Umfrage: Unerfüllter Kinderwunsch – mit wem kann man reden?

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Anlässlich eines anderen Beitrags, in dem es auch um das Tabu des unerfüllten Kinderwunschs geht, stelle ich mir die Frage, wie oft betroffene Paare über ihren unerfüllten Kinderwunsch mit Außenstehenden sprechen.

Mein persönliche Erfahrung aus der Sprechstunde zeigt, dass die wenigsten Paare sich öffnen und darüber mit anderen Menschen reden und wenn, dann nur mit dem engsten Familienkreis. Aber möglicherweise ist diese Wahrnehmung meinerseits ja unzutreffend. Daher möchte ich das gerne in einer Umfrage abklären.
Umfrage
Man kann bei der Auswahl so viele Antworten wählen, wie man mag, schön wäre es natürlich, wenn man ein wenig auf die Plausiblität achten würde 😉

Mit wem sprechen Sie über Ihren unerfüllten Kinderwunsch? (mehrere Antworten möglich)

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Wenn ein wichtiger Punkt fehlen sollte (einige Möglichkeiten sind mir ja schon eingefallen), dann bitte ich um Mitteilung in den Kommentaren. Danke!

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Kommentar

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14 Kommentare

  1. ani schreibt

    Ich würde Schwiegereltern u Eltern trennen. Ich rede z.B. mit einigen meiner engen Freundinnen, die nicht in unserem gemeinsamen Freundeskreis sind, über das Thema.
    Bei uns ist es so, dass mein Partner u ich ganz unterschiedlich mit dem Thema umgehen. Ihm reicht es ganz u gar mit mir darüber zu reden. Ich hingegen brauche den Austausch in gewissem Maße. Das ist für ihn ok. Allerdings möchten wir nicht ständig mit dem Thema konfrontiert werden u auch nicht mit JEDEM darüber reden.

  2. silberstuhl schreibt

    Generell gehe ich schon immer sehr offen mit dem Thema um. Natürlich reibe ich es nicht sofort jedem unter die Nase, aber wenn jemand fragt, warum ich in meinem Alter (32 Jahre!) noch keine Kinder habe, erkläre ich sachlich, dass das halt nicht bei jedem so klappt, wie man möchte. Bisher habe ich überwiegend positive Reaktionen erfahren und habe von Vielen gehört, die Betroffene in ihrem direktem Umfeld kennen.

  3. An schreibt

    Ich spreche nicht mit “jedem”, aber ich bin schon recht offen darüber. Nur der Umfang bzw. die Diskretion variiert. D.h. die beste Freundin weiß, wann ich den nächsten ICSI Termin habe, aber ich sage durchaus auch anderen, dass es beim Kinderkriegen manchmal Schwierigkeiten gibt. Viele haken nach und es stellt sich heraus, dass entweder sie, oder jemand, den sie kennen usw. Andere überhören das.

    Aber es ist eine Eröffnung nach der ein Mehr möglich ist, sofern erwünscht. Ab und zu habe ich auch 35jährigen Frauen, die mir eröffnet haben, dass sie erst mit 40 ihr erstes Kind wollen, mehr oder minder direkt gesagt, dass es nicht unbedingt leicht klappt in dem Alter, siehe meine Geschichte.

    Was das für die Umfrage bedeutet, weiß ich nicht. Ich lasse oft den Weg offen für eine Diskussion und wenn jemand Interesse hat, diskutieren wir darüber. Auch mit weniger gut bekannten Menschen.

  4. Libby1234 schreibt

    Eine Freundin von mir, die eine Zeitlang vergeblich versucht hat schwanger zu werden, sagte mir mal, sie spreche nicht mit vielen Leuten über das Thema, denn es hätte ja etwas mit Sex zu tun. Mein Mann war zunächst ähnlich besorgt, als es bei uns nicht funktionierte; er glaubte, dass seine Freunde annehmen würden, er würde als Mann nicht funktionieren.

    Bei einigen kommt das Schamgefühl vielleicht aus dieser Ecke?

    Ich schäme mich überhaupt nicht, denn jeder halbwegs aufgeklärte Mensch weiß doch heute, dass es für die Kinderlosigkeit ganz andere Ursachen gibt…

  5. Elmar Breitbach schreibt

    Danke für das Feedback.

    @An: In der Tat wäre es auch interessant, die Ausführlichkeit der Information mit abzufragen. Dazu ist aber unsere Stichprobe ein wenig zu klein, um da sinnvolle Ergebnisse herausbekommen zu können.

  6. Luzie*** schreibt

    Lieber Dr. Breitbach,
    mir fehlt in Ihrer Liste der persönliche Austausch mit ebenfalls Betroffenen. Für mich war/ist unser monatlicher KiWu-Stammtisch der Ort um sich regelmäßig auszutauschen. Entstanden ist er übrigens aus Online-Kontakten hier im Forum :-).
    Persönlich gehe ich zwar nicht offensiv, aber doch offen mit dem Thema um, d.h. Fragen zum Stand der Famileinplanung beantworte ich gerne, aber ich rede nicht proaktiv darüber.
    Interessanterweise wurde aber eher gefragt als der KiWu noch nicht wirklich akut war, zwischen 25 und 35 Jahren. Danach scheint man bereits aus der reproduktiven Phase wieder raus zu sein ;-).

  7. OSo schreibt

    Auch hier gehe/ging ich wesentlich offener mit dem Thema um als mein Partner. Der Informationsinhalt ist aber schon der persönlichen Beziehung zu meinem Gegenüber angepaßt. So wurde mein geschätzter Kollege bereits im Versuchsstadium eingeweiht, da eine Terminabsprache von uns zwingend notwendig war. Mein Chef wurde im Nachhinein lediglich davon informiert, daß es “nicht ganz einfach war und Hilfe in Abspruch genommen wurde”. Dagegen war und bin ich mit Freunden ganz offen. Aber auch so, wenn mal die Frage kommt, ob nicht noch ein zweites oder warum das erste so spät, sage ich, daß das erste nur mit Hilfe zu uns kommen konnte und ich darüber sehr glücklich bin.
    Mein Partner wurde erst etwas entspannter, als er feststellte, daß aus seinem direkten Bekanntenkreis auch 3 Paare betroffen waren/sind.
    Daher halte ich eine Enttabuisierung für alle Betroffenen für extrem wichtig.

  8. Lina schreibt

    Mein Mann und ich haben im Freundes- und Bekanntenkreis darüber gesprochen. Mit meinen Eltern sowieso, mit seinen Eltern etwas. Dabei sind wir nur von meiner Schwiegermutter enttäuscht worden, ansonsten haben wir viel Verständnis bekommen, keine blöden Antworten. Wir sind gut damit gefahren, nicht viel zu verheimlichen. Natürlich erzählt man unterschiedlich viel.
    Es war erstaunlich, wie viele doch ein ähnliches Problem haben/hatten. Gut zu wissen, dass man nicht allein da steht.

  9. enzian78 schreibt

    Ich habe auch fast nur mit den Mädels vom Kiwu-Stammtisch darüber gesprochen, nachdem ich sonst (Eltern, Freunde..) viele schlechte Erfahrungen gemacht habe.

  10. Isbi schreibt

    Ich muss da definitiv zwischen Eltern/Schwiegereltern trennen. Mit meiner Mutter ja, alle andern auf keinen Fall.
    Außerdem fällt mir ein: mit anderen Betroffenen aus dem wahren Leben.
    Ich hatte eine Kollegin, die irgendwann Kinder adoptiert hat, und da haben wir in uns in dem Thema gefunden. Hat sehr gut getan.

  11. claudia rohe schreibt

    In der KiWUZeit habe ich sehr viel Unterstützung von zwei Kolleginnen und Freundinnen gehabt, die selber einen Kinderwunsch hatten und nicht in Erfüllung ging. Das hat mir sehr geholfen.
    Geholfen hat mir und meinem Mann aber auch die psychologische Begleitung einer Psychologin/Gynäkologin von pro familia. Dieses war aber auf 10 Sitzungen begrenzt. Gott sei Dank konnten wir ihr in der letzten Sitzugn mitteilen, dass unserer Zwillinge unterwegs waren. Sie hat sich sehr gefreut und da ich mich für die Betreuung und Entbindung in der UKM entschieden hatte (dort war sie eben falls für Risikoschwangere tätig), konnte sie mich bis zur Geburt und darüber hinaus weiter betreuen. Manchmal ist eine Person, welche objektiv die Situation betrachtet und nicht emotional mit einem verbunden ist sehr hilfreich.

  12. butterfly1234 schreibt

    Ich finde die Frage schwierig. Wir sprechen mit einigen “über den Kinderwunsch”, aber mit jedem anders. Der Chef weiß nur wegen Krankmeldungen Bescheid, einige Freund wissen, dass wir generell “dran arbeiten”, Kinder zu bekommen, andere Freunde bekommen die Hochs und Tiefs der einzelnen Behandlungen mit. Das sind alles sehr unterschiedliche Dinge, aber mit allen reden wir irgendie über Kinderwunsch. Vielleicht müsste man die Frage genauer stellen.

  13. Nauka schreibt

    Ich habe mit jedem gesprochen, außer auf der Arbeit (nach abgeschlossener Behandlung gehe ich dort jetzt auch offen mit dem Thema um).

    Ich finde es wichtig das Thema offen zu kommunizieren und habe dann von so vielen gehört, dass sie selbst betroffen sind / waren oder jemanden kennen.

    Mein Partner war nicht immer entzückt von meiner Offenheit, hat es aber akzeptiert.

  14. Ullimaus schreibt

    Ich habe versucht so offen wie möglich damit umzugehen, da es mir damit besser ging. Große Schwierigkeiten hatte ich bei meiner Schwiegerfamilie. Als Frau ist die Mutter einem doch näher als die Schwiegermutter. Eine große Hilfe war meine Schwester. Mit ihr konnte ich über alles sprechen. Mein Mann hat mit einem Kollegen mal darüber gesprochen. Ansonsten war er da eher zurückhaltend.