Thomas Beatie erneut schwanger

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Thomas Beatie und FrauZu Beginn des Jahres wurde vielerorts und auch hier über einen Mann berichtet, der eine Schwangerschaft austrug und das Kind schließlich problemlos am 29.6.2008 zur Welt brachte.

Thomas Beatie ist ein transsexueller Mann, der nach einer entsprechenden Hormontherapie die üblichen männlichen Geschlechtsmerkmale entwickelte und sich seine Brüste operativ entfernen ließ, jedoch Eierstöcke und Gebärmutter behielt. Da seine Frau nicht schwanger werden konnte, ließen sie eine künstliche Befruchtung durchführen und ihn die Schwangerschaft austragen.

Nun wird berichtet, dass er nach einer erneuten Behandlung schwanger sei und die Geburt für den Juni 2009 erwartet werde. Wie schon bei der ersten Schwangerschaft konnte er berichten, dass es ihm gut gehe. Töchterchen Susan Juliette “ist ganz pflegeleicht, ruhig und intelligent”, wusste er über sein erstes Kind zu berichten. Da kann man verstehen, dass er so schnell Lust auf ein weiteres hatte.



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Kommentar

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25 Kommentare

  1. greta schreibt

    Puh, bemerkenswert, wie er das wegsteckt… so schnell hintereinander, und das als MANN 😉

  2. Prinzzess schreibt

    Da bin ich jetzt echt neidisch!
    Ich schaff es als 100%-Frau nicht EINMAL, schwanger zu werden! *schnief*

  3. Ute schreibt

    Vermutlich eine blöde Frage, aber auf welche Station verlegt man einen Mann nach der Geburt? (Nein, sonst habe ich keine Probleme. *g*) Schön, daß es so schnell wieder geklappt hat.

  4. Andrea schreibt

    Ich kann da nur staunen – wie “mühelos” das scheinbar in so einem doch eher komplizierten Fall klappt, und dann noch zweimal!

  5. greta schreibt

    ja, man kann echt neidisch werden. Ob der auch 24 Stimus durchgehalten hätte, ständiges Heparin und Leukonorm-Gedönse? Ich halte Männer ja für generell wehleidiger 😉

  6. remis schreibt

    @greta: Ha, nun will ich auch mal aus einer Studie zitieren…
    “Regelmäßig machen sich manche Menschen über die angeblich männliche Wehleidigkeit lustig. Bei genauer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass sie einem Wahrnehmungsfehler aufgesessen sind, der auf Vorurteilen beruht. Diese lenken lediglich die Aufmerksamkeit auf die Ausnahme (wehleidiger Mann).”
    Quelle: http://www.geschlechterstudien.de/pageID_3945636.html

  7. remis schreibt

    Gut, ich lasse die Verwendung der schönen grünen Smilies hier in den Blog-Kommentaren, es geht leider überwiegend schief und die Logik dahinter begreife ich nicht…

  8. greta schreibt

    Nein, Remi, diese meine Wahrnehmung hat nichts, aber auch gar nichts mit Medienbeeinflussung zu tun, sondern berucht einzig und allein auf UMFANGREICHEN Studien am LEBENDEN Objekt 😉

    Ein Schnupfen eines Mannes ist stets eine fast tötliche Grippe, während Frauen damit arbeiten gehen und sogar daheim den fürchterlich kranken erkältenten Mann versorgen 🙂

    Neinnein, gerade auf dem Sektor ERKÄLTUNGSKRANKHEITEN ist das keine Wahrnehmungsstörung, sondern eine Erfahrung 🙂

    Grüßchen

  9. Ich schreibt

    Krass, was er/sie alles mit seine Hormone tut.
    Der/die wollte aber auch nie Mann werden und wird auch nie.
    Wahscheinlich hat sie auch inzwischen nichts mehr männliches, mit so viele weibliche Hormone.

    Und ich errinere mich nicht mehr: war das eine IVF/ICSI, oder nur eine HI?

    Und ich bin nur neidisch dass er/sie so gute Kiwu-Ärzte hat, so mit Hormone zu jonglieren kann nicht jeder.

  10. AnnetteEllen schreibt

    @Ich (ich kann nicht anders):
    Der Mann wollte immer ein Mann und Vater sein und ist es auch.
    So wie ich das damals verstanden habe.
    Zufällig besitzt er nun eben noch praktischerweise funktionierende (mit ein wenig Änderung der Hormongaben) Eierstöcke und Gebärmutter, ganz im Gegensatz zu seiner Frau.
    Ich halte nur für logisch, die alten, verbliebenen Reliquien früherer Zeit in diesem Fall einfach zu nutzen.
    Und später wie zuvor auch wieder völlig zum Mann zu mutieren, so wie es offenbar seine eigentliche Bestimmung war.
    Ein Fehler der Natur, ein weiblicher Körper zur männlichen Seele. Warum sollte man den Nachteil nicht zum Vorteil nutzen.
    Was ist dabei ?

  11. Elmar Breitbach schreibt

    @AnnetteEllen: Manche Welt ist eine Scheibe. Da machen Sie auch keine Kugel mehr draus.

  12. AnnetteEllen schreibt

    @Doc: Aber es tut gut, sich wenigstens unnütz an der Scheibe zu verausgaben :-)).

  13. Ute schreibt

    Ich wollte eigentlich schon immer mal Diskuswerfen ausprobieren… *auf die Finger setz*

  14. Rebella schreibt

    Ich freue mich einfach nur für Thomas Beatie und seine Frau, dass sie jetzt auch noch ein zweites Kind bekommen.

    Vergessen wir nicht die vielen transsexuellen Paare, die nicht dieses Glück haben, Eltern zu werden. In Deutschland wäre dies niemals geglückt, da die deutschen Gesetze verlangen, dass Menschen vor einer Geschlechtsangleichung erstmal ihre Fortpflanzungsfähigkeit aufgeben müssen.

  15. Ich schreibt

    @Anette – vielleicht war es so am Anfang für ihr/ihm, aber nun sieht sie wie es ist Frau zu sein und Kinder zu kriegen.
    Ich weiß nicht ob sie wirklich entschieden ist Mann zu sein.
    Wenn man hier und überall sieht wie abhänglich Kinder-Gebären macht, dann denke ich auch mal so.
    Ich kenne mich auch nicht gut im Bereich (offensichtlich kennt ihr euch alle) mit andere Formen von Sexualität, kenne keiner persönlich um zu erfahren.
    Und ob es wirklich so gut für den Körper ist so mit Hormone zu spielen, weiß ich auch nicht.
    Die Organe hat sie bewußt behalten denke ich, und nicht zufällig.
    Wir wissen eben nicht wann sie entschieden war Kinder zu gebären, ob vor dem Mann-Wunsch, oder vorher.

    Und warum in aller Welt ist alles was ich schreibe immer schlecht?

    @Rebella – vergessen wir aber auch nicht wie viele Heteros hier und anderswo nicht den Glück haben Eltern zu werden und KB zu machen.Haben wir etwa mehr Rechte als die Transen? Auch wir sind diskriminiert.

  16. Kaasie schreibt

    Macht aus meiner Sicht Sinn, so schnell wie moeglich wieder schwanger zu werden – desto schneller kann der gute Mann wieder Mann werden. Nicht auszudenken, wenn er jetzt 2 Jahre mit der naechsten “Rueckverweiblichung” warten wuerde….

  17. Rebella schreibt

    Ja, “ich”, wir haben deutlich mehr Rechte als transsexuelle Menschen in unserem Land. Wir dürfen so aussehen, wie es unserem Geschlecht entspricht und wir dürfen einen Namen tragen, der dazu passt. Wir dürfen mit einer Person des anderen Geschlechts verheiratet sein. Und wir dürfen zumindest eine teilweise vorhandene Fortpflanzungsfähigkeit behalten. … Wir hatten das Thema hier aber schon ausführlicher. Und ich entnehme deinen Zeilen, du hast immer noch nichts verstanden. Du sprichst über diesen Mann immer noch in der weiblichen Form. Letzten Endes verwendest du einen abwertenden Begriff “Transen”. Dafür hast du wohl auch die negativen Stimmen erhalten.

    Meinst du, dass du mehr Rechte haben müsstest, als transsexuelle Menschen? Warum?

  18. Ich schreibt

    @Rebella – jeder mit seine Sicht der Dinge.
    Was du da sagst sind für mich keine Rechte, sondern normale,natürlcihe Sachen für einen Mensch und inzwischen haben alle diese “Rechte” soviel ich weiß.Aber auch da könnt ihr ja mir gegen diskutieren.
    Sie haben Namen, dürfen heiraten, nun auch Kinder adoptieren (auch in De wie ich vor kurzem hier las) usw.
    Und ich meinte eigentlich Rechte im Sinne der KB.
    Ich meinte einfach was die Gesetze von einem für eine KB oder Adoption fordern.
    Ich sehe mich in dem Sinne diskriminiert, durfte keine KB und keine Ado machen wegen Gesetze.
    Verstanden habe ich immer was du gesagt hast, aber wir sprechen oft über verschiedene Sachen, bzw. Rechte.
    Um noch ein Mal klar zu machen:
    Ich habe nichts gegen Thomas Beatie, oder andere Menschen die andere Geschlechtsidentität haben, als Menschen.
    Mein Problem liegt in ihrem Kiwu und die Möglichkeiten das zu erfüllen (KB und Ado usw.).
    Und ja, solange sie Kinder bekommt, ist sie für mich eine Frau. Danach kann sie auch Mann werden.
    Nur sie kann wissen was sie will und keiner von uns!
    Und am Ende:
    Ich dachte “Transe” ist die Kurzform vom transsexuell, darum und in dem Sinne habe ich den Wort benutzt. Ist nicht böse gemeint.
    Ich habe den Wort nicht erfunden, habe es auf De gehört/gelesen.
    Wie soll ich es sonst nennen? Manno, ihr dreht einem jedes Wort im Mund.

  19. Miriam schreibt

    Wow ist die Genetik nun so weit, dass sie aus dem xx ein xy Chromosom umfunktionieren kann? Dann nämlich ist die Frau zum Mann mutiert.
    Solange ein gesunder Mensch ein XX Chromosom (x/xxx Chromosomenfehler kommen dazu) hat ist er weiblich. Ein XY (xxy gehört ebenfalls dazu) spricht für männlich.
    Es ist nichts erstaunliches aus einem künstlichen Hyperandrogenismus mit Amputation der Brüste und Beibelassen der weiblichen Geschlechtsorgane mit Absetzen der männlichen Hormone eine Schwangerschaft zu erziehlen.
    Es gibt genug Beispiele aus der Geschichte wo Frauen mit Vollbart ihren Säugling stillen.
    Es is nur lustig wie die Medien diesen Vorfall als männliche Gravidität verkaufen.
    Ich hoffe nur, dass es den Kindern gut geht.

  20. Rebella schreibt

    Sorry, Miriam, aber ich muss dich korrigieren. Es gibt auch XXY Männer (Ich habe so ein Exemplar zu Hause) und genauso XY Frauen. Die Natur ist eben vielfältig.

  21. Elmar Breitbach schreibt

    @Miriam: Sie maxchen sich das zu einfach, glaube ich. Hier geht es nicht um eine hyperandrogene Frau mit Bart. Sondern eine Frau, die zum Mann umoperiert wurde (unter Belassung der Gebärmutter). Transsexualität hat nur nebensächlich etwas mit den Chromosomen zu tun. Gerade mit dem Beharren darauf, dass sich das Geschlecht ausschließlich aus den Geschlechtschromosomen ableiten muss, diskriminiert man Transsexuelle. Wie Rebella bereits schrieb: Die Natur ist bunter als die Lehrbücher der Anatomie und Genetik sie beschreiben.

  22. Miriam schreibt

    @Rebella, Dr. Breitbach
    in meinem Beitrag habe ich auch den XXY Mann erwähnt. Bitte genauer lesen. Ein weiblicher Mensch kann niemals ein Y Chromosom besitzen und ein männlicher Mensch hat immer ein Y Chromosom.
    Es ist tatsache, dass der Mann niemals schwanger werden kann und eine Frau niemals eine andere Eizelle befruchten kann. Die Biologie des Menschen ist nun einmal so definiert. Was nun die Gesellschaft daraus macht ist etwas anderes: Männer werden zu Frauen, Frauen zu Männer definiert. Mit Hilfe der Medizin wird nun versucht, das Äußere anzugleichen (z.B. chirurgische Sanierung der Geschlechtsteile).
    Und an diese Zwangsdenkweise muss sich nicht jeder halten.
    Toleranz gegenüber Transexuellen ist zwar was feines, aber man sollte die Augen nicht vor den Tatsachen schließen. Es ist keine Diskriminierung von Transexuellen wenn man das Geschlecht des Menschen biologisch definiert.

    Es geht letztendlich darum, dass die Medien die Schwangerschaft einer Frau, die sich eher als Mann sieht, und deren sekundäre Geschlechtsmerkmale chirurgisch entfernt wurden und sie in einen künstlichen Hyperandrogenismus versetzt wurde, keine Sensation ist.

    Dennoch wünsche ich dieser Familie alles Gute.

    Es ist wie gesagt alles nicht persönlich, bös oder gar diskriminierend gemeint, aber dafür ist ja die Kommentarfunktion eröffnet.

    Alles gute

    M.

  23. Elmar Breitbach schreibt

    Und ich habe gesagt, dass das Transsexualität nur höchst nebensächlich etwas mit Chromosomen zu tun hat. Bitte genauer lesen.

    Ich würde mich persönlich schwer tun, das Geschlecht an der (Art der) Fortpflanzungsfähigkeit festzumachen.

    Es ist keine gesellschaftliche Definition, wenn Transsexuelle im falschgeschlechtlichen Körper leben. Es ist auch keine irgendwie geartete psychische Erkrankung, die man mit Gottes Hilfe und einem guten Psychologen behandeln könnte.

    Und natürlich ist es daher eine Diskriminierung von Transsexuellen, wenn man ihr Geschlecht am Chromosomensatz festmacht.

    Dass es einem betroffenen Transsexuellen gelingen könnte, Ihre Aussagen nicht als persönlich oder diskrimierend zu bewerten, wage ich zu bezweifeln.

  24. Rebella schreibt

    Miriam, ich kenne sogar eine XY Frau. Google mal nach intersexuellen Menschen. Das sind Menschen, die mit 2 Geschlechtern geboren werden. Leider meinten und meinen die meisten Mediziner heute immer noch, man würde diesen Menschen was Gutes tun, wenn man ihnen das eine Geschlecht wegoperiert und sie mit Hormonen vollpumpt. Die Frau, die ich kenne, hätte natürlich auch zu einem Mann gemacht werden können. Man hat ihr allerdings ohne ohne Wissen die innen liegenden Hoden heraus operiert. Damit ist sie eine Frau.

    http://www.xy-frauen.de/einleitung.htm

    Transsexualität entsteht nicht durch die Chromosomen, sondern durch hormonelle Entwicklungseinflüsse in frühen Embryonalstadium.