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Schöne neue Welt

Der Spiegel bringt in seiner Online-Ausgabe einen mehrseitigen Bericht, in dem veruscht wird, die Zukunft der Reproduktionsmedizin zu beleuchten. IVF ist Routine, aber was kommt jetzt?

Was gibt es Neues in den nächsten Jahrzehnten?

  • Es wird möglich sein, diese Zellen aus Hautzellen entstehen zu lassen und sie wiederum in Spermien oder Eizellen umzuwandeln. Spermium und Einzelle können dann miteinander zu einem Embryo verschmelzen. Neugeborene könnten ebenso Babys kriegen wie 100-Jährige. Wie man die Embryonen dann austrägt:
  • Vollständige Ektogenese (der Fötus würde sich dabei außerhalb des Mutterleibes in einer künstlichen Gebärmutter entwickeln).
  • “Wird es geklonte Babys geben? Das könnte jeden Tag passieren, denn in einigen Ländern gibt es dazu keine klaren Vorschriften.
  • Designerbabies: Die Präimplantationsdiagnostik wird fortschreiten, bestimmte Erbkrankheiten können verhindert werden. Ein komplettes Disign aller Eigenschaften wird auch in Zukunft nicht möglich sein.
  • Billige IVF vor allem für Entwicklungsländer: Wenn man billige Medikamente verwendet, nur ein oder zwei Eizellen entnimmt und nur einen Embryo in die Gebärmutter einpflanzt, könnte man eine IVF für weniger als 100 Dollar anbieten.

Das sind die Visionen verschiedener Wissenschaftler zu diesem Thema, die in dem Spiegelartikel zu Wort kommen.

Dank an: Stöpselx2.


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Kommentare

3 Kommentare für “Schöne neue Welt”

  1. Also manche Sachen sind schon ein bisschen übertrieben und man braucht sie auch nicht (warum sollen Babies oder die mit 100 Jahre, Babies kriegen?)
    PID ist sehr gut.
    Der letzte Punkt ist aber wirklich der beste (billige IVF für 100 Euro).
    Warum passiert es heute nicht? Wieso wäre es aber in Zukunft möglich? An Medikamenten allein leigt es wohl nicht.

    Geschrieben von Ich am 18. Juli 2008 um 10:03
  2. Ich lese solche Beiträge wie diesen im Spiegel immer mit einem regelrechten Knoten im Bauch.
    Natürlich sind solche Dinge denkbar und man (also Experten) sollten auch darüber diskutieren um eben nicht wieder “von einer Dolly überrascht zu werden” (wie es im Artikel hieß). Dennoch ist es für Nichtbetroffene sowieso schon schwer zu verstehen, warum sich kinderlose Paare eine solch kosten- und zeitaufwändige Behandlung mit mäßigen Erfolgschancen aussetzen. Wir werden ja auch regelrecht diskriminiert, indem wir auf mindestens der Hälfte der Kosten sitzen bleiben, während andere Krankheiten problemlos von den Kassen übernommen werden.
    Artikel wie diese Schüren meiner Meinung nach aber eben das Unverständnis und die Abscheu vor Kinderwunschbehandlungen bei Nichtbetroffenen, denn hier werden Zukunftsvisionen angedacht, die eindeutig unseren gängigen Moralvorstellungen widersprechen. Damit wird auch die erneute Kostenübernahme der Kassen unwahrscheinlicher.
    Es scheint ein moralisches Dilemma zu sein: Solche Dinge diskutieren und damit den Widerstand in der (noch) Mehrheit der Nichtbetroffenen schüren, oder es verschweigen und am Ende überrascht werden, weil Gesetzeslücken dazu führen, dass ohne moralische Bedenken in alle Richtungen geforscht werden… Schade, dass selbst der Spiegel nicht mit etwas mehr Empathie an das Thema herangehen konnte.

    Geschrieben von Dipl.-Päd. D.Tan am 18. Juli 2008 um 10:17
  3. Hast du ja Recht, aber man kann auch ein bisschen denken und den Unterschied machen zwischen eine normale KB die zu einem Kind führt,ein PID die genetische Krankheiten meidet und andere Sachen die unnatürlich und übertrieben sind.
    Ich denke für einer der ein bisschen Bildung hat, ist es langsam Zeit eine KB zu verstehen, ob Betroffene oder nicht. Es gibt inzwischen so viele Infos und Sendungen im TV und Bücher und so.
    Trotzdem schmeissen noch viele die ganzen Sachen in einem Topf und ich denke dass ist aber nicht aus Unwissen gemacht, sondern weil man es nicht verstehen will.
    Auch viele Betroffene haben Probleme eine KB zu akzeptieren, weil es doch künstlich ist, oder nicht gesund, oder was weiß ich. Das finde ich am schlimmsten.
    Und es gibt auch welche die (auch wenn familier betroffen) immer noch PID als schlecht sehen und immer noch denken auch ein Kind ohne genetische Krankung (also davon gerettet) ist ein Designer-Kind und dass man das Kind haben soll wie es kommt.
    Es geht in diese Fälle um Ideen und Gefühle die keiner und nichts ändern kann.
    Mann kann und soll alles frei diskutieren und man soll auch Unterschiede machen können.
    Und wichtig ist auch Grenzen zu stellen, im Sinne, was braucht die Menschheit wirklich und was nicht, für was eine Sache hilfreich und sinnvoll sein soll.

    Geschrieben von Ich am 18. Juli 2008 um 11:16

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