Lesbisches Paar hat Fünflinge bekommen

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Ich hatte bereits hier darauf hingewiesen, dass ein lesbisches Paar nach einer Inseminationstherapie mit Spendersamen Fünflinge erwartet. Damals äußerten sie sich sehr erfreut: „Es ist ein Wunder und wir könnten nicht glücklicher sein.“

Nun kamen die Fünflinge am 2. Januar per Kaiserschnitt zur Welt, wie das Webportal parentdish.com berichtet. In dem Artikel wird explizit darauf hingewiesen, dass die Schwangerschaft nicht durch eine IVF entstand.

Das ist aus Sicht eines Reproduktionsmediziners eher nicht weiter verwunderlich, würde man einer 27jährigen Frau doch mit Sicherheit nicht mehr als 2 Embryonen transferieren, um eine höhergradige Mehrlingsschwangerschaft zu vermeiden. Es wird zwar nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, jedoch ist davon auszugehen, dass im Rahmen der Samenspende Hormone zur Stimulation der Eierstöcke gegeben wurden und das Monitoring offenbar ungenügend war oder zu risikobereit.

Die Kinder kamen in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt. Sicherlich keine Geburt, bei der man uneingeschränkt gratulieren kann, sind die Spätschäden in Folge der Frühgeburtlichkeit doch noch nicht absehbar.


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Kommentar

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3 Kommentare
  1. Rebella schreibt

    Leider bekommen lesbische Paare immer noch nicht überall reproduktionsmedizinische Unterstützung. Da ist dann mehr die Do it yourself Methode gefragt.

    Fünflinge können das Resultat sein. …

  2. greta schreibt

    ach du jemineh…. das kommt von mangelnder unterstützung, klar. ein ultraschall hätte den frauenarzt sicher nicht in den knast gebracht – dafür aber den dann vermutlich bei einer harmloseren insemination geborenen ein- oder zwillingen ein recht sorgenfreies leben bescheren können….

    einziger trost: zwei frauen werden das schon stemmen… aber ein segen ist es sicher nicht wirklich….

  3. Hara schreibt

    @ Greta

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass mangelnde Unterstützung einen gewissen Beitrag leistet.
    Lesbische Paare zahlen z.B. in manchen reproduktionsmedizinischen Zentren teilweise mehr als doppelt so viel Geld für die InseminationsBehandlung wie Heterosexuelle. Mit Wissen um diese Differenz könnte das Gefühl entstehen, besonders viel Geld für die Behandlung aufbringen zu müssen. Vor dem Hintergrund steigt der Druck, dass es in so wenig Anläufen wie möglich klappen sollte, was einen dann besonders interessiert an hormoneller Unterstützung & Co. werden lässt.

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