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Gesellschaft

Diese Rubrik enthält 23 Beiträge

Mehrlinge sind kein Therapieerfolg, sondern ein Problem

Ein Artikel von Alexander S. Kekulé (Professor für Medizinische Mikrobiologie) im Tagesspiegel beschäftigt sich mit Mehrlingsschwangerschaften nach Kinderwunschbehandlungen und natürlich auch mit dem Fetozid, der überzählingen Mehrlingen dadurch droht.
Rund die Hälfte der Zwillinge und sogar 80 Prozent der Drillingegehen auf das Konto der Reproduktionsmedizin. Durch Ovulationsinduktion und IVF ist die Zahl der Mehrlingsgeburten in den [...]

Linktipp: Gesetzliche Regelungen zur künstlichen Befruchtung im Ausland

Auf der Seite des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht findet sich eine tabellarische Übersicht über die gesetzlichen Regelungen zur Fortplanzungsmedizin in europäischen Ländern.
Diese Übersicht ist sehr knapp gehalten. So fehlt z. B. bei Deutschland der Hinweis, dass die befruchteten Eizellen zum Transfer in die Gebärmutter bereits im Vorkern-Stadium ausgewählt werden müssen. Trotzdem eine interessante [...]

Künstliche Befruchung: Erfolgsraten in den Niederlanden

Es ist ja immer mal wieder interessant, wie die Erfolgraten im europäischen Ausland bei der künstlichen Befruchtung ausfallen. Aktuell veröffentlicht wurden die Zahlen aus den Niederlanden der Jahre 1996-2005.
Hier ein kurze Zusammenfassung der Zahlen aus diesem Zeitraum:

Es wurden 138.217 Behandlungszyklen in diesen 10 Jahren durchgeführt.
14.881 Transfers zuvor eingefrorener Embryonen erfolgten in diesem Zeitraum.
30.488 Schwangerschaften traten [...]

Ein Embryo - Drei Eltern

In einer Eizelle findet sich das genetische Material nach der Verschmelzung des mütterlichen und väterlichen Erbguts im Zellkern. Wie in jeder anderen Köperzelle auch. Ein sehr geringer Anteil der Gene finden sich jedoch auch in den sogenannten Mitochondrien, die gemeinhin als die “Kraftwerke” der Zelle bezeichnet wird.
Hat eine Frau nun einen Defekt auf einem dieser [...]

ICSI auch bei normalem Spermiogramm möglich

Dass die ICSI dann sinnvoll einzusetzen ist, wenn die Spermienqualität sehr schlecht ist, ist in den Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über ärztliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung festgelegt.
Unter Punkt 11.5 sind Werte aufgeführt, die bei einem Spermiogramm unterschritten werden müssen, damit eine ICSI durchgeführt werden kann.

Stichwörter: Befruchtung, Fertilisationsversagen, Gemeinsamer Bundesausschuss, ICSI, Richtlinien

Kostenfrage: Saarland wird von Thüringen unterstützt

Wir hatten hier ja kürzlich darüber berichtet, dass das Saarland einen Antrag an den Bundesrat formuliert hat, um die Kosten für eine künstliche Befruchtung von den Krankenkassen wieder vollständig übernehmen zu lassen.
Auf der Homepage des Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Thüringen findet man folgende Mitteilung:

[...] Der Thüringer Gesundheitsminister Dr. Klaus Zeh: „Paare, [...]

Beihilfe muss künstliche Befruchtung nur bis 40 zahlen

So entschied es das Braunschweiger Verwaltungsgericht. Private Krankenkassen sind unabhängig vom Alter der Frau gehalten, die Kosten für eine künstliche Befruchtung zu übernehmen, wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft mind. 15% beträgt. Gesetzliche Krankenkassen und auch die Beihilfe ziehen jedoch eine Altersgrenze.
Dass Krankenkassen eine künstliche Befruchtung nur bis zum 40. Lebensjahr der Frau zahlen, entspricht [...]

Aus drei mach fünf. Aus fünf mach zwei.

Ich hatte hier kürzlich einen Artikel eingestellt, in dem es darum ging, ob die Neigung zu Mehrlingsschwangerschaften vererbbar ist (ja) und ob dies bei der künstlichen Befruchtung eine Rolle spielt (nein).
In den Kommentaren dazu kam die Frage auf, ob sich die transferierten Embryonen nicht auch noch weiter teilen können und so auch eineiige Zwillinge [...]

Was ist eine “Klinische Schwangerschaft”?

Die Begriffe “klinische Schwangerschaft” und “biochemische Schwangerschaft” werden häufig in der Literatur zu Kinderwunschbehandlungen verwendet und sind nicht zuletzt auch wichtig, wenn es um Fragen der Kostenerstattung bei der künstlichen Befruchtung geht.
Neuer Anspruch auf Behandlung nach klinischer Schwangerschaft
Bereits seit 2005 besteht ein erneuter Anspruch auf die Übernahme der Kosten für eine weitere Therapie, wenn eine [...]

Kommt Bewegung in die Kostenfrage?

Wie die meisten wissen, ist am 1.1.2004 eine Änderung des Kostenübernahme durch die Krankenkassen erfolgt, die bei der künstlichen Befruchtung und der Insemination eine Übernahme von 50% der Kosten durch das behandelte Paar erforderlich macht. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der durchgeführten Behandlungen und daher auch zu einer deutlichen Verminderung der Zahlen geborener Kinder, [...]

Reproduktionsmedizin in Polen, Deutschland und der Vatikan

Hut ab vor der katholischen Kirche. Ihre Internet-Portale sind absolut auf der Höhe der Zeit und mischen sich in meinem Feedreader sehr aktuell in Diskussionen über Embryonenschutzgesetze in Deutschland und Polen.
Deutsche Fortpflanzungsmediziner fordern Änderung des Embryonenschutzgesetzes
Die katholische Nachrichtenagentur berichtete als erste über Forderungen deutscher Fortpflanzungsmediziner zur Liberalisierung des Embryonenschutzgesetzes.
In ärztlich begründeten Einzelfällen müsste auch die [...]

Ein zusätzliches Kind kostet 6.000 Euro

Wie immer gegen Ende des Jahres wird vom Deutschen IVF-Register die Statistik für das Vorjahr herausgegeben, jetzt also für das Jahr 2006.
Wenn man die ersten Seiten der Statistik [PDF] anschaut, dann fällt zunächst einmal auf, dass sich die Zahl der Behandlungen auf einem niedrigen Niveau einpendelt. Wurden im letzten Jahr vor der Gesundheitsreform noch [...]

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