Kostenübernahme: Frau Schröder macht ernst!

31

Das habe ich vor ein paar Minuten auf der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung gelesen und möchte es der werten Leserschaft nicht vorenthalten: Frau Schröder plant offenbar eine bundesweite Umsetzung des Sachsen-Modells für Deutschland!

Die Süddeutsche berichtet vorab: “Aus Schröders Ministerium kommt nun die Idee, den Anteil der Krankenkassen auf 60 Prozent anzuheben und zugleich aus der öffentlichen Hand noch einmal 25 Prozent zuzuschießen. Diese Kosten sollen sich Bund und Länder teilen. In dem Papier, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, heißt es außerdem, dass für einen möglichen vierten Versuch Bund und Länder 50 Prozent der Kosten übernehmen würden.

Entgegen früherer Pläne, die auch am Widerstand der Unionsfraktionen scheiterte, ist die Situation diesmal offenbar positiver:”Aus der Unionsfraktion kam bereits Unterstützung für den Vorschlag. Deren gesundheitspollitischer Sprecher Jens Spahn sagte der SZ, die Gesundheitspolitiker seien sich im Grundsatz mit der Ministerin einig.“, so die SZ.

Soviel erst einmal auf die Schnelle vorab. Später mehr dazu…



Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

31 Kommentare

  1. Nadine schreibt

    Gibt es einen Link?
    Ich finde das auf der Seite der Süddeutschen Zeitung nicht.

  2. Elmar Breitbach schreibt

    Links? Das sind doch diese blauen anklickbaren Texte, oder 😀 ?

    Hier zu finden bei “Die Süddeutsche berichtet vorab:”

  3. Floydine schreibt

    Das hört sich wirklich vielversprechend an :-). Aber ich fange erst an mich vorsichtig zu freuen, wenn es tatsächlich Fakt ist…

  4. Manulein schreibt

    Hallo
    falls es so sein sollte das die kosten zum grösseren teil wieder übernommen werden, ist es denn so, das die die jetzt schon die 3 50 % bezahlten Versuche duch haben, nur noch vom 4.Versuch profitieren oder geht der zähler wieder auf null ( jaja hoffnung stirbt zuletzt )
    man man na dann haben wir die Versuche genau zur falschen zeit gemacht *grrr* naja pech auf ganzer linie.
    Trotzdem freue ich mir sehr darüber das Bewegung rein kommt, ist abzuwarten wann es schwarz auf weiss kommt.
    Ganz liebe Grüße
    Manu

  5. Elmar Breitbach schreibt

    @ Manulein: Das wird sicherlich nicht rückwirkend gelten, davon kann man ausgehen … wenn es denn überhaupt umgesetzt wird.

  6. Donza schreibt

    Na, da hat sie sich bestimmt den kürzlich versandten Brief von Aktion Kinderwunsch zu Herzen genommen! 😀
    Das wäre ja ein Knüller, wenn dieses Modell tatsächlich umgesetzt wird.

  7. gecko1980 schreibt

    Auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung!!

  8. Charly schreibt

    Das wäre super! Nur wielange dauert es, bis so ein Gesetz durch ist? Ein Jahr, zwei oder drei Jahre?? Wir wollen eigentlich Ende nächsten Jahre starten. Und schade dass es wieder nur verheiratete Paare betrifft..

  9. Rebella schreibt

    “Frau Schröder macht ernst” ist natürlich eine schöne Schlagzeile für eine Zeitung.

    Ich glaube das dieses Mal erst, wenn ich Fakten sehe.

  10. Manulein schreibt

    Hallo
    das es nicht rückwirkend gilt, kann man zu 100 % annehmen, aber geht alles wieder auf null ( von der anzahl der Versuche her ) wenn das Gesetz kommen sollte ?
    Damals war es doch so das man die schon genehmigte Versuche nicht mehr bekam, oder durfte man sie nachdem die Gesundheitsreform durch war noch machen und nur alle die dananch anfingen fielen unter die 50 % Regelung.
    Vieleicht ist es dieses mal anders herum ?
    Ganz liebe Grüße
    Manu

  11. charly schreibt

    Und was mich noch interessiert, Herr Dr. Breitbach: ich nehme mal an, dass Soldaten von dieser Regelung ausgenommen sind?

  12. Elmar Breitbach schreibt

    @ charly: Ja, es geht hier nur um die Versicherten, der gesetzlichen Krankenkassen

  13. Elmar Breitbach schreibt

    @Manulein: Nein, das meinte ich ja mit rückwirkend. Wer jetzt z. B. bereits 3 Behandlungen durchgeführt hatte, der wird die vierte noch bekommen (mit der reduzierten Kostenübernahme), aber nicht mehr.

  14. Manulein schreibt

    na das hatte ich befürchtet *grummel*
    aber ist besser als gar nix, wollen wir also hoffen das die Regelung sich ändert bevor wir in die wechseljahre kommen

  15. Jana schreibt

    Das wird sicherlich ein harter Kampf mit der GKV. Aber ich finde es schon super, dass Schröder diesen Kampf aufnimmt. Wie der erster kommentar dazu in der SZ zeigt, ist die “Selber-Schuld”-Lobby in den Medien aber stark (http://www.sueddeutsche.de/politik/kuenstliche-befruchtung-der-preis-der-kinderlosen-1.1103170) . Die werden alles versuchen, damit es nicht mehr Unterstütung gibt. Vielleicht wäre es gut, wir würden da auch posten, um klar zu machen, dass hier wirklich ein Problem liegt!! VLG Jana

  16. Karstimaeusl schreibt

    Es wäre ja sehr schön, wenn dies wirklich so kommen würde. Immerhin würde dann eine ICSI für uns endlich machbar werden, wenngleich wir dafür auch heiraten müssten.

    Aber es wäre wenigstens finanziell stemmbar.

  17. kekskeks schreibt

    Was für ein unintelligenter Kommentar von Charlotte Frank in der Süddeutschen!
    Einerseits erkennt sie ganz klar, daß nach der Definition der WHO Kinderlosigkeit sehr wohl als Krankheit definiert werden kann (und was anderes als Krankheiten soll es denn sein, wenn Hormonstörungen, Eileiterprobleme oder anderes vorliegen??).
    Andererseits kommt gleich danach der unerträgliche Satz: “Andererseits zeigen Studien immer wieder, dass Kinderlosigkeit oft auch ein selbstgewähltes Schicksal infolge individueller Lebensplanungen ist.”
    Da wird doch munter alles verquirlt und allen Betroffenen ein “Selbst Schuld” attestiert – wie unverschämt. Klar werden mit fortschreitendem Alter die Chancen natürlicherweise schlechter, aber was hat das mit bereits bestehenden Problemen zu tun? Ein dichter Eileiter ist ein dichter Eileiter, egal ob ich 24 oder 38 bin! Wieso differenziert hier eigentlich niemand? “Selbst Schuld” und der Nicht-Betroffene ist zufrieden und sein Weltbild stimmt wieder… erstaunlich auch, wie feste Meinungen gerade zu diesem Thema selbst medizinische Laien haben.

  18. raise schreibt

    Klingt gut. Am besten aber finde ich die Regelung in Israel: Jeder bekommt bis zum 52. Lebensjahr alles bezahlt, bis er zwei lebend geborene Kinder hat. Das ist doch mal eine klare Position.

  19. Regi schreibt

    Unser Sohn ist mittlerweile auf der Welt. Kommt also leider zu spät.
    Oder bekommen wir da was zurück ?
    Das wäre natürlich klasse. wird aber sicher nicht der Fall sein.

    Schade !!!!

  20. Rebella schreibt

    Nein, Regi, da brauchst du nicht träumen. Zurück bekommen hat noch nie einer was. Es sei denn, ein bisschen was über die Steuererklärung.

    Neue Gesetze gelten ja auch immer erst ab einem bestimmten Datum und für alles, was ab diesem Datum passiert.

  21. sweetlara schreibt

    Da Frau Schröder nicht das Gesundheitsministerium führt, dürfte es ihr schwer fallen, den Kassenbeitrag für die Behandlungen auf 60 Prozent zu hieven. Und ob sich der FDP-Minister so einfach reinreden lässt, damit sich seine schwangere CDU-Kollegin auf seine Finanzkosten profilieren kann (schließlich steht er für die Gesundheitsausgaben gerade), daran glaube ich einfach nicht. Das dürfte das Kapitel “parteipolitisches Geplänkel” sein.

  22. Elmar Breitbach schreibt

    sweetlara: » QWurde hier ja bereits geschrieben: Die Finanzierung soll aus Steuergeldern (analog zum Sachsenmodell) erfolgen und nicht aus dem Topf der Sozialversicherungen. “Parteipolitisches Geplänkel” kann es natürlich dessen ungeachtet trotzdem sein.

  23. Gast schreibt

    Frau Schröder hat eine gute Idee. Leider hat sie sich bisher nur als “Ankündigungsministerin” hervorgetan, viel versprochen und am Ende nichts durchgesetzt.

    Warten wir es ab und hoffen das Beste. Länder wie Sachsen und Sachsen-Anhalt machen es bereits vor und zeigen, dass ein Land mit Bevölkerungsschwund es sich nicht leisten kann, auch nur auf ein Wunschkind zu verzichten und schon gar nicht des Geldes wegen.

  24. Rebella schreibt

    Bei uns steht es heute auch in der Zeitung, was Frau Schröder schn so alles angekündigt und nicht durchgesetzt hat. Da war die Kinderwunschbehandlung noch nicht mal dabei.

    Offenbar aben wir es mit einer Märchenerzählerin zu tun. Sowas hatten wir auch gerade noch gebraucht. 🙁

  25. Rebella schreibt

    Das habe ich heute erhalten:

    “Sehr geehrte Frau X,

    Frau Bundesministerin Dr. Schröder dankt Ihnen herzlich für Ihr Schreiben vom 15.Mai und 29. Mai 2011 und Ihrem Engagement für ungewollt kinderlose Paare. Aus familiären Gründen kann Frau Dr. Schröder Ihnen leider zurzeit nicht persönlich antworten. Sie hat mich deshalb gebeten, Ihnen zu antworten.

    Frau Bundesfamilienministerin Dr. Schröder ist es ein wichtiges Anliegen, die Situation von Paaren mit unerfüllten Kinderwünschen in unserer Gesellschaft deutlich sichtbar zu machen, das Thema künstliche Befruchtung zu enttabuisieren und zu einer Akzeptanz und Entstigmatisierung kinderloser Frauen und Paare beizutragen.

    Frau Bundesministerin Dr. Schröder möchte erreichen, dass der Wunsch nach einem Kind für möglichst viele Paare in Erfüllung gehen kann. Die Einschränkungen der Krankenkassenleistungen durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz von 2004 haben dazu geführt, dass die Kosten für die Behandlungen für alle Paare vom ersten Versuch an sehr zu Buche schlagen. Damit Kinderwünsche nicht alleine am fehlenden Geld scheitern, wird die Bundesregierung mit allen Beteiligten, darunter den Ländern, darüber beraten, wie den Betroffenen geholfen und mit welchen konkreten Maßnahmen sie besser unterstützt werden können. Das Beispiel Sachsen zeigt, dass dabei auch von Seiten der Länder innovative Wege beschritten werden und Kooperationsbereitschaft besteht.

    Viele Paare bringt die Diagnose einer Fertilitätsstörung an die Grenzen ihrer seelischen Belastbarkeit. Oft wird alle Hoffnung in die medizinischen und reproduktionsmedizinischen Behandlungen gelegt, um sich den ersehnten Kinderwunsch zu erfüllen. Nicht selten fühlen sich die betroffenen Paare dabei mit ihren Sorgen und Nöten allein gelassen. Der psychosozialen Beratung und Begleitung von Paaren, deren Kinderwunsch dauerhaft unerfüllt bleibt, kommt vor, während und nach reproduktionsmedizinischen Behandlungen eine besondere Bedeutung zu.

    Neben der Verbesserung der finanziellen Unterstützung ungewollt kinderloser Paare und umfassender Angebote psychosozialer Beratung rund um ungewollte Kinderlosigkeit werden wir auch anregen, die Rahmenbedingungen für Adoptionen zu überprüfen.

    Um die aus einer Vielzahl von betroffenen Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch gewonnenen Erfahrungen an andere Betroffenen weiterzugeben, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Medienpaket zur ungewollten Kinderlosigkeit herausgegeben, das Sie kostenlos bei der BZgA, 51109 Köln oder unter order@bzga.de anfordern können. Weitere Informationen finden Sie auf dem Kanal Kinderwunsch auf der Homepage der BZgA unter http://www.familienplanung.de

    Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    Uta Pohle

    Referentin
    Referat 407
    Bundesstiftung Mutter und Kind
    Bundesministerium für Familie,
    Senioren, Frauen und Jugend”

  26. Pantene28 schreibt

    Wie weit ist diese Planung von Frau Schröder denn zum jetzigen Zeitpunkt? Sie hat ja wohl vor kurzem ein gesundes Kind zur Welt gebracht (Herzlichen Glückwunsch!). Anderen bleibt das leider vergönnt :-(.

  27. Buntspecht schreibt

    Ich glaube nicht daran, dass es bzgl. der Kostenübernahme eine Verbesserung geben wird. Im Gegenteil halte ich es für viel wahrscheinlicher, dass sich die Auslegung der bestehenden Regelung weiter verschärfen wird, insbesondere für Paare, die bereits ein Kind haben.

    Was oft verdrängt wird, ist die Tatsache, dass unser Gesundheitssystem einer Mangelwirtschaft gleicht, obwohl die GKV-Höchstbeiträge bereits die Schmerzgrenze erreicht haben. Ich bin z.B. freiwilliges GKV-Mitglied weil ich das unsolidarische PKV-System asozial finde, aber bei weiteren Beitragserhöhungen würde der Anteil der freiwilligen GKV-Mitglieder sicherlich weiter abnehmen. Beitragserhöhungen sind daher für die meisten Politiker keine Option.

    Im Grunde geht es also nur darum, die vorhandenen Mittel so zu verteilen, dass möglichst wenig Unmut entsteht. Eine erweiterte Kostenübernahme für Kinderwunschbehandlungen würde daher automatisch mit Streichungen an anderer Stelle einhergehen. Dann werden keine Segelohroperationen mehr gezahlt, oder es wird eine Altersgrenze für Hüft-OPs eingeführt.

    Um einen Politiker von einer erweiterten Kostenübernahme für Kinderwunschbehandlungen zu überzeugen, müsstet ihr ihm also zunächst mal eine andere Patientengruppe präsentieren, die bei Leistungskürzungen weniger laut schreit. Traurig, aber wahr.

  28. Noch ein Bundesland für Kostenübernahme

    […] letztlich zuständige Familienministerin ist auch dafür, drei Länder haben schon eigene Modelle in die Tat umgesetzt. Wo ist jetzt eigentlich noch das […]

  29. Christiane schreibt

    Wo zu zaheln wir die 10 euro an die krankenkassen da können die auch für uns grade stehen.
    Und zu mal ist es so Mutter die kinder bekommen, die bekommen auch von pro familiea unterstützung da kann man uns auch untestützen und das voll übernehmen. den keiner hat das Geld auf einmal.
    Was viele verlangen.

    Ich hoffe nur dass die Sache Kinderwunsch richtig ins rollen!
    kommt.

    Und uns Frauen mit den großen kinderwunsch auch geholfen wird.

    Und deutschland nicht mehr schreit wir haben zu wehnig kinder.