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Seit sechs Jahren gibt es Babys auf Krankenschein
In Österreich wurden seitdem 28.000 In-vitro-Versuche durch den Staat finanziert; und half damit mehr als 8000 Kindern auf die Welt.
Die künstliche Befruchtung auf Krankenschein war eines der letzten Gesetze der letzten großen Koalition. In Kraft trat es gewissermaßen posthum: Mit Jahresbeginn 2000. Vorher wurden in Österreich die Kosten nicht übernommen.
Ca. 1000 Euro Eigenanteil
Der Staat übernimmt über einen speziellen Fond auch 70 Prozent der Medikamentenkosten. 30 Prozent der Kosten müssen die Paare selbst tragen. Eine gewaltige finanzielle Entlastung, bedenkt man, dass die durchschnittlichen IVF-Kosten pro Fall nach Angaben des österreichischen Gesundheitsministeriums jenseits der 3200-Euro-Grenze liegen, wovon 2250 der Staat zahlt. Der Staat fördert die ersten vier Versuche, ab dem fünften Versuch sind die Kosten allein von den potenziellen Eltern zu tragen.
“Das Geld”, sagt Frau Hnat, die (auch aus eigener Betroffenheit) die Wiener Selbsthilfegruppe “Wunschkinder – Kinderwunsch” (www.wuki-kiwu.at) betreut, “das Geld kommt schon immer wieder zur Sprache. Viele Paare verzichten auf Urlaubsreisen und Weihnachtsgeschenke. Sie sparen alles, um sich den nächsten IVF-Versuch leisten zu können.”
Die Erfolgsrate in Österreich liegt bei 28%
Die öffentliche Hand – sprich: die Allgemeinheit – steuert für die Babys auf Krankenschein übrigens jährlich rund elf Millionen Euro bei. Die Erfolgsrate liegt bei fast 30 Prozent (exakt sind es etwas mehr als 28 Prozent) – und das heißt, dass Vater Staat seit dem Jahr 2000 an der Entstehung von mehr als 8000 Wunschkindern beteiligt war. Im internationalen Vergleich eine beachtliche Erfolgsquote, sagt Renate Fally-Kausek, im Gesundheitsministerium für den IVF-Fonds zuständig. Nach Alter gestaffelt, gibt es bei den bis zu 30-jährigen Frauen mit fast 32 Prozent die höchste Erfolgsquote, danach geht es bergab. Bei den 36- bis 40-Jährigen liegt die Schwangerschaftsrate nur noch bei 23,4 Prozent. Wie aus dem jährlich erscheinenden IVF-Register hervorgeht (es wird vom Österreichischen Institut für Gesundheitswesen, kurz ÖBIG, geführt), ist die Erfolgsrate der privaten Krankenhäuser stets höher als jene der öffentlichen Krankenanstalten.
Was aus dem jüngsten Jahresbericht im Detail hervorgeht: Im Jahr 2004 förderte der Staat 4878 IVF-Versuche von 3614 Paaren – Schwangerschaften wurden 1349 dokumentiert. 77 Prozent waren Einlingsschwangerschaften, 21 Prozent Zwillingsschwangerschaften und zwei Prozent Drillingsschwangerschaften.
Ich kann mir den erneuten Hinweis nicht verkneifen, dass die Schwangerschaftsraten in Deutschland exakt genauso hoch sind wie die des Österreichischen IVF-Registers. Die aktuellen Zahlen aus Deutschland, die gerade vom Deutschen IVF-Register veröffentlicht wurden, werden in einem späteren Artikel nachgereicht.
[Via: Salzburger Nachrichten]
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Ja, so gut wie die gleichen Zahlen wir im D.I.R.
Wer vorher schon mal lesen mag, das D.I.R. 2004 kann seit gestern von der Seite www.deutsches-ivf-register.de herunter geladen werden.
Ich fand dieses Mal die Aufschlüsselung des Patientenrückgangs in den einzelnen Bundesländern sehr aufschlußreich.
Gruß, Rebella
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[...] Befremdlich ist jedoch, dass bei dem Versuch die problematische deutsche Gesetzeslage dem Laien nahezubringen, eine weinerliche und fast resignative Grundhaltung bei einigen der von Ihnen zitierten deutschen Reproduktionsmedizinern zu beobachten ist. Wenn in Ihrem Artikel die durchschnittliche Schwangerschaftsrate deutscher Zentren (27%) denen von Spitzenkliniken des Auslands gegenübergestellt werden (mehr als 50%), dann ist dies eine bewusst verzerrte Darstellung, denn sehr gute deutsche Praxen erreichen auch mehr als 40% und dies ohne die Eizellspende. Eine Anfang des Jahres im renommierten Fachblatt “Human Reproduction” veröffentlichte Untersuchung zur IVF und ICSI in 23 europäischen Ländern im Jahre 2001 ergab eine durchschnittliche Erfolgsrate von 29% bzw. 28,3%. Die deutschen Zahlen für diesen Zeitraum betrugen 28,4% bzw. 27,93%. Auch österreichische Zentren haben keine besseren Schwangerschaftsraten. Die deutschen Ärzte werden daher im Ausland keinesfalls belächelt und es besteht auch ganz offensichtlich kein Anlass dazu. [...]
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Das Problem beim Vergleich dieser Prozentzahlen ist auch immer, dass sie nicht auf der gleichen Basis stehen. Da werden nicht nur Schwangerschafts- und Geburtenraten miteinander vermischt, sondern es wird auch immer verschwiegen, dass sich die % auf den ET beziehen. Und zu dem kommt es nun mal bei beabsichtigtem Blastozystentransfer seltener als nach 2 oder 3 Tage Kultivierung.
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Das war ich wieder, Rebella.
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das habe ich mir schon gedacht, Rebella.
Erstens wegen des Inhalts, den ich nur unterstützen kann und zweitens, weil es Ihre Uhrzeit ist
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