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Mann und Frau

Männer im Zeugungsstreik

Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Emnid-Institut im Auftrag der Frauenzeitschrift “Brigitte” durchführte. Demnach glauben 38 Prozent der Männer nicht, dass Kinder glücklich machen, 48 Prozent halten ihre Geschlechtsgenossen auch nicht für egoistisch, wenn sie sich bewusst gegen Kinder entscheiden.

Tatsächlich gibt es wesentlich mehr kinderlose Männer als Frauen. Bei den Männern zwischen 35 und 39 ist etwa ein Drittel kinderlos, bei den Frauen nicht mal jede fünfte Frau. “Die derzeitige Debatte um kinderlose Akademikerinnen lässt die wesentlichen Verursacher des Geburtenrückgangs außen vor”, so BRIGITTE-Redakteurin Meike Dinklage, die das Thema für das Dossier in der neuesten Ausgabe von BRIGITTE und für ihr Buch “Der Zeugungsstreik” untersucht hat. “Es gibt eine Generation der entscheidungsunwilligen “Später
vielleicht-Väter”. Sie fürchten Veränderungen, Einschränkungen und finanzielle Belastungen, sie vertagen und hinterfragen den Kinderwunsch, bis es für ihre Partnerinnen schließlich zu spät ist.”

Ergänzung (19.4.2005): Interview mit der Autorin in “Die Welt

In einem anderen Artikel dieses Blogs wurde ja bereits die These aufgestellt, dass “Frauen den Mann zum Vater machen”:

Ein wesentliches Problem sei, dass sich kinderlose Männer nicht recht vorstellen können, wie das Leben als Vater ist. Grundsätzlich geht das den Frauen auch so, jedoch ist diesen ganz offenbar klar, dass sie diejenigen sein müssen, die die Initiative ergreifen, wenn es um die konkrete Verwirklichung des Kinderwunsches geht. “Ich kann mir das alles gar nicht so recht vorstellen”, bekam der Psychologe Holger von der Lippe in 200 Interviews mit kinderlosen Männern oft zu hören.

(Via Presseportal)


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