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Es ist ja schon merkwürdig, dass die ehrwürdige DPA ein solches Artikel-Fragment zur Verfügung stellt. Wem soll das nützen? Noch spannender ist jedoch, dass es Zeitungen gibt, die so etwas einfach so in ihren Webauftritt übernehmen, wie z. B. die Mitteldeutsche Zeitung
Mehrlingsschwangerschaft - häufiger nach Fruchtbarkeitstherapie erstellt 27.01.09, 12:59h
HAMBURG/DPA. Eine Mehrlingsschwangerschaft entsteht, wenn die Eierstöcke der Frau zwei oder mehr Eizellen gleichzeitig produzieren oder sich ein befruchtetes Ei in einem frühen Stadium teilt. Eine Fruchtbarkeitsbehandlung mit Hormonen und die künstliche Befruchtung erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Mehrlingsschwangerschaften. Bei der künstlichen Befruchtung werden mehrere befruchtete Eizellen eingesetzt - in Deutschland maximal drei. Die Überlebenschance der Säuglinge hängt davon ab, wie lange sie im Mutterleib bleiben. Mehrlingsbabys sind meist Frühgeburten, die durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommen.
Hm. Ein Sammelsurium von Allgemeinplätzen. Nichts dabei, was man nicht schon vorher gewusst hätte. Vielleicht gedacht als Glossar-Beitrag zum Thema Mehrlinge? Von denen wimmelt es ja in der letzten Zeit in allen Zeitungen.
Wo ich dies gerade schreibe: Nun gibt es auch Achtlinge. Vermutlich war dies Anlass für dieses Praktikanten-Elaborat.
Naja, lieber Doc, ich bin von allen Allgemeinplätzen aber betroffen.
IVF, Mehrlingsschwangerschaft, Frühgeburt und Kaiserschnitt.
Der Artikel wäre sicher in einem Kinderaufklärungsbuch zum Thema was ist was o.ä. platziert. Aber Fakt ist, es stehen keine Unwahrheiten drin.
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besser platziert - wollte ich schreiben.
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stimmt, alles korrekt
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Na ja, Unwahrheiten vielleicht nicht direkt, aber Ungenauigkeiten, die dann zu ein klein wenig “Unwahrheit” führen eben schon. Denn die Aussage ” eine Mehrlingsschwangerschaft entsteht, wenn die Eierstöcke der Frau zwei oder mehr Eizellen gleichzeitig produzieren” stimmt ja so nicht ganz. Die guten “Teile” müssen ja dann erst einmal auch erfolgreich befruchtet werden, damit eine Mehrlingsschwangerschaft entsteht.
Hmh, aber was soll’s? Auch die DPA beschäftigt zuweilen Prakikanten (war selbst mal eine davon ;-)), da kann sowas schon mal vorkommen.
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na ja, die Aussage:
“Die Überlebenschance der Säuglinge hängt davon ab, wie lange sie im Mutterleib bleiben” hat ja wohl wenig mit einer Fertilitätsbehandlung zu tun. Sowas sagt einem doch der klare Menschenverstand. Da muss ich echt schmunzeln, aber manche fühlen sich vielleicht durch solch’ einen Artikel aufgeklärt.
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Ihr glaubt nicht, was die Leute, die sich eben nicht gerade mit dem bestimmten Thema befassen, nicht wissen.
Habe am WE auf einer Gesundheitsmesse unseren Frühchenverein vorgestellt. Da fragten mich die Besucher (und zwar mehrere), ob die Babys denn auch krank sein könnten durch die zu frühe Geburt.
Soviel zum Thema klarer Menschenverstand.
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