Kinderwunsch: Nachrichten aus Fach- und Laienpresse

Immer mehr Kinder durch Reproduktionsmedizin

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Das berichtet das „Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung“ in seiner Pressemitteilung.

Konkret wurden zum Zeitpunkt der letzten Erhebung im Jahre 2013 insgesamt 17.100 Kinder durch die künstliche Befruchtung geboren

Niveau von 2002 erst 10 Jahre später wieder erreicht

Waren es im Jahr 2001 noch rund 12.500 nach IVF und ICSI Geborene, so ist die Zahl inzwischen auf 17.100 angestiegen. Aber erst drei Jahre zuvor (2011) wurde wieder das Niveau des Jahres 2002 erreicht – dem vorletzten Jahr, in dem von den gesetzlichen Krankenkassen bis zu 4 Behandlungen vollständig übernommen wurden. Seit 2004 sind nur noch maximal drei, die zur Hälfte bezahlt werden. Diese Änderung hatte bewirkt, dass viele Paare Behandlungen in das Jahr 2003 vorgezogen haben. Die Zahlen dieses Jahres muss man daher durch die Mitnahmeeffekte als Ausreißer werten.

Anteil-IVF-Kinder-Geswamtbevoelkerung

Wie man der Graphik des BIB entnehmen kann, kam es durch die veränderte Kostenübernahme zu einem dramatischen Absturz der Zahlen im Jahre 2004. Der Anstieg war ab da dann jedoch kontinuierlich – in den letzten Jahren in einigen Bundesländern zusätzlich gefördert durch das „Kinderwunschförderungsgesetz“ (KiwunschG).

Für die demographische Entwicklung von untergeordneter Bedeutung

So sieht es zumindest das BiB: „Während die Reproduktionsmedizin für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch von großer Bedeutung ist, spielt sie für die demografische Entwicklung Deutschlands nur eine geringe Rolle. Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) mitteilt, machten medizinisch assistierte Geburten im Jahre 2013 lediglich einen Anteil von 2,5 Prozent an allen Lebendgeborenen aus.“

Quelle: Presseerklärung des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

 


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