Kinderwunsch: Nachrichten aus Fach- und Laienpresse

Verkauf von Babys nicht strafbar

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So ist es tatsächlich. Zumindest in Belgien. Dort kommt ein junges Paar vor Gericht. Und zwar nicht, weil es sein (ungeplantes und ungewolltes) Kind an ein holländisches Eherpaar verkaufte, sondern wegen Urkundenfälschung. Die leiblichen Eltern hatten den Namen der Empfänger im Geburtsregister angegeben und sich damit einer Tat strafbar gemacht, die sie bis zu fünf Jahren ins Gefängnis bringen kann. Die belgische Staatsanwaltschaft teilte mit, dass das niederländische Paar gute Chancen habe, das Kind behalten zu dürfen.

Die werdenden Eltern hatten im Internet nach zahlungswilligen Paaren gesucht, nachdem sie von der Schwangerschaft erfahren und eine Abtreibung ausgeschlossen hatten. Geldsorgen seien Grund für die Entscheidung gewesen, das Kind wegzugeben. Der ausgehandelte Preis ist nicht bekannt.

Via Welt-Online


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Kommentar

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8 Kommentare
  1. remis schreibt

    Menschen wie jede x-beliebige Ware zu behandeln – mir wird schlecht!

  2. Maggie1978 schreibt

    Ich denke die Strafe für Urkundenfälschung könnte trotzdem abschreckend sein. Aber vermutlich hat das Kind es bei den Eltern aus Holland besser als bei den leiblichen Eltern, wenn sie ihr Kind schon einfach so verkaufen. *kopfschüttel*

  3. greta schreibt

    da kann man froh sein, dass sich ein käufer gefunden hat…. puh……

  4. geschafft schreibt

    Bleibt die Frage, ob der Babykauf in Holland ebenfalls erlaubt ist. :S Vielleicht auch nur zum Eigenkonsum? Unfassbar…

  5. Rebella schreibt

    Ich halte den Verkauf für moralisch bedenklicher als die Urkundenfälschung.

    In den Geburtsurkunden unserer Kinder steht schließlich auch der soziale Vater unserer Kinder als Vater drin und nicht der Erzeuger. Und das ist auch gut so.

  6. geschafft schreibt

    @Rebella: Und es kommt sogar vor, dass der soziale Vater und der Erzeuger identisch sind. 😀 Ich bin aber deiner Meinung. Kinderverkauf, aber auch der Kauf, ist moralisch und ethisch verwerflich!

  7. namid schreibt

    Die Leute, die hier moralisch den Finger heben, sollten sich erst einmal informieren und nachdenken. Ich selbst suche verzweifelt eine Familie (es gibt etliche kinderlose mit Wunsch ein Baby zu adoptieren), die ein Baby adoptieren kann.
    Man sollte besser erst einmal die saatlichen Systeme ansehen. Eine Adoption ueber Behoerden ist langwierig und teuer. Irgendwie im Schnitt um die 5-10000 Euro oder mehr. Das Geld sollte man doch lieber dem Baby und der Mutter ueberlassen, die in Not ist und gezwungen ist, ihr Baby wegzugeben.
    Fazit> Babys suchen ein Zuhause, Kinderlose Paare suchen ein Baby. Gestze und Moral stehen dazwischen. Irre Welt.

  8. Elmar Breitbach schreibt

    Die recht komplizierten und seitens der Jugendämter selbstherrlichen Vorgehensweisen zu vereinfachen, ist sicherlich wünschenswert. Es kann jedoch nicht sein, dass sinnvolle gesetzliche Regularien im Adoptionsrecht ausgehebelt werden und durch Barzahlung ersetzt werden.