dar.


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    Geschrieben von E. Breitbach am 6. Februar 2006 um 17:59
  16. @ cuba, zu Deinem “Senf” kann ich nur einen grossen Senfapplaus dazu geben!! Vor allem kann ich die Bemerkung voll unterstreichen,.. “es unfassbar ist, dass in D eine Abtreibung bis zur 12.Woche erlaubt ist aber um einen “Zellhaufen” so ein Theater gemacht wird.”
    Gruss saabeline


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    Geschrieben von saabeline am 9. Februar 2006 um 19:52

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