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Kürzlich hatte ich die Frage gestellt, ob der Sex beim Kinderwunsch auf der Strecke bleibt und um Teilnahme an einer entsprechenden Umfrage gebeten. Die Rohdaten sind unter dem eingangs erwähnten Link zu sehen un die Auswertung erfolgte bei 528 Antworten.
Hier nun die Ergebnisse und der Versuch einer Interpretation:
Dies war die erste Frage. Aufschlussreicher wäre es gewesen, wenn man eine Kontrollgruppe gehabt hätte.
Dies wurde in Abhängigkeit von drei verschiedenen Situationen befragt:
Nach erfolgloser und abgeschlossener Kinderwunschbehandlung wäre sicherlich auch eine gute Frage gewesen,die ich leider vergessen habe.
Die Häufigkeit wurde unterteilt in
Für die Graphiken habe ich das mit den Zahlen in Klammern ersetzt:

Unabhängig von der Phase des Kinderwunschs waren die Freunde des Leistungssports in der Minderheit. Einmal oder mehrmals täglich Sex zu haben war durchgehend eher die Ausnahme.
Lässt man diese beiden Aussagen also mal außen vor, dann ergab sich eigentlich genau das, was ich mir (und vielleicht auch viele andere) erwartet haben. Während die blauen Säulen eine abfallende Verteilung von links nach rechts zeigten, war das Muster nach Geburt eines Kindes genau umgekehrt. Während der Kinderwunschbehandlung (rot) war die Verteilung relativ gleichmäßig über alle “Leistungsgruppen”.
Sicherlich spielt hier nicht nur der Kinderwunsch eine Rolle, sondern auch die Dauer eine Partnerschaft, die natürlich auch ein wenig zur “Rechtsverschiebung” beitragen kann.
Kinder scheinen aber ein größerer “Sexkiller” zu sein als eine Kinderwunschbehandlung.
Interessant war zunächst einmal, dass immerhin 156 Männer an der Umfrage teilgenommen haben oder zumindest Personen, die vorgaben, Männer zu sein. Diese hohe Zahl hätte ich nicht erwartet.
Und auch hier wurden Ergebnisse erzielt, die ich so durchaus auch erwartet hätte. Männer fanden Sex häufiger sehr wichtig für für eine dauerhafte Beziehung, während bei den frauen die am häufigsten gewählte Option nur “wichtig” war.
Zählt man mal die “sehr wichtig” und “wichtig”-Antworten zusammen, dann sind die Ergebnisse für diese zusammengafssten Gruppen jedoch identisch groß: 84% bei den Frauen und 85% bei den Männern. Die Verteilung auf “unwichtig” und “weniger wichtig” war bei beiden Geschlechtern ebenfalls fast identisch. Das hat mich dann doch ein wenig überrascht.
Andere Interpretationen der Zahlen sind natürlich herzlich willkommen.
Ich würde gerne wissen, ob das von den Männern oder den Frauen oder beiden ausgeht, dass der Sex bei Kinderwunschbehandlung und Kind der Sex zurückgeht. Bei uns ist es jedenfalls nur der Mann, der zum Muffel motiert - ich habe das gleiche Verlangen wie vorher (eine harte Partnerschaftsbelastung, wie man sich denken kann).
Ach so, ich muss gestehen, dass ich FÜR meinen Mann abgestimmt habe, ich weiß ja, was er denkt…
Ich hab´s auch so gemacht.*pfeif*