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Die Kosten für eine künstliche Befruchtung in Deutschland sind hoch, seit die Gesundheitsreform im Jahre 2004 50% der entstehenden Kosten auf das behandelte Paar abwälzte. Bis zu 2000 Euro sind als Eigenanteil für eine künstliche Befruchtung als Eigenanteil fällig.
Das Wall Street Journal berichtet über die Kosten, die in den USA für eine Kinderwunschbehandlung fällig sind. Nicht wenige US-Bürger fahren deshalb ins Ausland, um sich dort vergleichweise preiswerter behandeln zu lassen, z. B. auch in Europa, wo die Tschechische Republik bevorzugt wird. Denn in den USA sind nicht alle Menschen krankenversichert sind und auch nicht alle Versicherungen die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen.
Ich wusste zwar auch bereits, dass die Kosten in den USA horrend sind, aber die in dem Artikel zitierten durchschnittlichen Preise übertrafen meine Erwartungen bei Weitem:
Man wundert sich, dass es überhaupt noch Patienten gibt, die diese Preise bezahlen können.
Das ist ja der Hammer, wer kann sich das denn leisten. Leider ist mein englisch nicht so gut. Steht da irgendwo drin, wieviel Paare so eine Behandlung un Anspruch nehmen können. Die sind doch verrückt, die Ami´s.
gernemama
Boah, das sind ja Dimensionen *ohnmacht*. Und mir schießen schon bei ein paar hundert Euronen die Tränen in die Augen.
LG Gilly
Hallo gernemama,
hab’s grad gelesen. Leider stehen keine Zahlen drin, wie viele Paare es überhaupt in Anspruch nehmen. Aber ich finde das auch verwundernd - die schreiben ja, dass die Beauty-OPs und andere zugenommen haben und da Wert auf Qualität und Nähe zum Wohnort gelegt wird. Und im Gegenzug dazu entwickelt sich die Repromedizin ganz anders. Interessant wäre also, woran das liegt - zum einen diese Preise und dann die Frage, ob es dort auch so ein Tabuthema ist wie hier…
Guter Artikel! Danke für die News!
..das kommt halt dabei raus, wenn man repromedizin wirklich als “lifestyle-behandlung” betrachtet - und dann auch vermarktet und verkauft..
.. seis drum) jedenfalls,die sozialen und vor allem bildungsmäßigen unterschiede in den USA sind weitaus größer als bei uns und korrespondieren meistens direkt mit dem persönlichen einkommen. hinzu kommt, dass viele menschen in den USA sehr religiös sind und bei weitem nicht so “frei” oder “liberal” (schimpfwort in den US) wie das medial gern vermittelt wird - auch das prägt die einstellung zu repromedizin sicherlich mit.
..amerika (USA) ist in vielen dingen anders tickend als “old europe” (ich erlaube mir das urteil, weil ich so 7,8 mal da war … NYC allerdings, was lt. dortigen einwohnenrn auch wieder nicht typisch USA sein soll..
zu den preisen: wer in den USA aufgeklärt genug ist repromedizin zu nutzen, der kann sich die genannten preise einkommensmäßig auch meistens leisten.
..so funktionieren eben gesellschaftliche systeme jenseits der sozialen marktwirtschaft
viele kliniken bieten allerdings auch eine art rabattsystem mit preisnachlass, wenn die ersten versuche negativ waren..es wird dann immer günstiger.
) auch einen vorteil dieses systems sehen. je schneller nachhaltig schwanger, desto höher der profit für den doc.
legt man zu grunde, dass behandlungserfolg idR fundierte diagnostik vorausgeht, dann kann man darin (mit viel gutem willen
Irgendwie kann ich es nicht so ganz nachvollziehen. Ich erinnere mich da noch düster an Preise von 20.000$. Aber für 3 Behandlungen die im Vorraus zu bezahlen sind und eine “Erfolgsgarantie” beinhalten, heißt einen guten Teil vom Geld zurück wenn bei 3 Versuchen keine SS zustande kam. Aber die Preise sind natürlich auch überall anders. Insgesamt ist das amerikanische und deutsche System meiner Meinung nach aber absolut nicht vergleichbar.
Es gibt Kliniken die so etwas machen, doch ich finde mann sollte dies der Natur überlassen
@ celseo: Was soll man der Natur überlassen? Die Preisgestaltung? *amkopfkratz*
Ich lebe in den USA und habe gerade meine erste und auch einzige IVF hinter mir. 16.800 $ inkl. der Medikamente. Wir können uns das natürlich auch nicht so einfach leisten, und der Wunsch nach einem Eigenheim ist für uns damit auch erstmal erledigt.
Ich persönlich bin sehr gut krankenversichert in den USA, die Versicherung übernimmt aber trotzdem nichts, was mit Infertility zu tun hat. Und dazu zählt auch schon ein Ultraschall oder die Blutabnahme für irgendwelche Hormon-Bluttests.
Irgendwann werden wir nach Deutschland zurückziehen und ich werde niiiiieeeee wieder über das deutsche Gesundheitssystem schimpfen und meckern. Geniesst einfach alle, dass Ihr in einem Sozialstaat wie Deutschland lebt.