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Internet

Bilderklau und Abmahnwahn.

Ich hatte ja schon mal Anfang März darauf hingewiesen, dass die meisten Bilder im Internet dem Urheberrecht unterliegen. Wer ein schönes Foto für seine Webseite benötigt, sollte sich das eigentlich selbst schießen.

Merkt doch eh´keiner

Mal abgesehen, dass das nichts zur Sache tut: Doch. Es gibt sicherlich Leute, denen das egal ist, dass ihre Bilder von anderen kopiert und weiterverwendet werden. Es gibt aber auch andere, die damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen scheinen. Das berühmteste Beispiel ist das Ehepaar Knieper. Marion Knieper hat eine Webseite “Marions Kochbuch” und ihr Mann Folkert Knieper hat für die ganzen Rezepte dort die Fotos erstellt.

Knieper merkt´s

In der “Google-Bildersuche” sind diese Photos meist sehr weit vorne zu finden. Das ist Teil des Marketing-Konzepts, denn so kommt es häufig dazu, dass sich jemand dieser Bilder bedient und sie auf den eigenen Seiten einbaut.

Nun ist nicht nur Google in der Lage, die Bilder zu finden, sondern Knieper widerum findet auch die Kopien. Und dann gibt es Post für den Seitenbetreiber. Und die ist nicht billig. Der Preis für ein Foto liegt (Schadensersatz) gegenwärtig bei 180 Euro. Im Frühjahr gab es schon mal eine Kniepersche Abmahnwelle, jetzt scheinen sie aus dem Urlaub zurück zu sein.

Ich weiß es aus erster Hand

Es geht dabei zwar um ein Photo, welches bereits anläßlich meines ersten Artikels hier aus dem Tagebuch einer Userin gelöscht wurde, also im März vermutlich. Dennoch ist so eine Korrespondenz nervtötend und vor allem vermeidbar. Da Marion und ihr Fotograf aktuell wieder die Runde machen, möchte ich alle nochmals bitten, ihre Avatare und persönlichen Blogs auf wunschkinder.net zu überprüfen und fremdes Bildmaterial umgehend zu löschen.

Alternative: Lebensmittelfotos.com

Anlässlich der ersten Abmahnwelle aus dem Hause Knieper wurde eine Seite ins Leben gerufen, die kostenfreie Bilder für den persönlichen Gebrauch zur Verfügung stellt. Bei uns aktuell ging es um Erdbeermarmelade. Die Marmelade gibts dort nicht, aber klasse Erdbeeren und anschließend keine Bauchschmerzen.

Es hat mal wieder viele getroffen

Sieht mindestens so gut aus, wie von der teuren Konkurrenz. In den Blogs dieser Welt wurden nun Aktionen gestartet und hier findet man zahlreiche Links anderer Blogs, die sich dieses Themas angenommen haben.

Auch die Sendung “Plus-Minus” berichtete bereits über die Geschäftsgebahren von Marion und Folkert. Ein Video dazu ist hier zu sehen.

Trotzdem: Selbst fotografieren ist billiger, soviel ist mal sicher.


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Kommentare

25 Kommentare für “Bilderklau und Abmahnwahn.”

  1. [...] Innenstadt Hannovers in der Nähe des Bahnhofs unterwegs und ist sich eigentlich sicher, dass man seinen Einschreibebrief problemlos abschicken kann. In der Nähe des Bahnhofs muss es doch eine Post geben. [...]


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    Geschrieben von Dr. Elmar Breitbach » Servicewüste: Keine Post in Hannover. am 18. September 2008 um 21:44
  2. Das ist ja mal eine wirklich fiese Abzocke. Da ist man sprachlos, was sich manche Menschen einfallen lassen, um an das Geld anderer Leute zu kommen.


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    Geschrieben von Maggie1978 am 19. September 2008 um 10:09
  3. [...] für Lebensmittelfotos (Phantomscherz) Stoppt die Abmahnwelle von Marions Kochbuch (Straub Daniel) Bilderklau und Abmahnwahn [...]


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    Geschrieben von Stoppt den Abmahnwahn von Marions Kochbuch » BLOGtotal am 19. September 2008 um 11:13
  4. wenn man damit geld verdienen kann - warum sind WIR so blöd und machen das nicht auch??? Das ist doch wie Geld sch…en, oder?

    *kopfkratz* ich glaub, ich muss umschulen….


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    Geschrieben von Greta am 19. September 2008 um 11:45
  5. [...] Bilderklau und Abmahn (Wunschkinder.net) [...]


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    Geschrieben von ..:: Straub - Daniel ::.. » Blog Archive » Stoppt die Abmahnwelle von Marions Kochbuch am 19. September 2008 um 11:56
  6. @Greta: Naja: Erstens sind die Fotos zum Teil wirklich gut und zweitens ist es nicht sooo einfach, bei der Google Bildersuche immer vorne zu sein. Aber ab da kann man es sich darauf gemütlich einrichten


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    Geschrieben von Elmar Breitbach am 19. September 2008 um 12:32
  7. Ich kann dieses Urheberrecht für Bilder nicht verstehen.
    Welches Sinn hat es?
    Gut, man soll vielleicht nicht Fotos von private Sachen oder Personen nehmen und benützen, aber ansonsten ist ein Baum, ein Teller mit Essen oder der Tour Eiffel nicht eine private Sache, es gehört allem und jeder kann ein Foto davon schießen und benützen.
    Es kommt auch auf dem Zeck.
    Wenn ich das Foto verwende um Geld zu bekommen (also etwas zu verkaufen oder so) ist es eine Sache und wenn ich es nur einfach als Information (zum lernen), oder für den Schmuck meiner Seite oder für meine eigene Sammlung, ist es schon etwas anderes und das muß frei sein.
    Die Alternative da oben mit den Lebensmittlen ist super und so kann man für alles machen (Sehenswürdigkeiten, Pflanzen, usw.).
    Die andere Alternative wäre:
    Wenn es dir so viel Wert ist dass keiner nehmen soll und nur deins sein soll, dann stell es einfach nicht im Internet.Klar.
    Aber ich denke es gibt viele die eben Geld für ihre Fotos wollen und darum stellen sie sie, wie die Leute da oben. Es geht ihnen nicht um die Fotos oder was sie beinhalten, sondern um Geld zu bekommen.
    Ich sah auch auf manche Seiten Fotos die verschiedene Texten quer hatten um sie zu schützen, man konnte kaum noch den Inhalt des Fotos sehen. Das finde ich auch kras.
    Es gibt arme Menschen die nie in irgendeinem Traumort von ihnen, oder in ein bestimmten Museum waren und möchten auch nur ein Foto davon in ihrem Album haben. Ist das so schlimm? Muß man auch dafür Geld wollen?
    Alles dreht sich nur ums Geld auf diese Welt! Menschen haben kein Wert.


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    Geschrieben von Ich am 19. September 2008 um 13:56
  8. Vielleicht können wir ja über so eine “Tücke” einen weiteren, größeren Server finanzieren ;-)

    Spaß beiseite - das gleiche Procedere gibt es mit gefälschter, bei Ebay vertickter Software, wo sich dann umgehend beim ahnungslosen Käufer der Anwalt mit Unterlassungsklage meldet…

    Oder mit Maschen wie nachbarschaft24.de - wir sind halt nur zu sehr mit Geldverdienen beschäftigt, um uns solchen Mist auszudenken, mit dem andere ihr Geld drucken…

    Grüße und vieeeel Spass am WE!


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    Geschrieben von Greta am 19. September 2008 um 15:46
  9. Es gibt inzwischen ja angeblich inzwischen Anwälte, die nichts anderes machen, als im Internet nach Urheberrechtsverletzungen zu suchen und sich dabei ne goldene Nase verdienen.

    Ja Greta, wieso kommen wir nicht auf sowas. Und wieso zur Hölle ist mir Harry Potter nicht eingefallen?


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    Geschrieben von Piaken am 19. September 2008 um 22:50
  10. Ich denke, das Problem ist nicht Herr Knieper, auch nicht seine Winkeladvokaten. Denn es gibt auf dieser Welt immer geldgierige Haie, ob mit IQ 60 oder mit IQ 160 ausgestattet, die alles versuchen, um sich ohne ehrliche Arbeit schamlos zu bereichern. Ob Akademiker oder Hobbyfotografen. Ich wurde schon überfallen - in Spanien, von sechs Nordafrikanern, ich wurde in der Schweiz schon von einem Untersuchungsrichter mit einer Forderung von einer halben Million vor Gericht gezogen (musste aber dann nicht mal die Gerichtskosten bezahlen), ich wurde in den USA von einem Garagenbesitzer um 5000 Dollar betrogen (meine Versicherung bezahlte), eine Verlobte, die mir ewige Treue geschworen hat, ist mir durchgebrannt, das alles stört mich nicht, so ist die Welt, so können Menschen sein, so ist das Leben. Was mich aber unendlich stört, was mich echt zornig macht, sind die Gerichtsurteile, die da vor allem in Hamburg (im Namen des Deutschen Volkes?) ausgesprochen werden. Die haben mit Recht und Gerechtigkeit nichts, überhaupt nichts zu tun. Doch leider findet man in jeder Berufsgattung schillernde Figuren, auch bei den Richtern. Mögen sie auch vereidigt sein! Richter, die aus welchen Gründen auch immer (ich stelle keine Vermutungen an, sonst sträuben sich mir die Haare), zu Betrug, Erpressung und notorischem Rechtsmissbrauch Hand bieten. Wer im Internet recherchiert, wird feststellen, dass - ich sags mal so - höchst eigenartige Urteile betreffend Internet und Abmahnung vorzugsweise aus dem Landgericht Hamburg stammen. Da ist z.B. dieser ominöse, lächerliche und juristisch völlig irrelevante “Disclaimer”, der auf Hunderttausenden von Websites steht. Da ist dieser Herr Knieper aus der Lüneburger Heide, der sich in Hamburg mit seinen Anwälten und den Richtern die Klinke reicht - und so ein Vermögen abkassiert. Dank dieses umfangreichen, aber höchst lapidaren Kochbuchs seiner Frau und seinen Hobbyfotos, mit denen er seine Opfer in die Falle lockt. Und ich staunte echt, als ich bei diesem ARD-Film hörte, wie die Opfer bei Herrn Knieper um Gnade bettelten und sie und die Kommentatoren diese absurden Urteile so ergeben hinnahmen. Himmeldonnerwetter, es gibt Menschenrechte, es gibt hohe Güter wie Recht und Gerechtigkeit, irgendwann mal hat die Französische Revolution (Liberté-Égalité-Fraternite) stattgefunden, trotzdem gibt es im Europa des 21. Jahrhunderts Leute, die sich von solch üblen Machenschaften kujonieren lassen. Nicht in Palermo. Nicht von Roland Freisler. Sondern vom Landgericht Hamburg. Aber da gibt es - geschichtsbedingt - wahrscheinlich schon einen Unterschied zwischen einem Schweizer Bürger und einer deutschen Untertanenseele (ich sage das, obschon die Mehrzahl und die besten meiner Freunde Deutsche sind. Und ich sonst das Volk der Dichter und Denker sehr, sehr schätze). Oder glaubst du, lieber Leser, liebe Leserin dieser Zeilen, dass die Obrigkeit auch in Deutschland jedem Bürger ein Sturmgewehr inklusive 24 Patronen nach Hause geben würde?

    Zusatz - damit ich nicht von geldgierigen Hamburger Anwälten wegen Bedrohung von Leib und Leben angeklagt werde: Ich habe mein StGw57 inklusive den 24 GP11 vor einigen Jahren nach Erfüllung meiner Militärdienstpflicht freiwillig im Zeughaus abgegeben. Weil ich nämlich ein eher friedliebender Mensch bin!


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    Geschrieben von Lorenz Derungs am 20. September 2008 um 23:09
  11. kann das Gebaren der Frau Knieper bestätigen, einen Mandanten von mir hats auch erwischt. Wir haben noch versucht, dagegen anzugehen. Hab eingehend recherchiert und ihm anschließend geraten, die Unterlassungserklärung abzugeben, die damals 150,00 € für das Photo zu zahlen und leider auch die Anwaltsgebühren, die sich nach einem saftigen Gegenstandswert berechnen. Hatte noch persönlich Kontakt mit dem Kollegen, der war eigentlich ganz nett. Naja, wir machen halt auch nur die Arbeit, die Mandanten uns geben *?*


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    Geschrieben von Anwältin am 21. September 2008 um 21:01
  12. Liebe Anwältin,
    und warum, wenn ich fragen darf, wollen Sie dann anonym bleiben? Und warum schreiben Sie dies?
    Ich möchte fast wetten, Sie sind aus Hamburg! Ihr Kommentar riecht mir ganz leicht nach Knieper & Kons. Schreibt eine seriöse Anwältin den Satz “Naja, wir machen halt auch nur die Arbeit, die Mandanten uns geben *?*” Ich denke mir, weder ein frischgebackener Jurist noch jemand mit Anwaltserfahrung würde das tun. Ich bin zwar nicht Jurist, kenne die Materie trotzdem ein wenig - weil ich etwa 500 Stunden Rechtskundeunterricht hatte und einige meiner Freunde Juristen geworden sind. Ich bin mir sicher, ich würde ein Mandat eines Typen wie Knieper nie annehmen, sogar wenn meine Familie hungern müsste! Sie haben doch auch recherchiert. Da wird doch sehr schnell klar, wo der Hund begraben liegt. Nur ganz leise vermute ich, Sie kennen den “netten Anwalt” - vielleicht vom Studium von der Arbeit oder so. Oder doch nicht? Dann würde ich mich bei Ihnen vielmals entschuldigen. Sogar mit einer guten Flasche Wein. Und auf diesem Blog schreiben, dass die “Anwältin” nicht aus Hamburg stammt und keine Verbindung zu Knieper Anwälten hat (ohne Ihren Namen zu nennen. Schreiben Sie mir doch eine Antwort per E-Mail. (Lderungsurtatbluewin.ch) Nicht anonym. Ich möchte Ihre Motivation kennen lernen. Sie meine vielleicht auch, dass ich solche Texte schreibe und damit vielleicht Hamburger Anwälte und Richter provoziere.


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    Geschrieben von Lorenz Derungs am 22. September 2008 um 19:01
  13. @Lorenz Derungs: “Anwältin” schreibt nicht zum ersten mal hier. Ich bin zwar auch gerne ein wenig paranoid, aber ich glaube nicht, dass es hier um reputationmanagement geht. Sie stammt nicht aus Hamburg.


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    Geschrieben von Elmar Breitbach am 22. September 2008 um 20:14
  14. Hallo Herr Lorenz, jetzt hab ich ja gar nicht mehr nachgeschaut und stelle gerade durch Zufall fest, dass Sie mein Post etwas stört. Nein, ich gehöre nicht zu der Kanzlei, kenne den Kollegen lediglich von zwei Telefonaten und will hier das Vorgehen auch nicht verteidigen. Es ist tatsächlich so, dass mit solchen Sachen auch Anwälte sehr gut verdienen können und es ganz oft darauf angelegt wird, unwissende Internetjuser “reinzulegen” Bei dem Hamburger Kollegen war mir allerdings positiv aufgefallen, dass er zumindest bei meinem Mandanten nicht knallhart war, sondern durchaus menschlich und kompromissbereit.

    Und auch ich kann mir nicht immer aussuchen, wen ich vertrete, da geht es mir wie den meisten Leuten. Sorry, aber nur heroische Gründe für meinen Beruf machen mein Kind nicht satt.
    Achja und warum ich anonym schreibe, hat mehrere Gründe: 1. Ich habe häufig die Erfahrung gemacht, dass es zu Vorurteilen kommt, wenn man als Anwältin auftritt, ist leider so. Viele meinen, man stünde jeden Morgen mit einem Champagnerfrühstück auf und das Geld wird mit ein bisschen schwafeln vor Gericht verdient. 2. Zum anderen möchte ich nicht permanent hier um Rechtsrat gebeten werden. Wenn ich merke, dass jemand ein rechtliches Problem hat, helfe ich schon durch Hinweise, recherchiere auch manchmal. Oft wird die Frage gestellt, ob Anwälte hier sind. In den meisten Fällen melde ich mich per PN und helfe dann, soweit ich kann und gebe dabei durchaus meine Anonymität auf. Aber ich möchte gerne selbst entscheiden, wer über mein Privatleben mehr erfährt.


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    Geschrieben von Anwältin am 29. September 2008 um 19:43
  15. Tja.


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    Geschrieben von Lorenz Derungs am 13. Oktober 2008 um 10:48
  16. tja, was?


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    Geschrieben von Elmar Breitbach am 13. Oktober 2008 um 11:11
  17. [...] zum Thema: Welt-Online, Deutschflüsterer, Das Meinungs-Blog, tutsi.de, BloggenSie, ImpulsBlog, wunschkinder.net, Lieblingsblog, [...]


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    Geschrieben von Marions Kochbuch: Abmahnung nach Abmahnung | Alles 2null - Die Web 2.0-Welt am 14. Oktober 2008 um 10:42
  18. Tja, halt eben Non olet.

    Tja, eigentlich kennt jede(r) Erstsemester-Jus-Student(in) folgenden Rechtsgrundsatz:
    “Die Ausübung eines subjektiven Rechtes ist missbräuchlich , wenn sie zwar formell
    dem Gesetz entspricht, die Geltendmachung wegen der besonderen Umstände des
    Einzelfalles aber treuwidrig ist.“

    (Das ist in der BRD lege lata, geltendes Recht in der Schweiz spricht in diesem Zusammenhang sogar noch von Treu und Glauben). Für die Notorietät in den Fällen, die wir (die „Anwältin“ und ich) meinen, kann vielleicht ein seniler Richter, des Internets völlig unbedarft, blind sein. Oder er kann mafiös mit Rechtsanwälten gemeinsames Spiel treiben. Ja, das gibt’s, und zwar im ganzen EU-Raum, von Spanien bis Polen, von Flensburg bis Palermo, weil halt auch der Euro nicht stinkt und weil in jeder Berufsgattung Raubvögel wie Aasgeier in diversen Größen und jeglichen Couleurs flattern, krähen und hacken. Stalin, der größte Massenmörder seiner Zeit, der war in einem Priesterseminar erzogen worden, die „Akademie für Deutsches Recht“ hatte einen Roland Freisler in ihren Reihen, ob Dr. Josef Mengele je einen Hippokratischen Eid abgelegt hat, das weiß ich nicht, könnte aber gut sein. Liebe Anwältin, in einer Welt, in der sogar ein Yassir Arafat den Friedensnobelpreis erhielt, der deutsche Postchef in Handschellen abgeführt wurde, ein Berlusconi nicht im Knast ist, da ist doch alles möglich. Und es ist aber doch auch möglich, dass wir ehrlich sind, zu unseren Worten und Taten stehen - ich zum Beispiel finde es schön, dass ich –obwohl ich wahrlich nie ein Engel war – mich nicht verstecken muss – Sie finden meinen ausführlichen Lebenslauf inklusive den pikanten Details für alle frei zugänglich auf dem Internet, er wurde schon über hunderttausendmal gelesen, das hat mir wahrlich nicht weh getan und ich erhielt deswegen nur positive Reaktionen.

    Liebe Anwältin, meine obige Rechtsauskunft und die anschließende Lebensberatung erteile ich ihnen völlig gratis – trotzdem habe ich heute ein ausgezeichnetes Abendessen genießen können und werde mir jetzt den Abend zufrieden mit einem Glas besten Rotweins vor dem flackernden Kaminfeuer gestalten – mit Freunden, denen knieperähnliche Gestalten, aalglatte Anwälte und zwielichtige Richter nur in dürrenmatschen Tragikomödien kein Gräuel sind.

    Tja, liebe Anwältin, schade, dass ich Sie nicht zu einer solchen gemütlichen Diskussionsrunde über - wir sollten das eigentlich die Causa Knieper nennen -einladen kann! Ich glaube nämlich, Sie könnten da bei uns viel lernen, von A wie Abmahnungsunsinn bis zu Z wie Zivilcourage. Das wissen Sie gewiss: In vino veritas.

    Und den Wein, tja, den würde ich Ihnen nicht mal verrechnen.


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    Geschrieben von Lorenz Derungs am 15. Oktober 2008 um 22:35
  19. Meine Freundin hats auch erwischt, gerade erst vor 2 Tagen. Sie hatte bei der Blogsäuberung die sie schon 2007 durchführte ein dämliches Rezept für Bratwurst übersehen und ausgerechnet das enthielt ein Bild von Knieper :(

    Nun es bleibt einem nichts anderes übrig als zu zahlen. Besser 180 Takken als das zehnfache.

    Sche…. sowas, aber das Urhebergesetz ist eben bei uns so, egal wie man es dreht und wendet und eine Abänderung ist nicht in Sicht.

    Aber egal wie unser Recht auch gestrickt ist, es wird immer Schweine geben die es nutzen um damit anderen Menschen das Leben schwer zu machen. Das fängt schon bei den Rentern an die am Fenster stehen und den Verkehr auf Geschwindigkeit kontrollieren und dann fleissig bei der Polizei anrufen und Anzeige erstatten.

    Recht hin oder her, ist doch ein assiges Verhalten sowas.


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    Geschrieben von Mitgefrusteter am 28. Oktober 2008 um 23:09
  20. Tja, mein lieber Elmar Breitbach, auch dieser letzte Kommentar - ich kanns drehen und wenden und durchlesen und Stilvergleiche mit ähnlichen Trouvaillen auf dem Net machen wie ich will - der hat doch irgendwie kniepersche Konnotation. Reputationsmanagement? Ich würds eher Terrainmeliorierung nennen. “Es bleibt einem nichts anderes übrig als zu zahlen. Besser 180 als das zehnfache… das Urhebergesetz ist eben bei uns so, egal wie man es dreht und wendet und eine Abänderung ist nicht in Sicht.” Das ist in Wirklichkeit eben nicht ganz so, die Sätze sind aber für die Tausenden von Knieper & Kons. Abgemahnten gedacht, die beim Googeln drauf stossen und mürbe gemacht werden sollen. That’s the business, immerhin geht es um einen rechten Batzen Geld. Da darf man schon “Schweine” sagen, insofern dass man den Ausdruck gleich zu “den Rentnern” hinüberschiebt, bei denen es ja anfängt, dieses “Anzeige erstatten”.
    Von Lorenz Derungs, Schönbühl BE, der hier seinen Namen nennt und sich fragt, wieso er es nicht sollte.


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    Geschrieben von Lorenz Derungs am 3. November 2008 um 02:01
  21. @Lorenz Derungs: Und? soll ich nun die Kommentare ganz löschen oder weshalb die persönliche Ansprache? Dass “Anwältin” hier nicht erstmals beim Knieper-Artikel auftauchte, habe ich bereits gesagt und mehr dazu ist von meiner Seite auch nicht zu erwarten. Warum auch. Auch das Nennen ihres Namens müssen Sie mit ihr abklären.

    Dies von mir dazu zu Sagende bedeutet nicht, dass ich die Anwälte Kniepers als Perlen der Juristerei bezeichnen würde. Natürlich sind es opportunistische Geldbeschaffer, die sich blind rasieren. Jedoch ist ihr Tun juristisch nicht angreifbar. In meinem persönlichen Fall jedoch schon, aber das ist eine andere Geschichte.


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    Geschrieben von Elmar Breitbach am 3. November 2008 um 07:10
  22. Sorry aber ich bin kein Knieperknecht, habe nur diesen Blog Beitrag hier gelesen und hoffte das mir vielleicht jemand sowas sagt wie “Brauchst nicht zahlen, der macht nix” oder sowas, aber leider scheint niemand Erfahrung mit dem Typen zu haben.

    Warum sollte ich eigentlich meinen richtigen Namen angeben. Bringt das was wenn ich sage das ich in Wirklichkeit Björn Weiß heisse. Ich denke nicht.


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    Geschrieben von Mitgefrusteter am 10. November 2008 um 13:28
  23. @ Mitgefrusteter: Ich glaube nicht, dass Lorenz dich meinte. Solltest du nachweislich ein “Werk” von Knieper in eine deiner Seiten eingebaut haben, dann kommt man aus der Nummer nur schlecht raus. In meinem Falle war es so, dass es in einem persönlichen Tagebuch einer Userin auf diesen Seiten verwendet wurde, weshalb ich erst ab Kenntniserhaltung hafte und daher nicht zahlen musste


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    Geschrieben von Elmar Breitbach am 10. November 2008 um 14:47
  24. Lieber Mitgefrusteter
    Ich zum Beispiel wurde abgemahnt - und habe nichts bezahlt. Käme auch nie auf die Idee! Herr Knieper erfüllt in meinem Land unzweifelhaft den Tatbestand der gewerbsmäßigen Erpressung. Und das gilt in der Schweiz als Verbrechen, das mit mindestens einem Jahr Gefängnis bestraft wird. Wie die Rechtlage in Deutschland ist, weiß ich nicht. Sind Serien-Abmahnungen wirklich statthaft? Eben wurde einer der Abmahn-Anwälte (Gravenreuth) zu sechs Monaten Haft unbedingt (!) verurteilt. Der wie auch Knieper und seine Winkeladvokaten bewegen sich im Sumpf einer Grauzone des Betrugs und der Abzocke. Von Recht und Gerechtigkeit oder sogar Treu und Glauben kann da keine Rede sein. Ich weiß nicht, woher Elmar Breitbach sein Wissen hat, dass man „aus der Nummer nur schlecht rauskommt“. Ich vermute, von Internet-Recherchen. Bei meinen Recherchen habe ich aber nur „Man–muss-bezahlen-so-ist-leider-das-Gesetz“-Behauptungen gefunde, wirkliche Urteile mit Urteilsbegründungen sind aber rar. Ich glaube, es liegt in der deutschen Seele, dass, wenn sie Worte wie „Anwalt“, „Landgericht“ und dergleichen Obrigkeitliches hört, gleich in eine geistige Achtungsstellung verfällt und wie weiland bei Langemark reagiert.

    Ach ja, noch warum ich abgemahnt wurde: Ich verfasse ein Gratis-Internet-Lehrmittel Deutsch als Fremdsprache (einfach so, um etwas Gutes zu tun. Ohne Abzocke. Ohne Geiz ist geil. Ohne Gier ist gut. Ohne Schlitzohrigkeit. Ja, das gibt’s! Das birgt zwar das Risiko, als beschränkt taxiert zu werden und dubiose Zeitgenossen zu einem Parasitierungsversuch zu verführen, was sich jedoch bis dato immer als Rohrkrepierer erwiesen hat). Die Seite mit dem Titel “Achtung, das gibt Bauchweh” (sic).http://www.mittelschulvorbereitung.ch/content/dafin/Sp346bBauchweh.pdf hatte ich unwissentlich mit Knieperschen Werken geschmückt. Symptomatisch, dass er die Bilder aus dem Kochbuch seiner Frau gerade unter diesem Titel sucht…

    Lorenz Derungs, Schönbühl BE

    Und @ Blogbetreiber und eventuell mitlesende Anwälte (und –innen), damit möchte ich eigentlich vorerst meine Erörterungen beenden und mich Erbaulicherem zuwenden. Denn nicht der Erpressungsversuch (die Abmahnung) machte mir Bauchweh, sondern ich find Leute, die so ihren Zaster zu raffen versuchen, einfach zum Kotzen.


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    Geschrieben von Lorenz Derungs am 10. November 2008 um 18:16
  25. Min Jung, Hut ab vor dem Rächer der Enterbten, aber habe ich nicht gesagt, dass ich mitnichten bezahlt habe? Ich mache nur nicht so einen Film davon, sondern berichte hier darüber, auf dass sich alle Geplagten und Mitgefrusteten an diesem erfreulichen Verlauf ergötzen können.

    Die letzte Serie waren übrigens keine Abmahnungen, sondern zunächst nur Androhungen einer solchen. Geschrieben auf dem hauseigenen Bütten der Familie Knieper, aber sicherlich formuliert und frankiert in der Kanzlei seines Anwaltes.


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    Geschrieben von Elmar Breitbach am 10. November 2008 um 18:58

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