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Assisted Hatching: Kein Vorteil bei Frauen unter 38 Jahren »

Ausland

Kostenübernahme: Déjà vu

Nun trifft es auch die Australier. Ab Beginn dieses Jahres (Nein, es heißt nicht diesen Jahres) wird dort die künstliche Befruchtung deutlich teurer. Statt wie bisher 75% übernimmt die staatliche Krankenkasse dort nur noch knapp 60% der anfallenden Behandlungskosten, was bei Gesamtkosten von 4000 Euro zu einer Mehrbelastung von bis zu 1000 Euro führt.

Demzufolge waren die australischen IVF-Kliniken dem Ansturm der Patienten zum Ende des vergangenen Jahres kaum gewachsen. Die Praxen berichten über ein Drittel mehr Patienten als sonst zu dieser Jahreszeit, weil viele Paare noch zu den billigeren Konditionen behandelt werden wollten.

Ein ähnliches Szenario gab es zum Ende des Jahres 2003 in Deutschland. Während vor dem 1.1.2004 vier Behandlungen vollständig übernommen wurden, werden nun nur noch 50% der Kosten durch die Krankenkassen bezahlt und das auch nur über drei Versuche. In Deutschlands IVF-Praxen herrschte Ende 2003 ein Betrieb wie zu Beginn des Sommerschlussverkaufs bei Karstadt (Ok, ist auch Schnee von gestern, SSV gibt´s nicht und Karstadt auch bald nicht mehr).

Irgendwann kommt halt jede Regierung in Geldnot auf die Idee, bei der Kinderwunschbehandlung zu sparen. Darauf ist Verlass.

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Kommentare

7 Kommentare für “Kostenübernahme: Déjà vu”

  1. mannmannmann … wird immer schwieriger was passendes zum auswandern zu finden ;-)

    mögen den aussies andere politische idiotien europäischer herkunft erspart bleiben …

    schön hier wieder was von ihnen zu lesen, doc :-)


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    Geschrieben von reaba am 14. Januar 2010 um 11:21
  2. Warum checken die denn alle nicht, dass es teurer ist, die kleinen zukünftigen Steuerzahler vom geboren werden abzuhalten, als ein paar kleine Kröten zu investieren, die sich zwanzig Jahre später für die nächsten vierzig Jahre in netten Steuereinkünften wieder vielfach amortisieren? Haben die denn noch nichts von den babybasics der Betriebs- und Volkswirtschaft gehört?


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    Geschrieben von raise am 15. Januar 2010 um 19:56
  3. Ich bin überzeugt davon, dass solche politischen Entscheidungen nicht ursächlich wegen des Geldes getroffen werden. …


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    Geschrieben von Rebella am 15. Januar 2010 um 23:46
  4. @Rebella: Wegen was denn sonst?


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    Geschrieben von raise am 16. Januar 2010 um 15:52
  5. @raise: ideologische Hintergründe; Die Entscheider wollen deshalb die Ausbreitung reproduktionsmedizinischer Hilfe verhindern bzw. einen Rückgang ebendieser erreichen.


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    Geschrieben von Rebella am 17. Januar 2010 um 03:13
  6. Außerdem haben ungewollt kinderlose Paare scheinbar keine allzugroße Lobby. Einerseits reden ja viele auch nicht öffentlich über ihre Behandlung - wie soll das Thema dann in die Öffentlichkeit rücken, wenn die Betroffenen selbst schweigen? Andererseits ist es für viele neben den psychischen und physischen Belastungen einer Kinderwunschbehandlung schlicht zu viel, sich auch noch politisch zu engagieren und für eine Kostenübernahme zu kämpfen. Und genau das wird m.E. von der Politik gnadenlos ausgenutzt. Schäbig, aber wahr.


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    Geschrieben von Hustelinchen am 18. Januar 2010 um 12:14
  7. Mir fällt dazu auch noch ein, dass gerade die Entscheider solcher Fragen oft selbst kinderlos sind. Denn eine große politische Verantwortung neben der Familie, das ist schwer zu kombinieren. Also landen gerade die (zumindest in größerer Zahl) auf den entscheidenden Posten, die keine Familie haben und in vielen Fällen auch selbst keine Familie haben wollten. Also Null Verständnis.


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    Geschrieben von Rebella am 18. Januar 2010 um 23:52

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