14 Millionen Frauen leiden unter Endometriose

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EU-weit sind 14 Millionen Frauen von dieser Erkrankung betroffen, berichtet „Die Standard

Anlässlich der Endometriose-Aktionswoche von 7. bis 13. März wurde im europäischen Parlament eine britische Studie über Auswirkungen und Kosten der chronischen Frauenkrankheit Endometriose vorstellt. Diana Wallis und Robert Music, Chef der britischen Endometriose-Gesellschaft, forderten aufgrund der vorgestellten Zahlen mehr Aufklärung in der EU, aber auch finanzielle Mittel zur Erforschung und Behandlung dieser unterschätzten Krankheit. Am erschreckensten ist der lange Zeitraum bis zur Diagnosestellung:

Neun Jahre bis zur Diagnose
Es wird davon ausgegangen, dass EU-weit 14 Millionen Frauen und Mädchen an Endometriose erkrankt sind. Für die Studie der EAPPG (Endometriosis All Party Parliamentary Group) wurden die Angaben von 2599 Frauen aus dem EU-Raum ausgewertet. Sie zeigt, dass sich die Jahre bis zu einer korrekten Diagnose von bisher 7 auf 9 Jahre erhöht hat.

Durchschnittlich verloren berufstätige Frauen aufgrund der starken Beschwerden bis zu fünf Arbeitstage pro Monat, 14 Prozent gaben an, ihren Job wegen der Krankheit aufgegeben, verloren oder unterbrochen zu haben.

Acht von zehn Frauen leideten an Schlaflosigkeit, drei Viertel gaben an, dass ihr soziales Leben beeinträchtigt sei und genausoviele äußerten Schmerzen beim oder die Unmöglichkeit von Geschlechtsverkehr. Dies habe zum Teil schwere Konsequenzen für die Beziehungen der Frauen.

Wirtschaft und Endometriose
Um das Ausmaß der Krankheit zu verdeutlichen, wurde auch auf die wirtschaftliche Dimension von Endometriose verwiesen: Jedes Jahr verliert die EU bis zu 30 Milliarden Euro für die ausgefallene Arbeitskraft, so die britische Liberale Diana Wallis. Hinzu würden noch die vielen anderen Ausgaben für verzögerte Diagnose, medizinische Behandlung und künstliche Befruchtung kommen.


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