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Gesellschaft

Ist Kinderwunschbehandlung Bevölkerungspolitik?


Ein ziemlich aktueller Artikel aus dem deutschen Ärzteblatt beschäftigt sich mit dieser Frage.
Anders formuliert: Wäre es sinnvoll, die Kostenübernahme seitens der Krankenkassen wieder dem alten Stand von vor dem 1.1.2004 anzupassen? Eine Übersicht über die aktuelle Situation findet sich hier, die alten Regelungen waren sehr viel großzügiger, z. B. wurden bis zu vier IVF-Versuche bezahlt. Hier noch mehr zur IVF.

Mitte November wurde die neue Statistik des Deutschen IVF-Registers vorgestellt, demzufolge die Zahl der Behandlungszyklen im letzten Jahr deutlich abgenommen hat, nicht zuletzt deswegen, weil sich die betroffenen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch die Behandlung nicht mehr leisten können. Beträge von 1500-2000 Euro als selbst zu zahlender Eigenanteil wurden dabei genannt.

“Die Zukunftsängste der Reproduktionsmediziner waren auf der Pressekonferenz spürbar. Sie äußerten sich auch in einer gewissen Inflation in der Selbsteinschätzung der bevölkerungspolitischen Bedeutung ihrer Profession. Nicht nur 11 558 Kinder (also 1,6 Prozent von 715 000 in 2003 geborener Kinder), wie das eigene Register ausführt, seien mit Hilfe der Reproduktionsmedizin geboren worden, sondern es seien, so Würfel “mindestens 50 000 Kinder, bei denen die Fortpflanzungsmedizin die Hand im Spiel hatte - vermutlich noch wesentlich mehr, weil nicht alle Fälle dokumentiert werden.” Würfel kommt auf mindestens sieben bis acht Prozent aller Lebendgeborenen, denen fortpflanzungsmedizinische Maßnahmen im weitesten Sinne vorausgegangen waren.”

Wie auch immer diese Aussagen motiviert sind, sicherlich sind die Zahlen nicht zur Gänze aus der Luft gegriffen. Familienpolitik heute….


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