Tyra Banks: Hört auf zu fragen!

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In Tyra Banks Sendung „FabLife“ kam die Sprache auf unerfüllten Kinderwunsch. Ihr Gast Crissy Teigen äußerte sich genervt: Alle Welt frage sie, wann es denn endlich soweit wäre mit Kindern und warum es bisher noch nicht geklappt mit der Schwangerschaft. Das sei so verletzend, wenn man bereits jahrelang probiert haben und deswegen auch schon in Behandlung sei. Insbesondere, wenn man nichts über den Hintergrund einer Person weiß, sollte man sich diese Art von Fragen einfach sparen.

Den Tränen nahe berichtete Banks über ihren eigenen unerfüllten Kinderwunsch, dessen Erfüllung sie beginnend mit dem 23. Lebensjahr vor sich hergeschoben habe „immer in die nächsten drei Jahre“. Nun sei sie 41 und die Fragen nach Kindern verletze sie umso mehr. Unter dem Hashtag #stopasking macht dieser Wunsch im Internet die Runde. Man solle aufhören, danach zu fragen, denn man weiß nie, welche Verletzungen man damit hervorruft.

Umfrage: Wie sehen Sie das?

Soll man wirklich nicht fragen?

  • Nein, es verletzt zu viele Menschen sehr (69%, 193 Stimmen)
  • Doch, man darf, die Leute wissen es ja nicht besser. Aber es verletzt trotzdem. (21%, 58 Stimmen)
  • Natürlich darf man fragen. Ich bin da sehr offensiv und antworte gerne. (11%, 30 Stimmen)

Teilnehmer gesamt: 281

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stopasking


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Kommentar

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11 Kommentare

  1. greta schreibt

    also ehrlich, man sollte danach nicht fragen, weil, was geht einen DAS an? der kinder“plan“ anderer? hey, wo will man sich noch alles einmischen? selbst wenn der gefragte keinerlei probleme hat in sachen kiwu, was genau geht DAS den jeweils anderen an? das ist IMMER grob unhöflich. nicht nur bei einstellungsgesprächen bei neuen job, wo es VERBOTEN ist, sondern generell. ein PAAR dinge dürfen ja wohl noch privatsache sein und bleiben!

  2. greta schreibt

    ich kaufe ein s bei job 🙂

  3. Max schreibt

    Nunja, ich finde man darf und soll alles fragen, was einen interessiert, genauso wie sich der Gegenüber dieser Frage gerne entziehen darf.

    Auf der anderen Seite spielen dabei natürlich die Wortwahl und der Ton eine große Rolle.

  4. greta schreibt

    jo, und die wortwahl der antwort kennen wir: entspannt euch, macht mal urlaub, oder von männern: soll ich aushelfen???

    ne, echt, max, ne, nicht mehr, reicht, danke auch.

    muss echt nicht.

    das werden ja auch gerne immer nur die frauen gefragt – stell dir mal vor, dich fragt dauernd einer: „wo klemmts denn, will er nicht?!“

    nein, alle unsäglichkeiten dazu sind bei jeder kiwupatientIN schon mind. einmal gesagt und gefragt worden.

    fragt einfach nicht mehr!

  5. Amiflosi schreibt

    Vor kurzem hab ich in einer (?) Talkshow Herrn Knigge gesehen. Es ging um passende Verhaltensweisen. Die Moderatorin fragte, was absolut unpassend sei. Er sagte: „Frauen einfach so zu fragen, ob sie Kinder hätten.“
    Es gäbe eben mittlerweile so viele Frauen, die unter ungewollter Kinderlosigkeit leiden. Es sei einfach taktlos, das im Rahmen von Smalltalk-Gesprächen einfach so anzusprechen…
    Fand ich echt interessant. An der Stelle hab ich überlegt, ob ich mir den „neuen Knigge“ doch mal besorge und lese. 😉

  6. greta schreibt

    Knigge hat in diesem falle natürlich recht, vollkommen 🙂

  7. tttxf schreibt

    Hm, das einfach so zu fragen ist doch zu kurz gedacht oder bezieht sich halt nur auf prominente Persönlichkeiten, die DAUERND jeden privaten Mist gefragt werden (aber hey, Interviews kann man auch ablehnen). Für Otto Normalbürger sollte es doch normal sein, dass man ein Mindestmaß an Taktgefühl beweist und erst fragt, wenn man sich in der Freundschaft zu der betreffenden Frau einigermaßen sicher ist. Wenn man eine offene, freundlschaftliche Beziehung zueinander hat, sollte die Frage und die Antwort (auch „ich will nicht drüber reden“ ) kein Problem sein…

    Für mich mal wieder medial aufgebauscht.

  8. gretchen83 schreibt

    @greta jap. genau das, ncihts hinzuzufügen.

    @ tttxf das ist mitnichten medial aufgebauscht sondern für praktisch jeden in diesem forum traurige realität. entsprechend sensibel versuche ich, mit dem thema und inzwischen auch vielen anderen themen bei anderen umzugehen, und im zweifelsfall hilft das alte sprichwort „enn man nichts zu sagen hat, lieber mal die f**** halten“ …

  9. Elmar Breitbach schreibt

    Wenn man keine Ahnung hat, heißt das glaube ich…
    😉

    @tttxf Ich denke aber auch, dass man als Promi ein Interview eben nicht immer „aber hey“ ablehnen kann, weil es schlicht zur Arbeitsplatzbeschreibung gehört, diese zu geben. Wenn man sich das Video ansieht, dann ist auch zu erkennen, dass es spontane Reaktionen sind. Und die wurden von Betroffenen weltweit in den sozialen Medien aufgenommen und weiterverbreitet. Die eigentlichen Medien sind dieser Hype – wie so oft – nur hinterhergelaufen.

  10. Potilla schreibt

    Ich bin immer recht offensiv mit meinem Kinderwunsch umgegangen. Komischerweise habe ich keine blöden Kommentare anhören müssen, sondern im Gegenteil auf einmal viele Menschen gefunden, die sich auch von Herzen Kinder wünschen und bei denen es nicht klappt.
    Ein generelles „stop asking!“ halte ich für fehl am Platz. Wenn ich mich für meine Mitmenschen interessiere und insbesondere, wenn sie mir vertrauter werden, gehört diese Frage oder auch einfach nur das Interesse an ihrer Lebenswelt einfach dazu.
    Allerdings hat Herr Knigge mehr als recht – ein Smalltalk-Thema ist dies mitnichten.

  11. die_kante schreibt

    ich bin seit geraumer zeit im rahmen meiner arbeit in einem klinischen ethikkomitee mit dem thema kinderwunschbehandlung (insbesondere im kontext spätabbruch bzw. fetozid) befasst – und musste mich hinterfragen lassen, ob ich als lesbische frau wüsste, unter welchem druck frauen stünden, die seit jahren versuchen, ein kind zu bekommen. es ist meines erachtens völlig wurscht, ob ich lesbisch oder sonstwas bin – wenn es darum geht, das thema kinderwunsch, welche verfahren etc. ist seit jahren immer wieder grund für ethische debatten und das ist auch gut und wichtig. dass frauen daran anstoß nehmen, nach ihrem kinderwunsch befragt zu werden, kann ich nachvollziehen (warum werden eigentlich die männer nicht gefragt, ob sie nicht väter werden wollen – und 6 monate zu hause bleiben, wenn die frau wieder in den beruf einsteigen will etc.?).
    nicht nachvollziehen kann ich die aggressivität, die mitunter in die diskussion einfließt – es ist nachvollziehbar, dass frauen, die seit geraumer zeit vergeblich versuchen schwanger zu werden, den kanal voll haben von diesen fragen. die eigene betroffenheit macht eine eigene perspektive, die gesehen werden muss.
    grundsätzlich finde ich die frage dämlich. wenn es aber um auseinandersetzungen zum thema eizellspende, spindeltransfer etc. geht, muss klar sein, dass es nicht um individuelle entscheidungen und wünsche geht, sondern auch daraum, was legal und ethisch gerechtfertigt ist. an dieser diskussion kommen frauen mit unerfülltem kinderwunsch nicht vorbei. es geht also grundsätzlich um den ton der gesamten debatte, nicht nur um den ton im individuellen kontext.