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Es wurde hier bereits berichtet, dass Ende 2007 eine 64jährige Frau nach einer Eizellspende ein Kind zur Welt gebracht hat. Auch über das reichhaltige Echo wurde berichtet.
Man kann sich vorstellen, was die Speerspitze der deutschen Frauen-Emanzipation davon hielt:
Einerseits: Alte Männer werden auch Väter, mein Bauch gehört mir und es ist doch völlig in Ordnung, wenn auch ältere Frauen ihren Kinderwunsch noch selbstbestimmt erfüllen können. Und überhaupt: Nieder mit dem Jugendwahn.
Andererseits: Es werden Frauen ausgebeutet und zu Rohstofflieferanten degradiert. Wer früher Kaffee in Nicaragua gepflückt hat, wird damit ein Problem haben und in diesem speziellen Fall natürlich auch mit dem Geschlecht der Ausgebeuteten.
Da ist jede Dialektik überfordert. Und daher nimmt Emma nicht selbst Stellung sondern lässt Stellung nehmen. Einmal Pro und einmal Kontra. Lesenswert.
Sehr lesenswert und gut geschrieben - von BEIDEN Seiten finde ich!
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tja..emma im dilemma..schöner titel!
ich tendiere nach wie vor eher zu pro; nicht weil ich es prickelnd fände mit 64 mutter zu werden, aber weil ich es sehr prickelnd fände dazu die rechtliche freiheit zu haben und zumindest die gesellschaftliche billigung.
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Mir haben beide Artikel sehr gut gefallen. Eine gesetzliche Regelung fände ich nicht sehr schön. Ich selbst hatte mir für meinen Kinderwunch die magische Grenze Mitte 30 gesetzt. Erfahrungswert - zum einen hatte ich eine wunderbare junge Mutter, zum anderen eine Freundin, deren Eltern so alt wir meine Großeltern waren. Ihr Vater ist schon vor längerer Zeit gestorben. Als Kind war sie viel isoliert, einfach anders. Trotzdem nett. Dennoch würde ich das meinem Kind niemals zumuten wollen…
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Beide Artikel sind lesenswert. Die Argumente sind prima herausgearbeitet. Obwohl ich selbst zur Fraktion der “alten Mütter” gehöre, da ich erst im 41. Lebensjahr das 1. Kind bekommen habe, stimme ich doch dem Contra eher zu. Natürlich sollte man es nicht unter Strafe stellen, wenn eine Frau der Natur auch im wirklich hohen Alter noch ein Kind abringen will. Aber es sollte durch die Medizin diesem Wunsch nicht noch Vorschub geleistet werden. Man muss nicht alles machen, was machbar ist. Denn letztendlich geht diese Wunscherfüllung der Eltern um jeden Preis zu lasten des Kindes. Für mich stellt sich die Frage: Muss man sich im Leben jeden Wunsch erfüllen? Oder sollte man nicht auch sagen: Es sollte nicht sein!?
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Wegen Kommentar von SJGT:
1. Es kommt drauf an wie alt manche Großeltern sind. Manche sind ja wirklich jung, mit 40 schon,oder sogar unter 40…
2. Warum soll ein Kind von ältere Eltern anders sein und isoliert? Wegen seiner Eltern, oder sieht es anders aus?
Ich denke diese Probleme mit Frauen über 50 oder 60 die ein Kind bekommen könnten gelöst werden indem man Frauen (per Gesetz) nicht eine Behandlung ablehnt und sie auch finanziell unterstützt, in jungerem Alter (bis 50). Bis 45-50 kann man eine Frau schon behandeln.
Und es ist auch so dass diese so kritisierte Frauen einer Generation gehören die eine Behandlung früher nicht tun konnten weil KB, zu mindest in manche Länder gar nicht gab, oder sie hatten kein Geld dafür.
(Und eine Adoption ist auch nicht so zugänglich.)
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Hallo!
Wollte schon eine Weile mal etwas “klarstellen”. Ich kenne sowohl den behandelnden Frauenarzt persönlich, als auch jemand aus dem sehr nahen Umfeld der Dame. Sie ist nicht wie angegeben 64, sondern “nur” 54. Diese “schummelei” entstand, als die türkische Familie nach Deutschland kam, ohne Geburtsurkunde, wie in Teilen der Türkei früher üblich. Sie hat sich dann einfach 10 Jahre älter gemacht, um in Deutschland früher Rente zu bekommen. Es wurde natürlich so verkauft, daß sie die älteste Deutsche ist etc. blabla, aber aus doppelter sicherer Quelle weiß ich eben das wahre Alter. Wer aber gut 100000€ für das erste exklusiv Interview bekommt, beläßt es natürlich bei seiner Aussage.
Und noch was: Das Kind hat sie nach Ihrer Sectio übrigens nur im Kinderzimmer abgegeben und sich wirklich überhaupt nicht gekümmert! Das hat mich sooooo geschockt! Wenn ich das alles auf mich nehme, egal in welchem Alter, dann geb ich mein Kind doch keine Sekunde her, oder seh ich da was falsch?
Liebe kopfschüttelnde Grüße
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Mir fällt dazu auc immer das Stichwort “Organhandel” ein. Man kann, bei aller Gleichberechtigungsvorstellung, eine Spermaspende nicht mit einer Eizellenspende vergleichen. Für mich hat eine EZ-Spende, die niemals von gut situierten Frauen in Erwägung gezogen werden würde, wahrscheinlich aus Ländern wie Tschchien, Russland o. anderen Ländern mit geringere Durchschnittseinkómmen- immer noch etwas mit Organhandel zu tun. Und da ist der Aufschrei groß, wenn es sich um z.B. um gespendete Nieren aus einem Drittweltland handelt. Da geht es um Geld, in Zukunft vielleicht im großen Stil. Wird sich ja schon an Studentinnen gewandt, oder gezielt bei Frauen in ärmeren ländern nachgefragt. Was im Einzelfall verständlich ist, ist auf die Gesellschaft übertragen noch lange nicht o.k. deswegen.
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