Buch zur Präimplantationsdiagnostik (PID)

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Die Präimplantationsdiagnostik PID (mehr dazu hier)war in diesem Jahr häufig in der öffentlichen Diskussion, da sich der Bundestag damit beschäftigen musste und die PID in engen Grenzen schließlich zuließ.

Diese Debatte wurde angestoßen durch eine BGH-Urteil im letzten Jahr. Anlass für dieses Urteil war der Fall des Berliner Reproduktionsmediziners Matthias Bloechle, der bei drei Paaren mit bekannten Erbkrankheiten eine genetische Untersuchung der Embryonen im Rahmen einer künstlichen Befruchtung durchführte, um dann schließlich auf Wunsch der Patienten nur nicht davon betroffene Zellen in die Gebärmutter zu transferieren. In dem Bestreben, eine Rechtssicherheit für dieses Verfahren zu erlangen, zeigte er sich selbst an und wurde vor dem Landgericht Berlin freigesprochen. Das Verfahren vor dem Bundesgerichtshof war das Revisionsverfahren dazu.

Bloechle hat nun ein Buch zu diesem Thema geschrieben: Vom Recht auf ein gesundes Kind: Ein Plädoyer für die PID – Präimplantationsdiagnostik

aus dem Klappentext “In seinem Buch setzt der Arzt sich leidenschaftlich für die PID ein und legt überzeugend und für Laien verständlich seine Argumente dar.”

Sicherlich lesenswert für alle, die sich mit dieser Thematik beschäftigen wollen oder müssen.



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Kommentar

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3 Kommentare

  1. Buntspecht schreibt

    Hm … auch wenn man ihn als Wortspiel interpretieren könnte, so finde ich den Titel des Buches doch fragwürdig. Ein Recht auf ein gesundes Kind kann es genausowenig geben wie ein Recht auf eigene Gesundheit. Allenfalls ein Recht auf adäquate medizinische Versorgung kann gewährleistet werden.

  2. Grinsekaetzchen schreibt

    Da geht es mir genauso wie Buntspecht, ich finde den Titel auch arg fragwürdig. Vor allem, weil von den PID-Gegnern ja auch immer so argumentiert wurde, dass es eben KEIN Recht auf ein Kind gäbe. Und die Reaktion darauf war berechtigterweise, dass es das ja auch gar nicht geben KANN (wenn ich mich recht erinnere auch von Ihnen, doc).
    Ich finde das überhöht die ganze Frage eher und motiviert sofort zu weiterführenden (und nicht immer ungerechtfertigen) Fragestellungen zum Umgang mit Behinderung.

  3. Elmar Breitbach schreibt

    Sie haben recht, ich finde diesen Titel auch sehr … sagen wir mal … offensiv.

    weil von den PID-Gegnern ja auch immer so argumentiert wurde, dass es eben KEIN Recht auf ein [gesundes] Kind gäbe

    Ich vermute mal, dass dies der exakt der Grund für die Wahl des Titels ist.

    Vielleicht äußert sich Matthias Bloechle dazu ja mal kurz hier, den Link zum Artikel habe ich ihm bereits geschickt.