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Ausland

Mutter statt Oma: neuer Generationenvertrag?

Eine satirische Sicht auf Auswüchse der Reproduktionsmedizin

Ein Artikel in der “Welt” beleuchtet noch einmal die die erfolgreiche Schwangerschaft einer 57-Jährigen in den USA.

Der interessante Denkansatz in diesem Kommentar besteht darin, dass davon ausgegangen wird, die Zeit nach der Menopause der Frau ist von der Natur dazu “geschaffen worden”, um die Aufzucht der Enkel zu unterstützen. Die nachvollziehbare Grundüberlegung ist, dass diese Funktion der älteren Frau zu einem Selektionsvorteil der gesamten Spezies Mensch führt.

Vergessen wird dabei die Lebenserwartung, die zwar heute zwischen 80 und 90 Jahren betragen kann, aber nur durch gesundheitliche Aufklärung und die Kunst der Ärzte zu erreichen war. Noch vor einigen hundert Jahren war es eher eine Ausnahme, wenn eine Frau ihre Wechseljahre überhaupt erlebte.

Der Generationenvertrag über die Erziehung der (Kindes-)Kinder könnte sich zur Gänze wandeln, wenn späte Schwangerschaften mit > 50 Jahren häufiger wären. Die Gro߭utter würde dann nicht nur die Enkelkinder mit aufziehen, sondern sogar gleich selbst austragen. Die (Schwieger-)Tochter wäre dann in der Lage ungehemmt von Schwangerschaft und Kinderbetreuung ihre Arbeitskraft der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, um dann später selbst ihre Enkelkinder auszutragen. Auch rententechnisch wäre dies sicher ein tragfähiges Konzept. ;-)

Wie man die Männer in dieses Konzept einbinden könnte, ist ungeklärt und vielleicht auch aufgrund der geringeren Lebenserwartung weniger von Bedeutung.

Und zum ernsten Schluß noch eine Denkschrift der evangelischen Kirche “Verantwortung für das Leben”, die sich aus kirchlicher Sicht mit den Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin beschäftigt.


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